Die Einführung der E-Rechnungspflicht setzt den deutschen Mittelstand zunehmend unter Druck. Ab Januar 2027 müssen zunächst Betriebe mit einem Jahresumsatz von mehr als 800.000 Euro elektronische Rechnungen ausstellen, ab 2028 gilt die Pflicht dann für alle Unternehmen in Deutschland.
Hintergrund ist das Ziel, Prozesse effizienter und rechtssicher zu gestalten. Allerdings zeigt eine Umfrage aus April 2026, dass mehr als die Hälfte der KMU noch nicht vorbereitet ist – rund 28 Prozent haben sogar noch keinerlei Maßnahmen ergriffen. Wer die Umstellung nicht rechtzeitig schafft und weiterhin mit einfachen PDF-Rechnungen arbeitet, riskiert finanzielle Nachteile wie den Verlust des Vorsteuerabzugs. Gleichzeitig eröffnet die Digitalisierung Chancen: Durch den Einsatz standardisierter Formate sowie KI- und Cloud-Lösungen können Unternehmen ihre Buchhaltung automatisieren und effizienter gestalten. Experten warnen jedoch, dass die verbleibende Zeit knapp ist und Betriebe jetzt handeln sollten, um Sanktionen ab 2027 zu vermeiden.
