Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand hat sich im Oktober 2026 zum sechsten Mal in Folge verbessert. Der KfW-ifo-Mittelstandsindex stieg um 0,5 Punkte auf minus 7,8 Zähler, liegt damit aber weiterhin unterhalb der Nulllinie, die den langfristigen Durchschnitt markiert.
Das geht aus dem aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometer hervor, für das monatlich mehr als 9.500 Betriebe aus allen relevanten Wirtschaftsbereichen befragt werden. KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher wertete die Aufhellung angesichts gestiegener Öl- und Gaspreise sowie des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und Iran als besonders positiv. Als Treiber des Aufschwungs nennt er fiskalpolitische Impulse und eine wachsende internationale Nachfrage nach deutschen Vorleistungsgütern für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Auch bei den Großunternehmen verbesserte sich das Geschäftsklima im Oktober spürbar: von minus 13,2 auf minus 9,7 Punkte. Einziger Dämpfer bleibt die Beschäftigungsdynamik: Die Erwartungen der Unternehmen gingen sowohl im Mittelstand als auch bei den Großbetrieben zurück. Die Entwicklung seit dem Frühsommer zeigt jedoch eine deutliche Erholung. Für mittelständische Unternehmen signalisiert der sechste Anstieg in Folge eine zunehmende Stabilisierung, auch wenn von einem nachhaltigen Aufschwung noch nicht gesprochen werden kann.
