Eine Studie der Stiftung Familienunternehmen und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zeigt: Unternehmenskultur, Vertrauen und kurze Entscheidungswege sind für Familienunternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein stärkerer Stabilitätsfaktor als Kapitalausstattung oder Technologievorsprung.
Für die Untersuchung wurden 1.640 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: 77 Prozent der Familienunternehmen bewerten ihre eigene Anpassungsfähigkeit als sehr gut. Hinzu kommt: 95 Prozent der befragten Familienunternehmen beurteilen ihr Betriebsklima positiv, 88 Prozent berichten von einem ausgeprägten Wir-Gefühl. Diese Werte korrelieren laut IW Köln nachweisbar mit geringerer Fluktuation, höherer Krisenfestigkeit und besseren wirtschaftlichen Ergebnissen. Für den Mittelstand verweist der Befund auf ein strukturelles Stärke-Profil, das sich in der aktuellen Phase aus Fachkräftemangel, geopolitischer Unsicherheit und schwachem Wachstum besonders auszahlt. Wo äußere Rahmenbedingungen instabil sind, werden gewachsene Vertrauensverhältnisse und flache Hierarchien zum Wettbewerbsvorteil, den größere Konzerne kaum replizieren können.
