Home KMU-NewsWarum immer mehr Familienunternehmen einen Beirat gründen

Warum immer mehr Familienunternehmen einen Beirat gründen

von Lieselotte Hasselhoff

Immer mehr inhabergeführte Mittelständler setzen auf Beiräte, um strategische Entscheidungen abzusichern und den Generationswechsel vorzubereiten. Laut einer Studie der Personalberatung Kienbaum stieg der Anteil von Unternehmen mit Beirat oder Aufsichtsrat von 55 Prozent im Jahr 2013 auf 63 Prozent im Jahr 2022.

Experten wie der Familienunternehmensberater Alexander Koeberle-Schmid sehen darin großes Potenzial – vorausgesetzt, das Gremium wird professionell besetzt. Statt auf langjährige Vertraute oder ehemalige Führungskräfte zu setzen, sollten Unternehmen unabhängige Persönlichkeiten mit Fachwissen und Erfahrung auswählen. Besonders bei Themen wie Digitalisierung, Vertrieb oder Nachfolge könne ein kompetenter Beirat wichtige Impulse liefern. Ein Beirat empfiehlt sich laut Koeberle-Schmid bereits ab etwa 100 Mitarbeitern oder 15 Millionen Euro Jahresumsatz. Spätestens bei der Übergabe der Geschäftsführung an externe Manager sollte ein Kontroll- und Beratungsgremium eingerichtet werden. Entscheidend sei zudem, die Aufgaben des Beirats klar zu definieren – von der Beratung bis hin zu eigenen Entscheidungsbefugnissen. Als Herausforderungen gelten vor allem Konflikte innerhalb von Unternehmerfamilien sowie der zusätzliche organisatorische Aufwand. Experten raten daher, die Einführung eines Beirats frühzeitig und ohne Zeitdruck zu planen. Richtig aufgebaut könne das Gremium innerhalb weniger Jahre zu einem echten Erfolgsfaktor für den Mittelstand werden.

You may also like

Hinterlassen Sie einen Kommentar