Viele deutsche mittelständische Unternehmen spüren die Folgen der aktuellen US-Politik deutlich. 52 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA berichten von negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft. Für 36 Prozent haben sich bislang keine Veränderungen ergeben, während nur rund sieben Prozent vom politischen Kurswechsel profitieren.
Viele Unternehmen reagieren auf die veränderten Rahmenbedingungen, indem sie ihr US-Geschäft reduzieren oder ganz aufgeben. Der Anteil der Mittelständler mit Geschäftsbeziehungen in die USA sank zwischen September 2019 und Januar 2026 deutlich von 18,7 auf 11,3 Prozent. Besonders stark ging der direkte Export zurück: Nur noch 5,8 Prozent der rund 3,9 Millionen deutschen Mittelstandsunternehmen hatten Anfang 2026 Kunden in den USA. 2019 waren es noch 7,1 Prozent, 2025 sogar 8,5 Prozent. Auch indirekte Handelsbeziehungen nehmen ab. Nur noch 3,0 Prozent der Unternehmen belieferten Kunden in Deutschland oder anderen EU-Ländern, die wiederum in die USA exportieren. 2019 lag dieser Wert noch bei 7,4 Prozent, 2025 bei 5,1 Prozent. „Die Zollpolitik der US-Regierung belastet den deutschen Mittelstand. Die Unternehmen sind außerdem sehr verunsichert über die künftige Entwicklung der US-Politik. Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben“, sagte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
