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Klassische Kredite reichen für KMU nicht mehr aus

von Lieselotte Hasselhoff

Der europäische Mittelstand, insbesondere in Deutschland, steht vor wachsenden Finanzierungsproblemen. Das zeigt ein am 28. April 2026 veröffentlichter Zukunftsreport der CONDA Capital Group, der auf Daten aus den Jahren 2023 und 2024 basiert.

Demnach reichen klassische Finanzierungsformen wie Bankkredite zunehmend nicht mehr aus, um den Kapitalbedarf kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu decken. Zwar halten rund 50 Prozent der Unternehmen Kredite weiterhin für relevant, tatsächlich nutzen sie jedoch nur etwa 14 Prozent – ein deutliches Zeichen für bestehende Zugangshürden. Insgesamt berichten 26 Prozent der KMU von erheblichen Finanzierungsproblemen, was vor allem auf steigende Energiepreise, wachsenden Investitionsdruck in Zukunftstechnologien wie KI sowie den Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Finanzierungsformen aus den sogenannten Private Markets an Bedeutung. Dazu zählen etwa Private Debt, Mezzanine-Kapital und Private Equity, die flexiblere Lösungen bieten und Finanzierungslücken schließen können. Eine wichtige Rolle spielen dabei digitale Plattformen, die neue Investorenkreise erschließen und den Zugang zu Kapital erleichtern. „Alternative Finanzierungsformen werden klassische Banken nicht ersetzen, aber eine immer wichtigere Ergänzung im Finanzierungsmix darstellen. Digitale Plattformen verbinden Unternehmen und Investoren effizienter, reduzieren Transaktionskosten und schaffen Zugang zu Kapital, der bisher oft verschlossen war. Entscheidend wird sein, diese Entwicklung mit regulatorischer Sicherheit und technologischem Fortschritt, wie etwa im Bereich digitaler Wertpapiere, zu verbinden“, kommentiert Dirk Littig, Co-CEO von Conda Capital Market, die Entwicklung.

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