Kleine und mittlere Einzelhandelsunternehmen fordern in Deutschland mehr Rechtssicherheit und Flexibilität bei verkaufsoffenen Sonntagen.
Der stationäre Handel verlangt, den bislang geltenden Anlass-Bezug zu lockern oder abzuschaffen, der Sonntagsöffnungen an besondere Veranstaltungen wie etwa Stadtfeste oder Messen koppelt. Ziel ist es, im Wettbewerb mit dem wachsenden Online-Handel bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Unterstützt werden die Forderungen vom Handelsverband Deutschland, während Gewerkschaften und Kirchen am verfassungsrechtlich geschützten Sonntagsschutz festhalten und Nachteile für Beschäftigte befürchten. Die Debatte wird bundesweit geführt und erhält zusätzliche Brisanz durch eine Verfassungsklage in Bayern gegen neue Ladenöffnungsgesetze zu personallosen Kleinstsupermärkten, deren Ausgang Signalwirkung für die weitere Regulierung haben könnte.
