Der Wirtschaftsreport 2026 der Plattform United Interim zeigt, dass der deutsche Mittelstand laut einer Befragung von 550 Interim Managern einige Problemstellen hat.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass insbesondere übermäßige Bürokratie das größte Problem darstellt: 82 Prozent der Befragten sehen darin das zentrale Hemmnis, während 76 Prozent vor allem langsame Genehmigungsverfahren kritisieren. Gleichzeitig berichten 71 Prozent von wachsendem Wettbewerbsdruck aus Asien, insbesondere aus China. Auch die Kostenbelastung ist hoch: Jeweils 58 Prozent nennen steigende Energiekosten und eine wirtschaftsunfreundliche Politik als Problem, 61 Prozent sehen steigende Lohnkosten als Wachstumsbremse. Viele der Probleme sind jedoch auch hausgemacht: 72 Prozent bescheinigen dem Mittelstand eine mangelnde Innovationskraft, während 90 Prozent eine Überalterung der Belegschaften feststellen. Fachkräftemangel (45 Prozent) und eine geringe Attraktivität für ausländische Arbeitskräfte (51 Prozent) verschärfen diese Entwicklung weiter. Auch geopolitische Unsicherheiten spielen eine Rolle: 56 Prozent der Befragten sehen hierin ein großes Risiko, etwa durch schwankende Zölle oder instabile Lieferketten. Die Experten fordern daher vor allem konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Gleichzeitig betonen die Interim Manager, dass Unternehmen selbst aktiv werden müssen, etwa durch stärkere Nutzung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie durch internationale Expansion, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
