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Kapitalmarkt Blog
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Eine W&I-Versicherung sichert Garantiezusagen bei Firmenübernahmen ab
FinanzierungGastbeiträgeKonjunkturMittelstand

W&I-Versicherung: „Deal-Enabler“ und Weichensteller für M&A

von Lieselotte Hasselhoff 26/03/2026

Über die vergangenen zehn Jahre hat sich die sogenannte Warranty & Indemnity (W&I)-Versicherung weltweit etabliert. Sie dient der Absicherung von Garantiezusagen bei Unternehmensübernahmen. In einigen Märkten ist sie mittlerweile fast schon eine Selbstverständlichkeit und wird bei deutlich mehr als der Hälfte aller privaten M&A-Transaktionen abgeschlossen. In anderen Märkten – beispielsweise in Asien und den Vereinigten Arabischen Emiraten – steigt die Marktdurchdringung von Jahr zu Jahr.

Was ist eine W&I-Versicherung?

Grundsätzlich ermöglicht W&I einen Risikotransfer vom Verkäufer auf den Versicherer. Während der Verkäufer eines Unternehmens – in der Regel – weiterhin Garantien im Rahmen des Kaufvertrags (SPA) gibt, haftet nun der Versicherer im Falle einer Verletzung dieser Garantien, ohne dass der Versicherer Regressansprüche geltend machen kann (außer in Betrugsfällen). Diese Lösung ist grundsätzlich für jede Transaktion und jede marktübliche Garantie betreffend des Zielunternehmens oder Assets verfügbar, sofern die Due Diligence auf Käuferseite die jeweilige Angelegenheit geprüft und keine wesentlichen Risiken festgestellt hat.

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26/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Datensouveränität wird zum Wettbewerbsfaktor

von Philipp Rose 25/03/2026

Geopolitische Spannungen und technologische Abhängigkeiten rücken für den Mittelstand zunehmend ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Spätestens seit der Eskalation im Iran-Konflikt wächst in vielen Unternehmen die Sorge, wie sicher geschäftskritische Daten bei US-Cloudanbietern tatsächlich sind. Auslöser sind nicht nur konkrete Ereignisse wie Angriffe auf Rechenzentren, sondern auch strukturelle Risiken: Der sogenannte Cloud Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten – selbst wenn diese in Europa gespeichert sind.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) bedeutet das: Die Frage der Datensouveränität wird zur unternehmerischen Kernaufgabe. Denn viele Geschäftsmodelle sind heute eng mit Cloud-Infrastrukturen verknüpft, ohne dass vollständige Transparenz über Speicherorte oder Sicherheitsstandards besteht. Gleichzeitig dominieren US-Hyperscaler wie Amazon, Microsoft oder Google den Markt und decken einen Großteil des Bedarfs ab. Ein Umdenken setzt ein – allerdings schrittweise. Der Wechsel zu europäischen Alternativen ist oft komplex, technologisch herausfordernd und mit Kosten verbunden. Dennoch prüfen immer mehr Mittelständler Multi-Cloud-Strategien oder hybride Ansätze, um Risiken zu streuen und mehr Kontrolle über ihre Daten zu gewinnen. Parallel wächst der Bedarf an Cloudkapazitäten weiter, nicht zuletzt durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Entwicklung zeigt: Digitale Souveränität ist längst ein konkreter Wettbewerbsfaktor. Wer Risiken frühzeitig bewertet und seine IT-Strategie anpasst, stärkt nicht nur die Resilienz des eigenen Geschäftsmodells, sondern auch die langfristige Handlungsfähigkeit im internationalen Wettbewerb, wie das Handelsblatt berichtet.

25/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Mittelstand profitiert von gelockerten EU-Berichtspflichten

von Lieselotte Hasselhoff 23/03/2026

Seit dem 18. März 2026 gilt eine neue Omnibus-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die insbesondere den Mittelstand deutlich entlasten soll.

Im Mittelpunkt der Reform steht der Abbau bürokratischer Hürden für kleine und mittlere Unternehmen. So werden bestehende Berichtspflichten im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vereinfacht, Schwellenwerte angehoben und Fristen verlängert. Viele kleinere Unternehmen sind dadurch künftig ganz oder teilweise von den umfangreichen Anforderungen befreit, trotzdem wollen diese ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung beibehalten oder sogar ausweiten, da sie unter anderem Vorteile in der Finanzierung mit sich bringen. Die Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU gilt für alle Mitgliedstaaten und muss nun in nationales Recht umgesetzt werden.

