IHK-Präsident Uwe Goebel betonte, bei einer Veranstaltung in Osnabrück, ein bevorstehendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts könnte zur Verschärfung der Steuer führen, was insbesondere Mittelständler belasten würde. Betriebsvermögen in Form von Maschinen, Gebäuden oder Lizenzen sei nicht unmittelbar liquidierbar, so dass schnellere Steuerpflicht könnte die Nachfolge in Familienunternehmen erheblich erschweren und somit Arbeitsplätze in Gefahr bringen könnte.
Ilona Grönniger, stellvertretende Vorsitzende des IHK-Fachausschusses Recht, Finanzen und Steuern, kritisierte die hohen bürokratischen Hürden und die Komplexität des derzeitigen Rechtssystems, insbesondere bei der Unternehmensbewertung. Ihrer Meinung nach werden viele Unternehmen für steuerliche Zwecke realitätsfern bewertet. Der Dachverband DIHK spricht sich in einem Positionspapier bereits für die Beibehaltung der Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen und weniger Bürokratie aus.
