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KMU-News

Digitalisierung im Mittelstand kommt nur langsam voran

von Lieselotte Hasselhoff 01/04/2026

Die Digitalisierung im deutschen Mittelstand kommt weiterhin nur schleppend voran: Obwohl laut Studien rund 87 Prozent der Unternehmen die Bedeutung digitaler Technologien für die Wettbewerbsfähigkeit erkennen, stagniert die tatsächliche Umsetzung seit Jahren.

 Besonders seit 2023 zeigt sich, dass viele Betriebe nicht mit der Geschwindigkeit des digitalen Wandels mithalten können. Während große Unternehmen – vor allem aus der IT- und Kommunikationsbranche – als Vorreiter gelten, haben kleine Firmen sowie Branchen wie Bau und Versorgung deutlichen Nachholbedarf.  Zwar haben sich Homeoffice und digitale Vernetzung verbessert, eine umfassende Transformation der Geschäftsprozesse findet jedoch vielerorts nicht statt. Hauptgründe dafür sind hohe Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit, Fachkräftemangel sowie die Kosten und Komplexität der Umstellung bestehender Systeme. Zudem benötigen Unternehmen langfristige Strategien, passende IT-Infrastruktur und geschulte Mitarbeitende. Auch kulturelle Veränderungen innerhalb der Firmen spielen eine wichtige Rolle. Technologisch zeigt sich ein klarer Trend hin zu Cloudcomputing, während Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz oder Blockchain von vielen Unternehmen in den kommenden Jahren eingeplant werden.

01/04/2026 0 Kommentare
KMU-News

Firmen rechnen wieder mit steigenden Preisen

von Lieselotte Hasselhoff 30/03/2026

Laut einer Umfrage des ifo Institut rechnen viele deutsche Unternehmen im Mittelstand mit steigenden Preisen.

Der entsprechende Indikator kletterte auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit rund drei Jahren. Die Entwicklung betrifft Unternehmen in ganz Deutschland und deutet darauf hin, dass Verbraucher sich in den kommenden Monaten auf höhere Preise einstellen müssen. Der jüngste Anstieg der Preiserwartungen steht laut Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, im Zusammenhang mit deutlich höheren Preisen für Rohöl, Gas und Strom infolge des Kriegs im Nahen Osten. „Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter“, so Wohlrabe. „Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen.“Der Preisdruck zeigt sich branchenübergreifend, wobei vor allem Industrie, Bau und Dienstleistungen mit weiteren Preiserhöhungen rechnen.

30/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Trotz Unsicherheit: KMU fahren Investitionen hoch

von Philipp Rose 27/03/2026

Die Nachfrage nach Förderkrediten bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat im vergangenen Jahr deutlich angezogen. In einem weiterhin anspruchsvollen konjunkturellen Umfeld weitete die KfW ihr Fördergeschäft spürbar aus und unterstützte 2025 rund 137.000 Unternehmen sowie 35.000 Gründerinnen und Gründer.

Besonders dynamisch entwickelte sich die Finanzierung für kleine und mittlere Unternehmen: Das Neugeschäft in diesem Segment stieg im Vorjahresvergleich um mehr als 75 Prozent. Insgesamt legte die Inlandsförderung um rund ein Drittel auf 61 Milliarden Euro zu. Für viele Betriebe bleibt der Zugang zu Finanzierung damit ein zentraler Hebel, um Investitionen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten umzusetzen. Die Zahlen deuten darauf hin, dass der Mittelstand weiterhin investiert; zugleich aber in hohem Maße auf verlässliche Finanzierungspartner angewiesen ist. Gerade in einem Umfeld geopolitischer Spannungen und konjunktureller Risiken gewinnt die Rolle öffentlicher Förderbanken an Bedeutung. Die KfW sieht sich dabei als stabiler Anker für Unternehmen und betont ihre Fähigkeit, auch künftig Impulse für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu setzen. Wie die KfW berichet, zeigt auch der Start ins Jahr 2026 eine anhaltend hohe Nachfrage, insbesondere bei Programmen für Mittelstand und private Investitionen. Das unterstreicht, dass viele Unternehmen ihre Vorhaben weiter vorantreiben – trotz anhaltender Unsicherheiten.

