Der R+V Resilienz-Report 2026 zeigt, dass der deutsche Mittelstand zunehmend mit Sorge in die Zukunft blickt.
Demnach hat das Vertrauen in die eigene Widerstandsfähigkeit seit 2024 deutlich nachgelassen. 29 Prozent der befragten Führungskräfte machen sich große Sorgen um die Zukunft ihres Unternehmens, zwei Jahre zuvor waren es noch 17 Prozent. Gleichzeitig halten viele die gesamtwirtschaftliche Lage für kritisch: 69 Prozent der Führungskräfte und 72 Prozent der Beschäftigten sehen die deutsche Wirtschaft als stark krisengefährdet an. Zwar reagieren viele Unternehmen auf die wachsenden Risiken und setzen verstärkt auf Maßnahmen wie Mitarbeiterbindung, Digitalisierung oder Cybersicherheit, doch die Umsetzung bleibt häufig hinter dem Problembewusstsein zurück. Nur rund ein Drittel der Betriebe hat entsprechende Schritte bereits konsequent realisiert. Gleichzeitig wächst der Bedarf an externer Unterstützung, etwa bei der digitalen Transformation oder beim Schutz vor Cyberangriffen. Insgesamt zeigt der Report, dass das Bewusstsein für Krisen und Risiken im Mittelstand deutlich gestiegen ist, die tatsächliche Umsetzung von Resilienzmaßnahmen jedoch noch ausgebaut werden muss.
