Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand hat sich im August zum vierten Mal in Folge überraschend stark verbessert. Der KfW-ifo-Mittelstandsbarometer stieg um 4,5 Punkte auf minus 12,5 Zähler.
Hinter dem Aufwärtstrend stehen sowohl eine positivere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch deutlich optimistischere Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Besonders ausgeprägt fiel die Stimmungsverbesserung im Verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel aus. Dort legten Lagebeurteilungen und Zukunftserwartungen gleichermaßen zu. Auch die Exporterwartungen der Industrie stiegen deutlich – insbesondere bei kleineren und mittleren Industrieunternehmen zeichnet sich eine spürbare Erholung ab. Als ein wesentlicher Treiber gilt die weltweit wachsende Nachfrage nach digitalen Technologien. Hersteller von Datenverarbeitungstechnik sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen berichten von einer guten Auftragslage und steigenden Exportchancen. Nach Einschätzung der KfW hat sich die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr widerstandsfähiger entwickelt als zunächst erwartet. Unternehmen kamen mit den Folgen geopolitischer Spannungen und internationaler Handelskonflikte besser zurecht als befürchtet. Vor diesem Hintergrund hat die KfW ihre Konjunkturprognose angehoben: Für 2026 rechnen die Volkswirte nun mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent, für 2027 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent.
