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Kapitalmarkt Blog
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Kosten der Energiewende
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Die Milliarden-Illusion: Warum die Kosten der Energiewende oft unterschätzt werden

von Lieselotte Hasselhoff 23/04/2026

Mit Ausbruch des Iran-Krieges erlebt Deutschland eine Energiekrise, die laut Experten sogar die Ölkrise von 1973 in den Schatten stellt und zu einem sprunghaften Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt hat. Entsprechend hat das Interesse an erneuerbaren Energie, Elektroautos und Wärmepumpen wieder zugenommen. In der Debatte um hohe Energiekosten in Deutschland wird immer wieder der Eindruck vermittelt, dass Wind- und Solarenergie nicht nur umweltfreundlich, sondern auch die günstigsten Stromquellen seien. Doch eine genauere Analyse zeigt: Die gängigen Messgrößen greifen zu kurz. Werden die langfristigen Systemkosten berücksichtigt, zeigt sich ein anderes Bild. In einer dreiteiligen Artikelserie des Energieökonomen Dr. Lars Schernikau blicken wir genauer auf versteckte Kosten und irreführende Argumentationen.

Gastbeitrag von Dr. Lars Schernikau

Ein wesentliches Argument für eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien sind häufig die sogenannten LCOE (Levelized Cost of Electricity), auf Deutsch Stromgestehungskosten genannt. Diese geben an, was die Produktion einer Kilowattstunde Strom direkt am Kraftwerk kostet. Laut aktuellen Analysen von Bloomberg liegen diese für Wind und Solar regelmäßig deutlich unter denen von Kohle oder Gas. Das leuchtet ein, da Sonne und Wind nicht wie Kohle, Öl oder Gas erst abgebaut, aufbereitet und zum Kraftwerk transportiert werden müssen.

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23/04/2026 0 Kommentare
KMU-News

DATEV-Mittelstandsindex zeigt Stillstand im Mittelstand

von Lieselotte Hasselhoff 21/04/2026

Der DATEV-Mittelstandsindex für März 2026 zeigt eine nur gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung im deutschen Mittelstand.

Der Umsatzindex liegt saison- und kalenderbereinigt bei 97,0 Punkten und steigt gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Im Jahresvergleich fällt das Wachstum mit 0,2 Prozent jedoch sehr verhalten aus, unbereinigt ergibt sich ein Plus von 2,3 Prozent. Zwar verzeichnen nahezu alle Branchen leichte Zuwächse, das Niveau von 2022 wird aber weiterhin nicht erreicht. Parallel dazu steigt der Kostendruck weiter deutlich an: Der Lohnindex klettert auf 124,4 Punkte, legt im Monatsvergleich um 0,5 Prozent zu und liegt im Vorjahresvergleich bei plus 6,5 Prozent. Besonders stark fallen die Zuwächse im Baugewerbe mit 7,9 Prozent sowie bei Kleinstunternehmen mit 6,8 Prozent aus. Die Beschäftigung stagniert hingegen weitgehend: Der Index liegt bei 100,9 Punkten, im Jahresvergleich ergibt sich ein leichtes Minus von 0,2 Prozent. „Die Umsatzentwicklung bleibt auch im März verhalten. Während die Löhne weiter deutlich steigen, kommt die Beschäftigung kaum voran. Damit zeigt sich ein insgesamt unausgewogenes Bild aus steigenden Kosten und nur moderaten Umsatzimpulsen – der Spielraum für den Mittelstand bleibt entsprechend begrenzt. Das ist keine Erholung, sondern Stillstand unter Druck“, so der DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr.

21/04/2026 0 Kommentare
KMU-News

Deutscher Mittelstand kämpft um Marktanteile in Brasilien

von Lieselotte Hasselhoff 20/04/2026

Der deutsche Mittelstand blickt mit großen Erwartungen auf den Wachstumsmarkt Brasilien, sieht sich dort jedoch zunehmend starker Konkurrenz aus China ausgesetzt.

Unternehmen verzeichnen in dem südamerikanischen Land derzeit ihre weltweit stärksten Zuwächse, insbesondere in Zukunftsfeldern wie erneuerbare Energien, Infrastruktur und Bahnindustrie. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb deutlich, da chinesische Anbieter ihre Präsenz systematisch ausbauen – inzwischen stammt etwa jede dritte in Brasilien verkaufte Maschine aus China, während Deutschland mit rund elf Prozent Marktanteil zurückliegt. Brasilien selbst entwickelt sich mit rund 215 Millionen Einwohnern und einem Maschinenbauumsatz von etwa 51 Milliarden Euro zu einem strategisch wichtigen Schlüsselmarkt so das Handelsblatt. Entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit könnte das EU-Mercosur-Abkommen sein, das Importzölle von bis zu 35 Prozent schrittweise abbauen soll und damit deutschen Unternehmen bessere Marktchancen eröffnen könnte. Ohne eine Einigung droht hingegen ein wachsender Kostennachteil gegenüber chinesischen Wettbewerbern, die vor allem im Massengeschäft mit deutlich höheren Produktionskapazitäten und niedrigeren Preisen punkten.

