Der demografische Druck erhöht damit die Bedeutung internationaler Rekrutierung. Dennoch verzichten 12,4 Prozent der befragten Unternehmen auf ausländische Fachkräfte, obwohl grundsätzlich Bedarf besteht. Bei Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten spielt die Beschäftigung ausländischer Kräfte kaum eine Rolle. Anders ist die Lage bei größeren Mittelständlern. 61 Prozent der Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten setzen bereits auf diese Gruppe.
Wie aus einer aktuellen KfW-Studie hervorgeht, ist die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte im Verarbeitenden Gewerbe besonders verbreitet. Dort liegt der Anteil bei 21 Prozent. Es folgen der Handel mit 14,3 Prozent und das Baugewerbe mit 13,3 Prozent. Im Dienstleistungssektor sind es 8,5 Prozent. Als wichtigste Hindernisse gelten Sprachbarrieren (69,1 Prozent) sowie bürokratische und rechtliche Hürden (47,5 Prozent). Zudem nennen 34,2 Prozent kulturelle Unterschiede im Arbeitsalltag und 22,6 Prozent die Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Für KMU könnten Sprachförderung, schnellere Anerkennungsverfahren und weniger Verwaltungsaufwand den Zugang erleichtern.
