Kann eine moderne Industrienation allein mit Wind und Sonne betrieben werden? Jenseits der politischen Ambitionen stehen harte physikalische Fakten: Energiedichte und Schwankungen in der Verfügbarkeit haben direkte Auswirkungen auf die langfristige Stabilität unserer Wirtschaft. Teil 2 der dreiteiligen Artikelserie zu erneuerbaren Energieträgern.
Gastbeitrag von Dr. Lars Schernikau
Ein zentraler Faktor ist die Energiedichte. Diese beschreibt, wie viel Energie pro Fläche (Watt pro Quadratmeter) oder pro Gewicht (Watt pro kg) gewonnen werden kann. Wind und Sonne haben eine sehr geringe Energiedichte im Vergleich zu Kohle, Gas oder Kernkraft. Um dieselbe Menge Energie zu gewinnen, müssten Millionen von Quadratkilometern mit Anlagen bebaut werden, was einen enormen Rohstoff- und Energieaufwand für die Infrastruktur bedeutet.
