Home PodcastMatthias Kromayer: „Ein IPO ist wie der Wechsel von der Erde auf den Mars: eine andere Welt!“

Matthias Kromayer: „Ein IPO ist wie der Wechsel von der Erde auf den Mars: eine andere Welt!“

von Lieselotte Hasselhoff
Matthias Kromayer, MIG Capital, im Podcast "Kapitalmarkt-Logbuch"

Venture-Capital-Investoren wollen ihre Beteiligungen irgendwann mit Gewinn verkaufen. Aber nur für ausgesuchte Unternehmen ist ein IPO sinnvoll. Wann er die richtige Wahl ist, welche Unterschiede es zwischen Börsengängen in den USA, Europa und Deutschland gibt und worauf es bei einem erfolgreichen IPO ankommt, erläutert diesmal Matthias Kromayer von MIG Capital. Er hat bereits fünf Unternehmen an die Börse begleitet und sagt: „In den USA geht es viel mehr um die emotionale Ebene.“

Diesmal sprechen die Hosts Holger Clemens Hinz, Leiter des Kapitalmarktgeschäfts der Quirin Privatbank AG, und Christian Maier von Rödl & Partner mit Matthias Kromayer, Vorstand und Managing Director bei MIG Capital, einer Venture Capital Gesellschaft aus München. Er sagt, die VC-Branche habe sich im Laufe der Jahre segmentiert. „Auf der einen Seite gibt es die Believer, die sagen, wir brauchen mehr IPOs, das ist der Weg, schon aufgrund des Chancen-Risikoprofils. Und es gibt die anderen, die sagen: ‚Vergiss es! Da gibst du dein Unternehmen in die Hölle und kannst nicht mehr mitagieren!‘ Und an beiden ist ein bisschen was dran.“

Würde er gefragt werden, ob ein IPO sinnvoll sei, würde sich Kromayer zur dritten Gruppe zählen: „Ich würde sagen, von Fall zu Fall. Man muss es nicht mal von den Kapitalmarktbedingungen abhängig machen, aber von der Art des Unternehmens.“ Grundvoraussetzung dafür, ein Unternehmen vom IPO als richtigen Weg zu überzeugen, sei, dass Management und Aufsicht die Mechanismen eines Börsengangs und einer Notierung verstehen lernten. „Die meisten Manager haben davon zunächst keine Ahnung“, weiß Kromayer aus der Erfahrung von fünf begleiteten Börsengängen, unter anderem von Biontech.

Im Podcast spricht Matthias Kromayer außerdem darüber, was es für ein erfolgreiches IPO braucht und wann es für ein Unternehmen nicht empfehlenswert ist, an die Börse zu streben. Außerdem schildert er anschaulich, wie sich Börsengänge in den USA von denen in Deutschland und Europa unterscheiden, wie unterschiedlich auch die Investorengruppen sind, welchen Irrtümern Börsenkandidaten erliegen und was bei der Investorenansprache in USA völlig anders läuft als in Deutschland.

Hier geht es zum Podcast „Kapitalmarkt Logbuch“ auf Spotify.

Die Hosts des Podcast „Kapitalmarkt Logbuch“ Folge 6

Holger Clemenz Hinz, Leiter Kapitalmarktgeschäft Quirin Privatbank AG

 

Dr. Christian Maier, Rechtsanwalt und Partner bei Rödl, Leiter des Bereichs Aktien- und Kapitalmarktrecht

 

Hier geht es zum Podcast bei Spotify

 

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