Der deutsche Mittelstand zeigt sich im September 2026 konjunkturell stabil, aber unter Druck: Der Umsatz liegt laut DATEV Mittelstandsindex saison- und kalenderbereinigt nur 1,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, während die Löhne um 5,5 Prozent zulegen und die Beschäftigung leicht zurückgeht.
Der Umsatzindex erreicht im September 96,9 Punkte und liegt damit 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Im nominalen Vergleich beträgt der Zuwachs lediglich 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat sinkt der Index um 1,0 Prozent. Die Entwicklung fällt je nach Unternehmensgröße sehr unterschiedlich aus: Mittlere Unternehmen verbuchen ein Plus von 3,2 Prozent, kleine Unternehmen von 2,1 Prozent. Kleinstunternehmen hingegen verzeichnen ein Minus von 4,6 Prozent. Auf Branchenebene gehen die Umsätze in allen betrachteten Sektoren zurück; das Gastgewerbe hält mit minus 3,1 Prozent noch den geringsten Rückgang. Der Lohnindex steigt auf 127,6 Punkte, ein Zuwachs von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das eine anhaltend hohe Kostendynamik, die das schwache Umsatzwachstum strukturell belastet. DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr ordnet ein, das saison- und kalenderbereinigte Plus von 1,0 Prozent beim Umsatz bleibe „angesichts der weiter steigenden Löhne ein schwaches Signal“. Der Beschäftigungsindex liegt bei minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe verzeichnen mit jeweils minus 1,1 Prozent die stärksten Beschäftigungsrückgänge.