23/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Automatisierung als Überlebensstrategie im Logistikmittelstand

von Philipp Rose 20/03/2026

Der Fachkräftemangel stellt den Logistikmittelstand zunehmend vor strukturelle Herausforderungen. Gerade in Nordrhein-Westfalen, einem der wichtigsten Logistikstandorte Europas, bleiben immer mehr Stellen im Lager- und Versandbereich unbesetzt. Körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten, hohe Fluktuation und ein wachsendes Interesse an digitalen Berufsbildern verschärfen die Situation. Für kleine und mittlere Unternehmen wird es damit zur zentralen Aufgabe, vorhandene personelle Ressourcen effizienter und zugleich schonender einzusetzen.

Viele mittelständische Betriebe reagieren mit gezielter Automatisierung ihrer Intralogistik. Im Fokus steht dabei nicht nur die Effizienzsteigerung, sondern vor allem die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Schwere und repetitive Tätigkeiten werden zunehmend durch technische Lösungen ersetzt, etwa durch automatisierte Palettenwechsler, fahrerlose Transportsysteme oder KI-gestützte Lagerverwaltung. Ziel ist es, Mitarbeitende zu entlasten, Fehlerquoten zu reduzieren und die Attraktivität der Arbeitsplätze zu erhöhen. Dabei zeigt sich: Automatisierung im Mittelstand erfolgt meist schrittweise. Statt groß angelegter Investitionsprojekte setzen viele Unternehmen auf modulare Lösungen, die sich schnell in bestehende Abläufe integrieren lassen und unmittelbar Wirkung entfalten. Gerade in personalintensiven Bereichen wird dies zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Für mittelständische Logistikunternehmen geht es längst nicht mehr nur um Effizienz, sondern um Existenzsicherung, wie die Westdeutsche Zeitung berichtet. Wer Lieferzusagen nicht einhalten kann, verliert im Umfeld von Just-in-time-Produktion und E-Commerce schnell den Anschluss. Die Kombination aus menschlicher Expertise und technologischer Unterstützung wird damit zum zentralen Hebel im Wettbewerb und gleichzeitig zum entscheidenden Faktor im Umgang mit dem Fachkräftemangel.

20/03/2026 0 Kommentare
KMU-NewsKonjunktur

Deutsche Mittelständler unter Druck aus mehreren Richtungen

von Lieselotte Hasselhoff 18/03/2026

Der Wirtschaftsreport 2026 der Plattform United Interim zeigt, dass der deutsche Mittelstand laut einer Befragung von 550 Interim Managern einige Problemstellen hat.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass insbesondere übermäßige Bürokratie das größte Problem darstellt: 82 Prozent der Befragten sehen darin das zentrale Hemmnis, während 76 Prozent vor allem langsame Genehmigungsverfahren kritisieren. Gleichzeitig berichten 71 Prozent von wachsendem Wettbewerbsdruck aus Asien, insbesondere aus China. Auch die Kostenbelastung ist hoch: Jeweils 58 Prozent nennen steigende Energiekosten und eine wirtschaftsunfreundliche Politik als Problem, 61 Prozent sehen steigende Lohnkosten als Wachstumsbremse. Viele der Probleme sind jedoch auch hausgemacht: 72 Prozent bescheinigen dem Mittelstand eine mangelnde Innovationskraft, während 90 Prozent eine Überalterung der Belegschaften feststellen. Fachkräftemangel (45 Prozent) und eine geringe Attraktivität für ausländische Arbeitskräfte (51 Prozent) verschärfen diese Entwicklung weiter. Auch geopolitische Unsicherheiten spielen eine Rolle: 56 Prozent der Befragten sehen hierin ein großes Risiko, etwa durch schwankende Zölle oder instabile Lieferketten. Die Experten fordern daher vor allem konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Gleichzeitig betonen die Interim Manager, dass Unternehmen selbst aktiv werden müssen, etwa durch stärkere Nutzung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie durch internationale Expansion, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

18/03/2026 0 Kommentare
Kapitalmarkt: Wie wettbewerbsfähig sind deutsche Börsen?
FinanzierungGastbeiträgeKonjunkturMittelstand

Wie wettbewerbsfähig ist der deutsche Kapitalmarkt?

von Lieselotte Hasselhoff 17/03/2026

Die heimische Wirtschaft stagniert und die erratische US-Politik befeuert die Volatilität. Wie können sich deutsche Unternehmen vor diesem Hintergrund über die Börse finanzieren? Was hemmt den deutschen Kapitalmarkt und wie könnte man ihn wieder fit machen?

