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Bürokratie bremst Digitalisierung im Mittelstand

von Lieselotte Hasselhoff

Der deutsche Mittelstand investiert stärker in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Zugleich wird Bürokratie erstmals zur größten Hürde: 55 Prozent der befragten Unternehmen nennen sie als zentrales Hemmnis, noch vor den Kosten mit 52 Prozent.

Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag von IONOS unter rund 4.000 Entscheidern aus kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden in fünf europäischen Ländern, darunter etwa 1.000 in Deutschland. Demnach verfügen inzwischen 60 Prozent der deutschen KMU über eine eigene Website, acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 62 Prozent nutzen eine Geschäfts-E-Mail mit eigener Domain. Der Einsatz von KI ist auf 44 Prozent gestiegen, ein Plus von zwölf Prozentpunkten. Bei den Investitionsprioritäten stehen IT-Sicherheit und Datenschutz mit 38 Prozent an erster Stelle. Online-Sichtbarkeit und KI folgen mit jeweils 35 Prozent. Für 31 Prozent der Befragten macht KI bereits mehr als zehn Prozent des Digitalbudgets aus. Die Entwicklung zeigt, dass Digitalisierung im Mittelstand breiter verankert ist, aber operative Belastungen den Fortschritt bremsen. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Website-Nutzung im Mittelfeld; Großbritannien kommt auf 81 Prozent.

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