27/03/2026 0 Kommentare
Eine W&I-Versicherung sichert Garantiezusagen bei Firmenübernahmen ab
FinanzierungGastbeiträgeKonjunkturMittelstand

W&I-Versicherung: „Deal-Enabler“ und Weichensteller für M&A

von Lieselotte Hasselhoff 26/03/2026

Über die vergangenen zehn Jahre hat sich die sogenannte Warranty & Indemnity (W&I)-Versicherung weltweit etabliert. Sie dient der Absicherung von Garantiezusagen bei Unternehmensübernahmen. In einigen Märkten ist sie mittlerweile fast schon eine Selbstverständlichkeit und wird bei deutlich mehr als der Hälfte aller privaten M&A-Transaktionen abgeschlossen. In anderen Märkten – beispielsweise in Asien und den Vereinigten Arabischen Emiraten – steigt die Marktdurchdringung von Jahr zu Jahr.

Was ist eine W&I-Versicherung?

Grundsätzlich ermöglicht W&I einen Risikotransfer vom Verkäufer auf den Versicherer. Während der Verkäufer eines Unternehmens – in der Regel – weiterhin Garantien im Rahmen des Kaufvertrags (SPA) gibt, haftet nun der Versicherer im Falle einer Verletzung dieser Garantien, ohne dass der Versicherer Regressansprüche geltend machen kann (außer in Betrugsfällen). Diese Lösung ist grundsätzlich für jede Transaktion und jede marktübliche Garantie betreffend des Zielunternehmens oder Assets verfügbar, sofern die Due Diligence auf Käuferseite die jeweilige Angelegenheit geprüft und keine wesentlichen Risiken festgestellt hat.

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26/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Datensouveränität wird zum Wettbewerbsfaktor

von Philipp Rose 25/03/2026

Geopolitische Spannungen und technologische Abhängigkeiten rücken für den Mittelstand zunehmend ins Zentrum strategischer Entscheidungen. Spätestens seit der Eskalation im Iran-Konflikt wächst in vielen Unternehmen die Sorge, wie sicher geschäftskritische Daten bei US-Cloudanbietern tatsächlich sind. Auslöser sind nicht nur konkrete Ereignisse wie Angriffe auf Rechenzentren, sondern auch strukturelle Risiken: Der sogenannte Cloud Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten – selbst wenn diese in Europa gespeichert sind.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) bedeutet das: Die Frage der Datensouveränität wird zur unternehmerischen Kernaufgabe. Denn viele Geschäftsmodelle sind heute eng mit Cloud-Infrastrukturen verknüpft, ohne dass vollständige Transparenz über Speicherorte oder Sicherheitsstandards besteht. Gleichzeitig dominieren US-Hyperscaler wie Amazon, Microsoft oder Google den Markt und decken einen Großteil des Bedarfs ab. Ein Umdenken setzt ein – allerdings schrittweise. Der Wechsel zu europäischen Alternativen ist oft komplex, technologisch herausfordernd und mit Kosten verbunden. Dennoch prüfen immer mehr Mittelständler Multi-Cloud-Strategien oder hybride Ansätze, um Risiken zu streuen und mehr Kontrolle über ihre Daten zu gewinnen. Parallel wächst der Bedarf an Cloudkapazitäten weiter, nicht zuletzt durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Entwicklung zeigt: Digitale Souveränität ist längst ein konkreter Wettbewerbsfaktor. Wer Risiken frühzeitig bewertet und seine IT-Strategie anpasst, stärkt nicht nur die Resilienz des eigenen Geschäftsmodells, sondern auch die langfristige Handlungsfähigkeit im internationalen Wettbewerb, wie das Handelsblatt berichtet.

25/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Mittelstand profitiert von gelockerten EU-Berichtspflichten

von Lieselotte Hasselhoff 23/03/2026

Seit dem 18. März 2026 gilt eine neue Omnibus-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die insbesondere den Mittelstand deutlich entlasten soll.

Im Mittelpunkt der Reform steht der Abbau bürokratischer Hürden für kleine und mittlere Unternehmen. So werden bestehende Berichtspflichten im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vereinfacht, Schwellenwerte angehoben und Fristen verlängert. Viele kleinere Unternehmen sind dadurch künftig ganz oder teilweise von den umfangreichen Anforderungen befreit, trotzdem wollen diese ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung beibehalten oder sogar ausweiten, da sie unter anderem Vorteile in der Finanzierung mit sich bringen. Die Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU gilt für alle Mitgliedstaaten und muss nun in nationales Recht umgesetzt werden.

