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Kapitalmarkt Blog
Finanzierungsmonitor Kapitalmarkt H1 2025
Finanzierung

Finanzierungsmonitor 1. Halbjahr 2025: KMU bleiben aktivste Gruppe am deutschen Kapitalmarkt

von Lieselotte Hasselhoff 24/11/2025

Im ersten Halbjahr 2025 fanden kaum Aktienplatzierungen in Deutschland statt, vor allem große Unternehmen hielten sich mit Kapitalerhöhungen zurück.  KMUs wussten den Kapitalmarkt zur Finanzierung dennoch zu nutzen. Das geht aus dem Finanzierungsmonitor Kapitalmarkt der Quirin Privatbank für das erste Halbjahr 2025 hervor.

von Carsten Peter

Das Marktumfeld für Kapitalerhöhungen blieb auch im ersten Halbjahr 2025 herausfordernd. Makroökonomische und geopolitische Themen sorgten weiterhin für Unsicherheit und erhöhte Volatilität an den Märkten.  Das erschwerte die Kapitalaufnahmen am Sekundär- und auch am Primärmarkt. Doch insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nutzten den Kapitalmarkt zur Eigenkapitalaufnahme – allen Widrigkeiten zum Trotz. Das geht aus der aktuellen Studie „Deutschland im Fokus – Finanzierungsmonitor Kapitalmarkt 2025“ der Quirin Privatbank für das erste Halbjahr hervor. Es ist bereits die vierte Ausgabe der Kapitalmarktstudie.

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24/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

EU entlastet Mittelstand bei Meldepflichten nach Cyberangriffen

von Lieselotte Hasselhoff 21/11/2025

Durch daas „Digital Omnibus”-Paket der EU-Kommission soll der Meldewahnsinn bei Cyberangriffen aufhören, unter dem besonders der Mittelstand mit seinen begrenzten Ressourcen leidet. Die Vereinfachung kommt zur rechten Zeit, da derzeit insbesondere Hackerattacken auf KMU zunehmen. 

Der Abbau von Bürokratie und überbordender Regelwut kommt langsam voran, vor allem im Bereich IT-Sicherheit. Gleich drei Reformen hat die Politik auf den Weg gebracht. Die Europäische Kommission hat ihren Digital-Omnibus-Vorschlag vorgelegt. Außerdem wurde die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA mit erweiterten Befugnissen ausgestattet und der Bundestag verabschiedete das NIS2-Umsetzungsgesetz, das einen großen Teil des Mittstands erstmals unter die Aufsicht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt, wie Ad hoc-News berichtet.

Der Vorschlag der EU-Kommission will vor allem die Meldepflichten der Unternehmen bei Cyberangriffen eindämmen. Bislang müssen betroffene Unternehmen drei unterschiedliche Meldeverfahren bedienen, konkret nach NIS2 (2. Netzwerk- und Informationssicherheitsrichtlinie), der Datschschutzverordnung DSGVO und nach branchenspezifischen Regeln, beispielsweise DORA für den Finanzsektor. Und für jedes Meldeverfahren gelten dabei unterschiedlichen Fristen, Formulare und Berichtswege. Das Digital Omnibus-Paket sieht nun künftig nur einen zentralen Meldekanal vor. Anschließend soll ENISA die eingegangenen Meldungen automatisch auf die anderen Meldewege verteilen. 

Die bürokratischen Erleichterungen kommen gerade rechtzeitig vor  dem NIS2-Gesetz der Bundesregierung, das Anfang 2026 ohne Übergangsfrist gelten soll und den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen deutlich erweitert. Gleichzeitig nimmt NIS2 Unternehmensgeschäftsführer unter Androhung von Bußgeldern in die Pflicht, Vorkehrungen gegen Cyberangriffe zu treffen, vor allem, wenn sie in den Branchen Energie, Transport und digitale Infrastruktur tätig sind. So müssen zwar immer mehr Unternehmen Hackerattacken melden, dafür werden die Meldeverfahren deutlich vereinfacht und vereinheitlicht. 

21/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Löhne steigen im Mittelstand schneller als Chefgehälter

von Lieselotte Hasselhoff 19/11/2025

Eine neue Auswertung des Datev-Mittelstandsindex zeigt, dass seit 2022 die Löhne im deutschen Mittelstand deutlich schneller gestiegen sind als die Gehälter der Geschäftsführer.

