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ESG-Chancen: Attraktive Geschäftsmodelle für mehr Nachhaltigkeit

Viel mehr als Reporting: Warum sich ESG tatsächlich rechnen kann und muss

von Lieselotte Hasselhoff

ESG hat sich in den vergangenen Jahren vom Nischenthema zum festen Bestandteil von Investitionsentscheidungen entwickelt. Kaum ein Immobilienunternehmen kommt heute an Nachhaltigkeitsberichten, CO₂-Zielen oder regulatorischen Anforderungen vorbei. Doch aus Investorensicht stellt sich eine andere Frage: Wo entstehen daraus eigentlich attraktive Geschäftsmodelle? Denn so wichtig ESG für Compliance und Risikomanagement ist, das Kapital fließt langfristig dorthin, wo Renditen entstehen.

Ein Gastbeitrag von Nikolas Samios, Managing Partner bei PT1 und Autor im Fachbuch „ESG in der Immobilienwirtschaft“

Genau dieser Frage widme ich mich in einem Kapitel des kürzlich erschienenen Fachbuchs ESG in der Immobilienwirtschaft. Die zentrale These lautet: ESG wird dann besonders spannend, wenn Nachhaltigkeit nicht nur regulatorisch gefordert, sondern wirtschaftlich überlegen wird.

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Mittelstand investiert so wenig wie seit 30 Jahren nicht

von Lieselotte Hasselhoff

Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist auf den tiefsten Stand seit mehr als 30 Jahren gefallen. Laut einer Umfrage von DZ Bank und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) planen nur noch 52 Prozent der befragten Unternehmen, in den kommenden sechs Monaten in den eigenen Betrieb zu investieren.

Seit 1995 befragen DZ Bank und BVR mehr als 1.000 Unternehmen zur Investitionsbereitschaft. Der aktuelle Wert markiert den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung – und unterschreitet damit selbst die Tiefpunkte während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, der Coronapandemie 2020 sowie der Energiekrise nach dem Beginn des Ukrainekriegs 2022.

Eine parallel veröffentlichte Befragung der KfW zeichnet ein ähnliches Bild: Demnach haben lediglich 57 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten überhaupt Investitionen getätigt und somit weniger als im Krisenjahr 2009. Als Hauptgründe nennen die Mittelständler in der Umfrage von BVR und DZ Bank eine schwache Nachfrage, steigende Kosten und hohe geopolitische Unsicherheiten. Vor allem bei der Energie klagen zwei Drittel über zu hohe Kosten. Zudem fiel die durchschnittliche Eigenkapitalquote  von 30,7 Prozent im Jahr 2024, dem bisherigen Rekordwert, auf 26,5 Prozent im Jahr 2025. Gleichzeitig stieg der dynamische Verschuldungsgrad auf 364,5 Prozent. Unter dem Strich nehmen Unternehmen mehr Fremdkapital auf, während der Cashflow stagniert. 

 

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Kreditklemme im Mittelstand

von Philipp Rose

Vier von zehn kreditinteressierten Mittelständlern in Deutschland berichten, dass ihre Banken die Kreditvergabe restriktiv handhaben. Der Anteil stieg im zweiten Quartal 2026 auf 40,5 Prozent und markiert damit einen neuen Höchstwert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2017.

Die Zahlen der zeigen eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorquartal: Der Wert legte um 6,5 Prozentpunkte zu. Besonders stark betroffen ist der Einzelhandel, wo mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Zugangshemmnisse melden. Auch im Verarbeitenden Gewerbe und in der Dienstleistungsbranche erreichten die Werte mit 40,8 beziehungsweise 42,4 Prozent historische Höchststände. Hintergrund sind laut KfW geschwächte Bilanzen, gesunkene Eigenkapitalquoten und schlechtere Ratings, auf die Banken mit höheren Risikoaufschlägen und härteren Konditionen reagieren.
Gleichzeitig sinkt die Kreditnachfrage. Nur noch 19,3 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) führten im zweiten Quartal Finanzierungsgespräche mit ihrer Bank. Das ist der niedrigste Stand seit dem vierten Quartal 2023. Ursache sind die geopolitischen Folgewirkungen des Iran-Kriegs, der Energiepreise und Lieferketten belastet und die Investitionsstimmung dämpft, berichtet die KfW auf Basis der aktuellen Auswertung der ifo-Konjunkturumfragen. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das eine doppelte Belastung: Wer Kapital benötigt, findet schwierigere Bedingungen vor, während viele Betriebe Investitionspläne zurückstellen.

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Mark Christian Schneider von Sixt SE zu Gast im Podcast Kapitalmarkt Logbuch

40 Jahre Sixt-Aktie: Wie ein Familienunternehmen Kapitalmarkt-Skeptiker widerlegt

von Lieselotte Hasselhoff

Es klingt wie ein Märchen: Ein deutsches Familienunternehmen, das seit vier Jahrzehnten an der Börse notiert ist und in dieser ganzen Zeit keinen einzigen Verlust geschrieben hat. Beim Autovermieter Sixt ist das Realität. Mark Christian Schneider von der Sixt SE erklärt in der dritten Folge des Podcast „Kapitalmarkt Logbuch“, wie sich die Aktie über Jahrzehnte an der Börse behaupten konnte.

