Neue Freihandelsabkommen der EU mit Ländern wie Indien, Australien, Indonesien und den Mercosur-Staaten schaffen deutschen Mittelständlern bessere Möglichkeiten für Wachstum und Internationalisierung. Vor allem sinkende Zölle und erleichterter Marktzugang machen neue Standorte und Exporte attraktiver.
Das Handelsblatt liefert das Beispiel des Maschinenbauers Flottweg aus Bayern: Das Unternehmen baut im indischen Bundesstaat Goa seinen 13. Auslandsstandort auf, um den lokalen Markt zu bedienen und in Nachbarländer zu exportieren. Ausschlaggebend war unter anderem das neue EU-Indien-Abkommen. Hintergrund der Entwicklung sind unsichere Lieferketten, geopolitische Spannungen und Veränderungen in der US-Zollpolitik. Experten raten Unternehmen, frühzeitig neue Märkte zu erschließen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Gleichzeitig warnen Berater vor einer überhasteten Expansion: Erfolgreiche Internationalisierung erfordert gründliche Vorbereitung, lokale Partner sowie Kenntnisse zu Recht, Steuern und Geschäftskultur. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits – insbesondere das Interesse deutscher Unternehmen an lokaler Produktion in Indien nimmt deutlich zu.