20/04/2026 0 Kommentare
KMU-News

Krisenbonus stößt bei KMUs auf Widerstand

von Philipp Rose 17/04/2026

Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte trifft im Mittelstand auf deutliche Zurückhaltung. Eine Blitzumfrage unter rund 2.000 Unternehmen zeigt, dass etwa die Hälfte der Betriebe eine Auszahlung „auf keinen Fall“ plant. Lediglich rund 20 Prozent können sich eine Prämie vorstellen, während sich 30 Prozent unentschlossen zeigen.

Noch klarer fällt das Urteil bei der grundsätzlichen Bewertung aus: Über 90 Prozent der befragten Unternehmen halten die Maßnahme für eine schlechte Idee. Aus Sicht des Mittelstands verfehlt die Prämie damit offenbar die wirtschaftliche Realität vieler Betriebe. Verbandsvertreter sprechen von einer Maßnahme, die an den Bedürfnissen der Unternehmen vorbeigehe. Auch aus dem Handwerk kommen kritische Signale. Viele Betriebe sehen sich angesichts angespannter Ertrags- und Liquiditätslagen derzeit nicht in der Lage, zusätzliche Zahlungen zu leisten. Entsprechend bleibt offen, in welchem Umfang die freiwillige Prämie tatsächlich umgesetzt wird. Wie die aktuelle Umfrage zeigt, über die zdf heute exklusiv berichtete, spiegelt die Debatte vor allem die wirtschaftlichen Zwänge wider, unter denen viele KMUs aktuell stehen.

17/04/2026 0 Kommentare
Tokenisierung von realen Vermögenswerten
DigitalisierungFinanzierungGastbeiträgeKI

Die Zukunft der Vermögenswerte: Tokenisierung revolutioniert Finanzmärkte

von Lieselotte Hasselhoff 17/04/2026

Der Wertpapierhandel findet zunehmend digital statt, auch private Anleger handeln immer häufiger selbstständig auf Handy und Laptop. Doch die Abwicklung einer Wertpapiertransaktion durchläuft im Hintergrund noch immer etliche Stationen und Prüfungen, bis ein Wertpapier in ein Depot gebucht und Geld für die Transaktion geflossen ist. Warum die Tokenisierung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten diesen Prozess deutlich vereinfachen und technisch zukunftsfähiger machen kann – ohne das Fundament des bestehenden Kapitalmarkts infrage zu stellen.

Gastbeitrag von Daniel Maier, Chartered Investment Germany

Die Digitalisierung des Wertpapierhandels ist längst Realität – doch sie endet heute oft noch an Grenzen, die aus einer Zeit stammen, in der vollständig digitale Abläufe keine Rolle spielten. Kaufen wir eine Aktie über das Online‑Depot, wirkt die Transaktion aus Nutzersicht unkompliziert: ISIN eingeben, Order ausführen, fertig.

Hinter den Kulissen jedoch greifen weiterhin zahlreiche etablierte Prozesse ineinander – Kursversorgung, Handelsplatzlogik, Registerführung, Clearing, Verwahrung, Zahlungsabwicklung. Diese Infrastruktur ist zuverlässig und leistungsfähig, aber sie wurde nicht für ein Umfeld gebaut, in dem Informationen und Transaktionsdaten jederzeit nahtlos digital miteinander verbunden sein können.

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17/04/2026 0 Kommentare
KMU-News

Europäische KMU zögern bei KI-Anbietern aus dem Ausland

von Lieselotte Hasselhoff 15/04/2026

Eine aktuelle Studie des Unternehmens IONOS in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland zunehmend offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind, gleichzeitig jedoch deutliche Vorbehalte haben.