In der dritten Folge des „Kapitalmarkt Logbuch” sprechen die Hosts Tobias Reiter (Rechtsanwalt und Partner bei Rödl, Leiter des Bereichs Aktien- und Kapitalmarktrecht) und Carsten Peter von der Quirin Privatbank mit Mark -Christian Schneider, Head of Investor Relations und Public Relations der Sixt SE. Schneider war Wirtschaftsjournalist mit Schwerpunkt Automobilindustrie, bevor er zur Unternehmensseite wechselte. Bei Sixt leitet er nun ein ungewöhnliches Konstrukt: Investor und Public Relations unter einem Dach. Ein Ansatz, den große Konzerne an „runden Tischen” erst mühsam koordinieren müssen.

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Pnazerhersteller KNDS hat seine geplanten IPO verschoben und damit das Umfeld für Börsengänge verschlechtert

Schwieriges Umfeld für Börsengänge trotz Rekord-Listings

von Lieselotte Hasselhoff

Die Verschiebung des KNDS-Börsengangs und der holprige Start von SpaceX an der Nasdaq verdeutlichen eine neue Realität: Selbst Unternehmen mit Rekordaufträgen und Milliardenerlösen scheitern daran, Investoren von ihren Bewertungsvorstellungen zu überzeugen. Das IPO-Fenster hat sich 2026 spürbar verengt, das Umfeld für Börsengänge spürbar gelitten.

Von Holger Clemens Hinz

Am 2. Juli 2026 zog der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS die Reißleine. Der Hersteller des Leopard-2-Panzers hat die geplante Doppelnotierung in Frankfurt und Paris auf unbestimmte Zeit vertagt. Als Begründung nannte das Unternehmen die Börsenvolatilität im europäischen Rüstungssektor.

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KMU bleiben tragende Säule der deutschen Wirtschaft

von Lieselotte Hasselhoff

Kleine und mittlere Unternehmen erwirtschafteten 2024 rund 2,8 Billionen Euro Umsatz und beschäftigten mehr als die Hälfte aller abhängig Beschäftigten in Deutschland – ihre volkswirtschaftliche Bedeutung bleibt trotz anhaltender geopolitischer Belastungen hoch.

Nach aktuellen Daten des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn zählen mehr als 3,5 Millionen Unternehmen in Deutschland zur Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen, das entspricht über 99 Prozent aller privatwirtschaftlichen Betriebe. Ihr Umsatzanteil am gesamtdeutschen Wirtschaftsgeschehen liegt bei 29 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich die strukturelle Relevanz dieser Unternehmensgruppe auf dem Arbeitsmarkt: Knapp 22 Millionen der rund 40 Millionen abhängig Beschäftigten sind in Kleinst-, Klein- oder mittelgroßen Betrieben tätig. Auch in der Berufsausbildung übernehmen KMU eine Schlüsselrolle: 68 Prozent aller Auszubildenden werden dort ausgebildet. Gleichwohl zeichnet sich ein struktureller Wandel ab: Der Anteil der Auszubildenden in Kleinst- und Kleinbetrieben sinkt seit Jahren, während größere Betriebe ihren Anteil kontinuierlich ausbauen. Für den Mittelstand ergibt sich daraus eine wachsende Herausforderung bei der Fachkräftesicherung. Die Studie verweist darauf, dass KMU trotz ihrer zentralen wirtschaftlichen Stellung im Wettbewerb um Auszubildende strukturell unter Druck geraten.

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Mittelstand verliert schleichend Erfahrungsträger

von Lieselotte Hasselhoff

Mehr als 8,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland sind 55 Jahre oder älter – rund ein Viertel aller Erwerbstätigen. Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das einen doppelten Druck: Offene Stellen sind bereits schwer zu besetzen, gleichzeitig rücken altersbedingte Abgänge näher.

Das zeigt die aktuelle KOFA-Studie 4/2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders brisant ist die Lage bei ausgebildeten Fachkräften: Über 4,6 Millionen Beschäftigte ab 55 Jahren arbeiten auf Fachkraftniveau . In Engpassberufen, in denen qualifizierte Arbeitskräfte ohnehin fehlen, sind rund 3,6 Millionen Beschäftigte 55 Jahre oder älter. Gerade in Bau- und Verkehrsberufen zeigt sich das besonders deutlich: Bei Spezialisten in der Aufsicht im Hochbau sind 41,2 Prozent der Belegschaft 55 Jahre oder älter, bei Bus- und Straßenbahnfahrerinnen und -fahrern 40,0 Prozent. Für den Mittelstand geht es dabei nicht allein um die Nachbesetzung von Stellen. Erfahrungswissen, Kundenkontakte und betriebliche Kontinuität hängen oft an einzelnen Personen und lassen sich kurzfristig kaum ersetzen. Hinzu kommt ein strukturelles Problem: In einigen Berufen bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt, während gleichzeitig viele ältere Beschäftigte absehbar ausscheiden. Im Ofen- und Luftheizungsbau etwa blieben 2025 knapp drei von zehn Ausbildungsplätzen unbesetzt, bei einem Beschäftigtenanteil von 29,4 Prozent ab 55 Jahren. Die Studie empfiehlt KMU, Altersstrukturen frühzeitig zu analysieren, Wissenstransfer systematisch einzuplanen und Ausbildungskapazitäten gezielt auf kommenden Ersatzbedarf auszurichten.

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