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Kapitalmarkt Blog
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KMU-News

Nachhaltigkeit beeinflusst Kreditbedingungen im Mittelstand

von Philipp Rose 16/01/2026

ESG-Aspekte spielen in Kreditverhandlungen des Mittelstands bislang nur eine untergeordnete Rolle, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Zwar wird das Thema weiterhin nur bei rund jedem siebten Kreditgespräch kleiner und mittlerer Unternehmen angesprochen, doch insbesondere größere KMU sowie Unternehmen aus Industrie, Bau und Handel rücken stärker in den Fokus der Banken. Hintergrund sind steigende Anforderungen an Transparenz und Risikobewertung im Zuge der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft.

Während Nachhaltigkeit bei sehr kleinen Unternehmen nur selten Teil von Kreditverhandlungen ist, zeigt sich bei größeren KMU ein klarer Trend: In Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten wurde das Thema zuletzt in mehr als jedem dritten Kreditgespräch adressiert. Auch in Branchen mit höherer Klimarelevanz nahm die Häufigkeit entsprechender Nachfragen deutlich zu. Banken verlangen dort zunehmend Informationen zu Nachhaltigkeitsprofilen und ESG-Aspekten.

Zugleich beeinflussen Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend die Kreditbedingungen. Banken berichten, dass klimabedingte Risiken restriktiv auf die Kreditvergabe an Unternehmen mit hohen Emissionen wirken, während nachhaltiger aufgestellte Betriebe eher von günstigeren Konditionen profitieren. Auch wenn mögliche Vereinfachungen der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung den bürokratischen Aufwand senken sollen, bleibt der Informationsbedarf der Banken bestehen und somit relevant für die Unternehmensfinanzierung. Darauf weisen aktuelle Auswertungen des KfW-Mittelstandspanels hin. Für KMU wird es damit wichtiger, sich systematisch mit dem eigenen Nachhaltigkeitsprofil auseinanderzusetzen und relevante Daten bereitzuhalten, auch ohne formale Berichtspflicht.

16/01/2026 0 Kommentare
Restrukturierung nach StaRUG: Vorrang vor Insolvenzverfahren
Gastbeiträge

StaRUG 2025: Ein Update zur präventiven Restrukturierung in Deutschland

von Lieselotte Hasselhoff 15/01/2026

Mit der Einführung am 1. Januar 2021 hat das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) die deutsche Restrukturierungslandschaft verändert. Heute wird das StaRUG akzeptiert, aber nicht ohne Kritik und Reformforderungen. Welche Änderungen derzeit diskutiert werden.

Ein Gastbeitrag von Dr. Fabian Meißner, LL.M.

Im Jahr 2025 veröffentlichte das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) den Entwurf des neuen Standards IDW ES 16, der die Pflichten zur Krisenfrüherkennung nach § 1 StaRUG konkretisiert.

Dieser Beitrag befasst sich mit der praktischen Anwendung und den aktuellen Neuerungen, die laut StaRUG und IDW ES 16 in Zukunft bewältigt werden müssen.

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15/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

Große Welle neuer KMU-Anleihen erwartet

von Lieselotte Hasselhoff 14/01/2026

Durch eine Änderung im Standortförderungsgesetz werden Anleiheemissionen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland deutlich erleichtert.