Die Umfrage bezieht sich neben Deutschland auch auf weitere europäische Länder wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Rund 65 Prozent der KMU bewerten KI grundsätzlich positiv, da sie sich davon Effizienzgewinne und Unterstützung im Umgang mit dem Fachkräftemangel erhoffen. Gleichzeitig spielt das Thema Datensouveränität eine zentrale Rolle: Viele Unternehmen befürchten, dass sensible Informationen bei der Nutzung von KI-Lösungen ins Ausland abfließen könnten, insbesondere in die USA oder nach China. Deshalb legen mehr als die Hälfte der Befragten großen Wert auf vertrauenswürdige, möglichst europäische Anbieter sowie auf die Einhaltung rechtlicher Vorgaben und transparente Ergebnisse. Die Studie zeigt: Unternehmen suchen demnach nicht nach Gründen gegen KI, sondern nach Anbietern, denen sie vertrauen – und nach Lösungen, die verlässliche Resultate liefern.

15/04/2026 0 Kommentare
KMU-NewsKonjunktur

Rüstungsboom lockt Mittelständler – doch nicht alle profitieren

von Lieselotte Hasselhoff 13/04/2026

Deutsche Mittelstandsunternehmen drängen zunehmend in die Rüstungsbranche, um von steigenden Verteidigungsausgaben zu profitieren.

Besonders seit der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten „Zeitenwende“ hat sich dieser Trend bis in die Jahre 2025 und 2026 verstärkt. Ein deutliches Zeichen für diesen Boom ist einem Medienbericht zufolge die Entwicklung des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV): Die Mitgliederzahl ist stark gestiegen und liegt inzwischen bei rund 540 Unternehmen, nachdem sie im Februar 2025 noch bei 120 Mitgliedsunternehmen lag. Von diesen 540 Mitgliedern sind laut Verband circa 80 Prozent mittelständische Unternehmen. Vor allem Maschinenbauer, Elektronikfirmen und spezialisierte Dienstleister in Deutschland und Europa versuchen, neue Geschäftsfelder im Defense-Bereich zu erschließen. Der Einstieg erfolgt häufig über Zulieferketten, Kooperationen oder die Anpassung bestehender Technologien für militärische Zwecke. Allerdings zeigt sich, dass nicht alle Unternehmen gleichermaßen profitieren: Während große Rüstungskonzerne die Hauptaufträge erhalten, bleiben die Chancen für viele Mittelständler begrenzt, da die Branche insgesamt zu klein ist, um allen neuen Anbietern nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.

13/04/2026 0 Kommentare
KMU-News

Daten, KI und Regulierung: Mittelstand unter wachsendem Compliance-Druck

von Philipp Rose 10/04/2026

Der zunehmende regulatorische Druck im Bereich Datenschutz und IT-Sicherheit zwingt mittelständische Unternehmen zu einer strategischen Neuausrichtung. Verschärfte EU-Vorgaben und neue Anforderungen an den Umgang mit sensiblen Daten erhöhen die Komplexität für viele Betriebe deutlich.

Im Fokus stehen unter anderem neue regulatorische Entwicklungen wie der BSI C5:2026-Katalog sowie das EU-KI-Gesetz, das ab August vollständig anwendbar sein soll. Für Unternehmen bedeutet dies, dass insbesondere bei der Nutzung von KI-Anwendungen und beim Zugriff auf Kundensysteme strengere Prüf- und Kontrollmechanismen erforderlich werden. Dazu zählen unter anderem Identitätsprüfungen und erweiterte Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitenden. Parallel wächst der Handlungsdruck durch die wirtschaftlichen Folgen möglicher Sicherheitsvorfälle. So wird auf deutlich gestiegene Kosten bei Datenlecks verwiesen, die in Einzelfällen bereits ein hohes zweistelliges Millionen-Niveau erreicht haben. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage nach einheitlichen und belastbaren Sicherheitsarchitekturen stärker in den Mittelpunkt.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt zudem das Konzept der lokalen Datenkontrolle. Unternehmen und Plattformanbieter investieren verstärkt in regionale Rechenzentrumsstrukturen, um Anforderungen an Datenhoheit und Sicherheit zu erfüllen. Als Reaktion auf die steigende Komplexität entstehen darüber hinaus spezialisierte Plattformen, die Compliance-Prozesse automatisieren sollen, wie IT Boltwise berichtet. Als strategische Leitlinie wird in diesem Zusammenhang das Prinzip der „Data Minimization“ hervorgehoben: Unternehmen sollen Daten bereits in der Produktentwicklung möglichst gezielt und sparsam einsetzen und Sicherheitsaspekte frühzeitig berücksichtigen, statt erst im Nachhinein zu reagieren.

10/04/2026 0 Kommentare
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Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Holger Clemens Hinz
Leiter Kapitalmarktgeschäft

Thomas Kaufmann
Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

Klaus Soer
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