23/03/2026 0 Kommentare
KMU-News

Automatisierung als Überlebensstrategie im Logistikmittelstand

von Philipp Rose 20/03/2026

Der Fachkräftemangel stellt den Logistikmittelstand zunehmend vor strukturelle Herausforderungen. Gerade in Nordrhein-Westfalen, einem der wichtigsten Logistikstandorte Europas, bleiben immer mehr Stellen im Lager- und Versandbereich unbesetzt. Körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten, hohe Fluktuation und ein wachsendes Interesse an digitalen Berufsbildern verschärfen die Situation. Für kleine und mittlere Unternehmen wird es damit zur zentralen Aufgabe, vorhandene personelle Ressourcen effizienter und zugleich schonender einzusetzen.

Viele mittelständische Betriebe reagieren mit gezielter Automatisierung ihrer Intralogistik. Im Fokus steht dabei nicht nur die Effizienzsteigerung, sondern vor allem die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Schwere und repetitive Tätigkeiten werden zunehmend durch technische Lösungen ersetzt, etwa durch automatisierte Palettenwechsler, fahrerlose Transportsysteme oder KI-gestützte Lagerverwaltung. Ziel ist es, Mitarbeitende zu entlasten, Fehlerquoten zu reduzieren und die Attraktivität der Arbeitsplätze zu erhöhen. Dabei zeigt sich: Automatisierung im Mittelstand erfolgt meist schrittweise. Statt groß angelegter Investitionsprojekte setzen viele Unternehmen auf modulare Lösungen, die sich schnell in bestehende Abläufe integrieren lassen und unmittelbar Wirkung entfalten. Gerade in personalintensiven Bereichen wird dies zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Für mittelständische Logistikunternehmen geht es längst nicht mehr nur um Effizienz, sondern um Existenzsicherung, wie die Westdeutsche Zeitung berichtet. Wer Lieferzusagen nicht einhalten kann, verliert im Umfeld von Just-in-time-Produktion und E-Commerce schnell den Anschluss. Die Kombination aus menschlicher Expertise und technologischer Unterstützung wird damit zum zentralen Hebel im Wettbewerb und gleichzeitig zum entscheidenden Faktor im Umgang mit dem Fachkräftemangel.

20/03/2026 0 Kommentare
KMU-NewsKonjunktur

Deutsche Mittelständler unter Druck aus mehreren Richtungen

von Lieselotte Hasselhoff 18/03/2026

Der Wirtschaftsreport 2026 der Plattform United Interim zeigt, dass der deutsche Mittelstand laut einer Befragung von 550 Interim Managern einige Problemstellen hat.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass insbesondere übermäßige Bürokratie das größte Problem darstellt: 82 Prozent der Befragten sehen darin das zentrale Hemmnis, während 76 Prozent vor allem langsame Genehmigungsverfahren kritisieren. Gleichzeitig berichten 71 Prozent von wachsendem Wettbewerbsdruck aus Asien, insbesondere aus China. Auch die Kostenbelastung ist hoch: Jeweils 58 Prozent nennen steigende Energiekosten und eine wirtschaftsunfreundliche Politik als Problem, 61 Prozent sehen steigende Lohnkosten als Wachstumsbremse. Viele der Probleme sind jedoch auch hausgemacht: 72 Prozent bescheinigen dem Mittelstand eine mangelnde Innovationskraft, während 90 Prozent eine Überalterung der Belegschaften feststellen. Fachkräftemangel (45 Prozent) und eine geringe Attraktivität für ausländische Arbeitskräfte (51 Prozent) verschärfen diese Entwicklung weiter. Auch geopolitische Unsicherheiten spielen eine Rolle: 56 Prozent der Befragten sehen hierin ein großes Risiko, etwa durch schwankende Zölle oder instabile Lieferketten. Die Experten fordern daher vor allem konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Gleichzeitig betonen die Interim Manager, dass Unternehmen selbst aktiv werden müssen, etwa durch stärkere Nutzung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie durch internationale Expansion, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

18/03/2026 0 Kommentare
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Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Holger Clemens Hinz
Leiter Kapitalmarktgeschäft

Thomas Kaufmann
Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

Klaus Soer
Leiter Institutionelles Research

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