Der Bundestag hat den entsprechenden Gesetzentwurf am 19. Dezember 2025 beschlossen, die Zustimmung des Bundesrats wird für Ende Januar 2026 erwartet. Kern der Reform ist die Streichung von § 6 des Wertpapierprospektgesetzes, der für prospektfreie Wertpapieremissionen sogenannte Einzelanlagen durch nicht qualifizierte Anleger regelt und Obergrenzen für diese Investments festlegt. Je nach Höhe des Investments mussten Anleger sogar Auskunft über ihre Einkommenssituation geben, bevor sie investieren durften.  Diese Anlageschwellen sollen ebenso entfallen wie die verpflichtende Vermittlung über Wertpapierdienstleister und -vermittler. Durch die Streichung von § 6 WpPG erreichen prospektfreie Wertpapierangebote künftig ein breiteres Publikum, dass auch alle Privatanleger mit kleinerem Budget einschließt. Zusammen mit der Erhöhung des Schwellenwerts für prospektfreie Emissionen von bislang acht auf nun unter zwölf Millionen Euro durch den EU Listing Act werden kleinere Wertpapieremissionen für KMU deutlich attraktiver. Anstelle eines hundertseitigen Wertpapierprospekts genügt für diese Emissionen ein dreiseitiges Informationsblatt, dass über Chancen und Risiken aufklärt. Laut Ingo Wegerich, Präsident des Interessenverbands Kapitalmarkt KMU, dürfte die Deregulierung eine große Welle neuer KMU-Anleihen auslösen, da Unternehmen künftig schneller, kostengünstiger und mit geringerem bürokratischem Aufwand Kapital am Markt aufnehmen können.

14/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

Steuerbonus macht Digitalisierung deutlich günstiger

von Lieselotte Hasselhoff 12/01/2026

Deutsche mittelständische Unternehmen können 2026 Investitionen in IT, Software und digitale Infrastruktur nahezu vollständig steuerlich absetzen.

Möglich wird dies durch die Kombination aus Investitionsabzugsbetrag und erhöhter Sonderabschreibung, die bereits mit der Steuererklärung 2025 vorbereitet werden kann. Grundlage sind das seit Jahresbeginn geltende Steuerfortentwicklungsgesetz sowie bestehende Abschreibungsregeln, die den digitalen Umbau in Deutschland gezielt fördern sollen. Unternehmen können bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten vorab steuermindernd geltend machen und nach der Investition weitere 40 Prozent als Sonderabschreibung nutzen, sodass digitale Wirtschaftsgüter wie Hardware, Server oder Software oft innerhalb kurzer Zeit vollständig abgeschrieben werden können. Steuerexperten sehen vor allem im ersten Quartal 2026 ein begrenztes Zeitfenster für umfangreiche Digitalisierungsprojekte, gleichzeitig sind jedoch strenge Gewinn-, Nutzungs- und Fristvorgaben einzuhalten.

12/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

IPO-Jahr 2026: Börsengänge mit Signalwirkung

von Philipp Rose 09/01/2026

Nach Jahren der Zurückhaltung könnte das Börsenjahr 2026 zu einem Wendepunkt für den internationalen IPO-Markt werden. In den USA rechnen Marktbeobachter mit einem außergewöhnlich starken Jahr – getragen von einem Nachholeffekt nach dem Regierungsshutdown und einer wachsenden Zahl reifer Börsenkandidaten. Bereits 2025 hatte der Markt wieder an Dynamik gewonnen, 2026 könnten Volumen und Zahl der Börsengänge neue Rekorde erreichen.

Im Mittelpunkt der Erwartungen stehen große Technologieunternehmen. Besonders SpaceX gilt als möglicher Eisbrecher: Der Raumfahrtkonzern könnte mit einem Börsengang nicht nur der größte des Jahres werden, sondern sogar historische Maßstäbe setzen. Als zentraler Wachstumstreiber gilt das Satellitennetz Starlink, während offen bleibt, ob das gesamte Unternehmen oder nur einzelne Sparten an die Börse gebracht werden. Auch im Bereich Künstliche Intelligenz richten sich die Blicke auf potenzielle IPOs. Während OpenAI einen Börsengang noch aufschiebt, könnte Konkurrent Anthropic früher den Schritt wagen und damit ein wichtiges Signal für den gesamten Sektor senden.

Wie das Handelsblatt berichtet, rücken neben Zukunftsthemen auch etablierte Unternehmen in den Fokus. In den USA werden mit Fannie Mae und Freddie Mac zwei Schwergewichte der Immobilienfinanzierung als mögliche Kandidaten gehandelt. In Deutschland und Europa setzt der IPO-Markt auf ein Comeback in kleineren Dimensionen. Etwa mit Unternehmen wie TK Elevators, KNDS oder Celonis. Unterstützt wird die Entwicklung durch wachsenden Verkaufsdruck bei Finanzinvestoren, die nach Jahren der Flaute wieder Rückflüsse erzielen wollen. Entscheidend dürfte dabei sein, ob frühe Börsengänge Vertrauen schaffen und weitere Emissionen nach sich ziehen.

