Home KMU-NewsNachfolgemonitor: Frauenanteil sinkt und Einzelübernahmen dominieren

Nachfolgemonitor: Frauenanteil sinkt und Einzelübernahmen dominieren

von Lieselotte Hasselhoff
Der Nachfolgemonitor 2026 belegt eine historische Talsohle bei Unternehmensübergaben in Deutschland: Die Zahl der erfassten Nachfolgen erreichte 2024 den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung.
 
Das mittlere Alter der Übergebenden liegt inzwischen bei 64 Jahren. Die nachrückenden Generationen sind zahlenmäßig deutlich kleiner als die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt das Übergabealter erreichen. Besonders auffällig ist der Rückgang beim Frauenanteil: 2025 sank er auf 18,9 Prozent und damit erstmals unter die 20-Prozent-Schwelle. 2017 hatte er noch bei 22,9 Prozent gelegen. Zugleich stemmen 81,2 Prozent der Übernehmenden die Transaktion allein, Team-Nachfolgen bleiben die Ausnahme. Die finanzielle Ausgangslage verschärft das Problem. Rund 77 Prozent des Finanzierungsbedarfs einer Nachfolge entfallen auf den Kaufpreis. Hinzu kommen nachgeholte Modernisierungsinvestitionen in Maschinenpark, IT und Digitalisierung, die das EBIT kurzfristig belasten, während das EBITDA stabil bleibt. Bei 52,9 Prozent der untersuchten Unternehmen stieg das EBITDA nach der Übernahme, gleichzeitig meldeten 54,1 Prozent einen EBIT-Rückgang. Positiv hält der Monitor fest, dass mehr als die Hälfte der Betriebe mit zuvor schwacher Bonität nach dem Eigentümerwechsel eine bessere Bonität aufweist.

You may also like

Hinterlassen Sie einen Kommentar