Schwacher IPO-Markt trotz starker Marktentwicklung

Fremdkapital prägt die Unternehmensfinanzierung in Deutschland seit jeher. Die dreistelligen IPO-Zahlen der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahren sind längst Geschichte.

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17/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Immer weniger Mittelständler machen Geschäfte mit den USA

von Lieselotte Hasselhoff 16/03/2026

Viele deutsche mittelständische Unternehmen spüren die Folgen der aktuellen US-Politik deutlich. 52 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA berichten von negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft. Für 36 Prozent haben sich bislang keine Veränderungen ergeben, während nur rund sieben Prozent vom politischen Kurswechsel profitieren.

Viele Unternehmen reagieren auf die veränderten Rahmenbedingungen, indem sie ihr US-Geschäft reduzieren oder ganz aufgeben. Der Anteil der Mittelständler mit Geschäftsbeziehungen in die USA sank zwischen September 2019 und Januar 2026 deutlich von 18,7 auf 11,3 Prozent. Besonders stark ging der direkte Export zurück: Nur noch 5,8 Prozent der rund 3,9 Millionen deutschen Mittelstandsunternehmen hatten Anfang 2026 Kunden in den USA. 2019 waren es noch 7,1 Prozent, 2025 sogar 8,5 Prozent. Auch indirekte Handelsbeziehungen nehmen ab. Nur noch 3,0 Prozent der Unternehmen belieferten Kunden in Deutschland oder anderen EU-Ländern, die wiederum in die USA exportieren. 2019 lag dieser Wert noch bei 7,4 Prozent, 2025 bei 5,1 Prozent. „Die Zollpolitik der US-Regierung belastet den deutschen Mittelstand. Die Unternehmen sind außerdem sehr verunsichert über die künftige Entwicklung der US-Politik. Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben“, sagte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

16/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Stiftung statt Verkauf: Neue Wege der Unternehmensnachfolge

von Philipp Rose 13/03/2026

Die Unternehmensnachfolge bleibt eine der größten Herausforderungen im deutschen Mittelstand. Laut dem KfW-Mittelstandspanel 2025 erwägt rund ein Viertel der Unternehmen, die Geschäfte einzustellen, wenn die Inhaber ausscheiden. Häufig fehlt ein Nachfolger innerhalb der Familie: 47 Prozent der Betriebe geben an, dass niemand aus dem eigenen Umfeld die Firma fortführen möchte. Hinzu kommen rechtliche und steuerliche Fragen sowie umfangreiche Bürokratie, die viele Unternehmer zusätzlich abschrecken.

Eine mögliche Alternative kann die Überführung eines Unternehmens in eine Stiftung sein. Ziel ist es, das über Jahrzehnte aufgebaute Lebenswerk langfristig zu sichern. Hält eine Stiftung sämtliche Unternehmensanteile, bleibt der Betrieb vor dem Zugriff von Investoren oder Erben geschützt. Gleichzeitig können Gewinne nur für festgelegte Zwecke verwendet werden, wodurch kurzfristige Ausschüttungsinteressen in den Hintergrund treten und der langfristige Unternehmenserhalt stärker in den Fokus rückt.

Allerdings eignet sich dieses Modell nicht für jeden Betrieb. Die Gründung ist komplex und erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Zudem gilt Vermögen, das in eine Stiftung eingebracht wird, für Unternehmerfamilien in der Regel als dauerhaft gebunden. Experten betonen daher, dass familiäre, steuerliche und rechtliche Fragen frühzeitig geklärt werden sollten und eine Stiftungslösung meist erst ab größeren Vermögenswerten sinnvoll ist, wie das Handelsblatt berichtet. Orientierung und Beratung finden interessierte Unternehmer unter anderem beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sowie beim Haus des Stiftens.

13/03/2026 0 Kommentare
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Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Holger Clemens Hinz
Leiter Kapitalmarktgeschäft

Thomas Kaufmann
Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

Klaus Soer
Leiter Institutionelles Research

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