Untersucht wurden anonymisierte Abrechnungsdaten von über acht Millionen Beschäftigten aus dem Zeitraum 2002 bis Ende September 2025. Demnach erhöhten sich die Bruttostundenlöhne insgesamt um 21 Prozent, während die Einkommen der Geschäftsführer nur um zwölf Prozent zulegten. Besonders stark fiel der Anstieg in mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern aus, auch wegen des kräftigen Mindestlohnplus von 9,82 Euro Anfang 2022 auf 12,82 Euro im Jahr 2025. Gründe für die schwächere Entwicklung der Chefgehälter sind laut Datev unter anderem die wirtschaftlich schwierigen Jahre, geringere Erfolgsprämien sowie der Fachkräftemangel, der die Löhne in vielen Bereichen zusätzlich anhebt. „Der Zuwachs in den unteren Lohngruppen war am höchsten. Die Gehälter der unternehmerisch Verantwortlichen – der Geschäftsführer – bleiben hinter der allgemeinen Lohnentwicklung zurück“, sagte Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft. Rechnet man die gestiegenen Lebenshaltungskosten ein, zeigt sich ein deutliches Bild: Während Beschäftigte real rund fünf Prozent mehr verdienen, bleibt Geschäftsführern heute weniger übrig als vor 2022.

19/11/2025 0 Kommentare
Comfort Letter sind eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme beim IPO
FinanzierungGastbeiträgeMittelstand

Comfort Letter als Instrument der Vertrauensbildung im Wirtschaftsverkehr

von Lieselotte Hasselhoff 18/11/2025

Ohne Comfort Letter ist eine Kapitalmarkttransaktion meist nicht möglich. Dieses Schreiben des Wirtschaftsprüfers gilt als wichtigster Bestandteil der Due Diligence und ist inzwischen für Emissionsbanken international unverzichtbar geworden. Doch nicht immer darf der Abschlussprüfer einen Comfort Letter erstellen, was die gesamte Kapitalmarkttransaktion gefährdet. Aber es gibt eine Lösung.

Die Finanzierung über die Kapitalmärkte erfordert in der Regel die Erstellung eines Wertpapierprospekts, der sämtliche für die Anlageentscheidung relevanten Informationen über den Emittenten sowie die angebotenen Wertpapiere enthält. In Deutschland setzt ein öffentliches Angebot von Wertpapieren oder deren Zulassung zum Handel an einem regulierten Markt einen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Wertpapierprospekt voraus. Selbst bei nicht registrierungspflichtigen Privatplatzierungen an institutionelle Investoren wird üblicherweise ein dem Prospekt vergleichbares Angebotsdokument erstellt, das als Offering Memorandum oder Offering Circular bezeichnet wird.

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18/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Neue Chance für die Unternehmensnachfolge im Mittelstand

von Lieselotte Hasselhoff 17/11/2025

Jedes Jahr gelten rund 140.000 KMU als übergabereif, doch nur ein Bruchteil findet tatsächlich einen geeigneten Nachfolger. Immer mehr mittelständische Unternehmen in Deutschland erkennen, dass neue Modelle der Unternehmensnachfolge nicht nur eine organisatorische Notwendigkeit, sondern eine strategische Chance darstellen. Und es gibt finanzkräftige Unterstützung für künftige Chefs.

Eine moderne Lösung bieten Search Funds, ein in den USA seit den 1980er-Jahren bewährtes Modell, das sich laut einer 2024 veröffentlichten Stanford-Studie als äußerst erfolgreich erwiesen hat. Dabei finanzieren private Investoren die ein- bis zweijährige Suche junger, unternehmerisch ambitionierter Führungskräfte nach einem passenden Mittelstandsunternehmen. Nach einer Übernahme führen diese das Unternehmen langfristig weiter, unterstützt von erfahrenen Kapitalgebern und deren Netzwerken. Die Erfolgsquote ist hoch: Rund 85 Prozent der US-Übernahmen entwickelten sich positiv, bei gut zehn Prozent wurde sogar eine Verzehnfachung des eingesetzten Kapitals erreicht. In Europa, besonders in Spanien und Frankreich, hat sich das Modell bereits stärker etabliert als in Deutschland, wo bislang nur zehn Search-Fund-Nachfolgen realisiert wurden. 