09/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

DIHK warnt vor Abwanderung von deutschen Unternehmen

von Lieselotte Hasselhoff 07/01/2026

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt vor einer zunehmenden Abwanderung deutscher Unternehmen ins Ausland und sieht deutliche Anzeichen einer De-Industrialisierung.

Mittelständische Betriebe verlagern, laut DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov, ihre Produktion oder schließen ganz. Seit 2019 seien bereits rund 400.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen, allein 2025 habe es mehr als 1.600 Insolvenzen in der Industrie gegeben, so viele wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Ursache seien vor allem hohe Arbeits- und Energiekosten, steigende Unternehmenssteuern und eine weiterhin große Bürokratielast. Sollte die Politik nicht entschieden gegensteuern, drohten erhebliche Verluste bei Wertschöpfung und Beschäftigung. Vor dem Hintergrund schwacher Konjunkturaussichten rechnet die DIHK für 2026 lediglich mit einem Wachstum von 0,7 Prozent. Eine aktuelle Umfrage unter rund 23.000 Unternehmen zeigt zudem eine pessimistische Stimmung: Nur 15 Prozent erwarten eine bessere Lage, viele planen Investitionskürzungen und Stellenabbau. Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank allein reichten laut DIHK nicht aus, um einen Aufschwung auszulösen.

07/01/2026 0 Kommentare
Kommunikation nach dem IPO
FinanzierungGastbeiträgeMittelstand

IPO geschafft, Kommunikationsziel verfehlt?

von Lieselotte Hasselhoff 07/01/2026

Mehr Sichtbarkeit dank IPO: Warum erfolgreiche Kapitalmarktkommunikation nach dem Börsengang mehr ist als ein Pflichtprogramm.

Fragt man Unternehmen nach ihren Zielen für einen Börsengang, werden häufig zwei Aspekte genannt: eine höhere Sichtbarkeit des Unternehmens in der Öffentlichkeit und ein nachhaltiger Reputationsgewinn. Der Kapitalmarkt bietet nicht nur die Möglichkeit, sich neuen Zielgruppen, nämlich den Investoren, vorzustellen. Er sorgt auch dafür, dass Unternehmen verstärkt wahrgenommen werden. Wenn Public Relations (PR) und Investor Relations (IR) Hand in Hand gehen und ihre Möglichkeiten nutzen, erhöht sich die allgemeine Aufmerksamkeit für das Unternehmen signifikant. Das gilt besonders für diejenigen, die es in die Indizes wie SDAX, MDAX, TECDAX und vor allem den DAX schaffen.

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07/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

Forschungszulage soll für Innovationen im Mittelstand sorgen

von Lieselotte Hasselhoff 05/01/2026

Ab dem 1. Januar 2026 profitieren deutsche Unternehmen, insbesondere der Mittelstand, von einer deutlich ausgeweiteten Forschungszulage.

Mit der Reform erhöht die Bundesregierung die maximale Bemessungsgrundlage für förderfähige Forschungs- und Entwicklungsausgaben von bisher zehn auf zwölf Millionen Euro pro Jahr. Dadurch können Unternehmen künftig Steuergutschriften von bis zu 4,2 Millionen Euro jährlich erhalten. Ziel der Maßnahme ist es, Innovationen zu fördern, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken und die Liquidität forschender Unternehmen zu verbessern. Die Förderung gilt bundesweit und richtet sich an steuerpflichtige Unternehmen aller Branchen, die eigene oder beauftragte Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen. Zusätzlich sorgen vereinfachte Regelungen, eine Gemeinkostenpauschale sowie verbesserte Bedingungen für Auftragsforschung für einen spürbaren Bürokratieabbau und einen milliardenschweren Innovationsschub für den Mittelstand.

05/01/2026 0 Kommentare
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Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Holger Clemens Hinz
Leiter Kapitalmarktgeschäft

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Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

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