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DATEV Mittelstandsindex: Umsatzschwäche im Mittelstand hält an

von Lieselotte Hasselhoff

Der DATEV Mittelstandsindex zeigt für Mai 2026 einen erneuten Umsatzrückgang im deutschen Mittelstand. Saison- und kalenderbereinigt fiel der Umsatzindex auf 96,5 Punkte – ein Minus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Die Entwicklung setzt eine seit nunmehr drei Jahren anhaltende Umsatzschwäche im Mittelstand fort. Besonders hart trifft es den Handel, der im Jahresvergleich um 6,5 Prozent einbricht. Das Baugewerbe liegt mit minus 5,8 Prozent ebenfalls deutlich im Minus. Einzig das Gastgewerbe verzeichnet ein Plus von 2,0 Prozent. „Insgesamt zeigt sich, wie ungleich die Belastungen wirken und wie stark viele Branchen weiterhin mit strukturellem und konjunkturellem Gegenwind zu kämpfen haben“, kommentiert DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr die Zahlen. Nach Unternehmensgrößen zeigt sich ein klares Gefälle: Kleinstunternehmen verbuchen den stärksten Umsatzrückgang mit minus 5,0 Prozent, mittlere Unternehmen halten sich mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent vergleichsweise stabil. Auf der Kostenseite steigen die Löhne im Mittelstand weiter, zuletzt um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei gleichzeitig nahezu stagnierender Beschäftigung (minus 0,1 Prozent). Für mittelständische Unternehmen bedeutet das eine anhaltende Scherenbewegung: stagnierende oder sinkende Erlöse bei weiter steigenden Personalkosten. Der Befund verweist auf strukturellen und konjunkturellen Gegenwind, der branchenübergreifend wirkt und insbesondere kleinere Betriebe unter Druck setzt.

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