17/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Bürokratie und Unsicherheit bremsen Mittelstand

von Philipp Rose 14/11/2025

Die wirtschaftliche Stimmung im Mittelstand bleibt angespannt. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet ihre aktuelle Lage nur als befriedigend, mehr als jeder Fünfte sieht diese bereits als schlecht. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland – insbesondere wegen ausufernder Regulierung, hoher Standortkosten und fehlender Planungssicherheit.

Umsätze und Erträge stagnieren oder gehen zurück, Investitionen werden verschoben und nur vereinzelt ausgeweitet. Zwar zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil, doch die Investitionsbereitschaft bleibt verhalten. Als größte Wachstumsbremsen gelten Nachfrageunsicherheit, Bürokratie und Fachkräftemangel. Viele Betriebe fühlen sich zudem durch zusätzliche Berichtspflichten spürbar belastet.
Wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des MITTELSTANDSVERBUNDES hervorgeht, fordern mittelständische Unternehmen daher vor allem einen konsequenten Abbau bürokratischer Hürden sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

14/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Mittelstand beklagt Wettbewerbsnachteile bei CO₂-Bepreisung

von Lieselotte Hasselhoff 12/11/2025

Die europaweite Einführung des CO₂-Preises für Gebäude und Verkehr wird um ein Jahr auf 2028 verschoben. Dieser Beschluss der EU-Umweltminister schadet vor allem dem industriellen Mittelstand in Deutschland.

Unternehmen, die bereits seit Jahren den nationalen CO₂-Preis zahlen, hatten gehofft, dass mit dem Emissionshandelssystem 2 der EU, kurz ETS 2, bald gleiche Wettbewerbsbedingungen in der gesamten EU geschaffen würden. Deutschland war im CO₂-Emissionshandel Vorreiter und hat ihn deutlich vor der EU eingeführt. Eigentlich sollten mit ETS 2 Mittelständler weiterer Branchen in den EU-Nachbarstaaten einbezogen werden. Nun müssen deutsche Unternehmen weiterhin höhere Kosten tragen als viele ihrer europäischen Konkurrenten. Politiker wie Andreas Lenz (CDU) warnen vor einem anhaltenden Wettbewerbsnachteil und fordern Entlastungen oder eine Rücknahme des nationalen CO₂-Preises, bis das ETS 2 tatsächlich umgesetzt wird. Zwar gibt es Kompensationszahlungen, doch diese decken laut betroffenen Unternehmen nur einen Bruchteil der tatsächlichen Belastungen ab. Fachleute befürchten laut Handelsblatt, dass der Mittelstand dadurch weiter unter Druck gerät und notwendige Transformationsprojekte kaum umsetzen kann. Ob das ETS 2 wirklich 2028 startet, bleibt zudem offen – viele Unternehmen sehen sich bis dahin mit ungleichen Wettbewerbsbedingungen in Europa konfrontiert. Zumindest in Teilaspekten ist der deutsche CO₂-Emissionshandel auch ein Vorteil, wie kürzlich berichtet.  

12/11/2025 0 Kommentare
Krisenfest gründen: Was Start-ups aus der Restrukturierung lernen können
Gastbeiträge

Krisenfest gründen: Was Start-ups aus der Restrukturierung lernen können

von Lieselotte Hasselhoff 11/11/2025

Die deutsche Start-up-Landschaft hat sich rasant entwickelt, insbesondere Berlin gilt als Hotspot für Innovationen. Rund 20  Prozent aller deutschen Start-ups sind hier ansässig. Die hohe Gründerdichte, vielfältige Geschäftsmodelle und die Nähe zu internationalen Investoren machen die Hauptstadt zu einem attraktiven Umfeld für junge Wachstumsunternehmen.

Ein Gastbeitrag von Dr. Fabian Meißner, LL.M.

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11/11/2025 0 Kommentare
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Über uns

Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Holger Clemens Hinz
Leiter Kapitalmarktgeschäft

Thomas Kaufmann
Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

Daniel Kukalj
Leiter Institutionelles Research

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