Im deutschen Mittelstand sind Frauen in Führungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Förderbank KfW, die zum Weltfrauentag 2026 veröffentlicht wurde.
Demnach waren 2025 rund 34,3 Prozent aller Führungspositionen in kleinen und mittleren Unternehmen mit Frauen besetzt, weniger als in den Jahren zuvor. Gleichzeitig lag der Anteil von Frauen an der Spitze der Unternehmen bei etwa 16 Prozent, was rund 621.000 von insgesamt 3,87 Millionen Mittelstandsunternehmen entspricht. Frauen führen dabei besonders häufig Firmen im Dienstleistungssektor, etwa im Gastgewerbe, im Einzelhandel oder in körpernahen Dienstleistungen. Auffällig ist zudem, dass 84 Prozent der von Frauen geführten Betriebe Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten sind, während nur ein sehr kleiner Teil größere Firmen leitet. „Ein wesentlicher Hebel, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, liegt in der weiteren Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Frauen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren schon einiges getan, so dass ich davon ausgehe, dass die Frauenquote in mittelständischen Führungspositionen sukzessive steigen wird“, so Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. Die Studie zeigt damit, dass die Geschlechterunterschiede im Mittelstand weiterhin groß sind, obwohl frauengeführte Unternehmen Millionen Menschen beschäftigen und einen wichtigen wirtschaftlichen Beitrag leisten.
