Am 17. und 18. Juni findet bereits zum sechsten Mal die Quirin Champions Konferenz statt. Investoren haben dann erneut die Möglichkeit, sich mit deutschen Small- und Mid-Cap-Unternehmen über zukünftige Perspektiven auszutauschen. Angesichts der gegebenen Situation findet das Investoren-Meeting erstmals als digitale Konferenz statt. Des Weiteren werden im Rahmen dieser Digital-Konferenz neuerdings Bondemittenten aus dem deutschen Mittelstand ihre Geschäftsmodelle präsentieren.
Mittelstand
Volle Terminkalender, kaum Zeit, um den Akku wieder aufzuladen und das Leben zu genießen: Das ist für viele Menschen fast Normalität. Oft erkennen Betroffene aber auch Arbeitgeber viel zu spät, dass dieser chronische Stress, Erfolgsdruck sowie Überlastung im Beruf und im Privatleben krankmachen. Schlaflose Nächte, Konzentrationsschwächen, Gereiztheit und Lustlosigkeit werden ignoriert, bis es einfach nicht mehr geht und oft zu monatelangen Komplettausfällen kommt. Gemäß Techniker Krankenkasse (TK) fehlten Arbeitnehmer noch nie so häufig wegen psychischer Erkrankungen. Und während Beschäftigte mit Erkältungen durchschnittlich 7 Tage zum Auskurieren benötigen, fallen sie bei psychischen Erkrankungen circa 37 Tage aus.
Wer die Zeichen der Zeit richtig deutet, kann schnell zum nächsten Trendsetter werden. Doch gerade der Mittelstand tut sich nach wie vor schwer, Innovationen hervorzubringen. Vor allem eine ungünstige Unternehmenskultur und der Mangel an finanziellen Möglichkeiten hindern viele Mittelständler daran, ihr volles Potenzial zu nutzen.
Der Handy-Riese Nokia ging pleite, weil das iPhone unterschätzt wurde. Und der ehemalige Technologieführer Kodak ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, weil die Digitalisierung und der Siegeszug der Smartphones ebenfalls unterschätzt wurden. Diese Beispiele zeigen, was passieren kann, wenn man Trends verschläft, die Zeichen der Zeit nicht richtig deutet und Risiken scheut. Viele Unternehmen, die auf einen Trend aufspringen wollen, schaffen dies gar nicht oder zu spät – und kommen erst am Ziel an, wenn der Hype schon längst abgeflaut ist und sich die nächste Bewegung anbahnt. Das liegt zum einen an der Unternehmenskultur: Entscheidungen werden häufig risikoavers getroffen, Fehler sollen um jeden Preis vermieden werden. Zum anderen wird das Potenzial von Innovationen, die noch in ihrer Entwicklung begriffen sind, häufig verkannt.
Der zweite Teil unserer Serie „Industrie 4.0“ zeigt, welche Vorteile die Technik hinter der „virtuellen Realität“ für KMU bereithält. Besonders interessant für Unternehmen sind Anwendungen wie etwa Augmented Reality. Die Technologie hilft dabei, Planungs- und Fertigungsprozesse sowie Serviceleistungen zu verbessern und Personal effizienter einzusetzen.
Die Technik zur Erzeugung virtueller Realitäten schreitet immer weiter voran: Mittlerweile können Computer digitale Inhalte auf den Bildschirm, der statt eines Glases in einer Brille steckt, projizieren. Dadurch entstehen zum Greifen nahe „virtuelle Welten“. Wer so etwas liest, wird wahrscheinlich eher an Videospiele statt an mittelständische Unternehmen denken.
Die Nutzung sozialer Medien ist für den Großteil der Menschen alltäglich geworden – doch der Mittelstand tut sich weiter schwer damit, das Potenzial von Facebook & Co zu nutzen. Dabei kann Social Media im Mittelstand helfen, schneller mit dem Kunden in Kontakt zu treten, effektiver Werbung zu schalten und neue Mitarbeiter ins Unternehmen zu holen.
Alle großen Unternehmen setzen auf Social Media: seien es Produktankündigungen auf Twitter, Kundensupport auf Facebook oder das Werben mit Fotostorys auf Instagram – Hashtags setzen, liken, teilen und posten sind längst Teil des Marketing- und Support-Mix aller wichtigen Unternehmen geworden. Der Mittelstand hinkt laut Marktanalysen aber trotz vieler Bemühungen immer noch den Big-Playern hinterher.
Wir von der Quirin Privatbank möchten, dass der Mittelstand finanziell und technologisch fit für die Zukunft ist: In unregelmäßigen Abständen werden wir daher in einer kleinen Serie über die Chancen und Herausforderungen der Industrie 4.0 schreiben.
Der erste Teil handelt vom 3D-Druck, einer spannenden Technologie, die wegen hoher Einstiegskosten bisher vor allem Großunternehmen vorbehalten blieb – aber dank sinkender Kosten nun auch für viele KMU immer interessanter wird.
Viele deutsche KMU schauen derzeit etwas missmutig in die Zukunft – und zwar nicht nur wegen den schwer zu prognostizierenden Folgen rund um die Ausbreitung des Coronavirus: Immer wieder ist die Rede vom wirtschaftlichen Abschwung, internationale Handelsstreitigkeiten erschweren die Zukunftsprognosen und allgegenwärtig droht der Fachkräftemangel. Zu allem Überdruss kommen auch noch die Digitalisierung und die Herausforderungen der Industrie 4.0 auf den Mittelstand zu.
Der digitale Wandel ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen eine enorme Herausforderung. Häufig fehlt es an einer durchdachten Digitalisierungsstrategie und einer passenden Finanzierung.
Digitalisierung ist längst keine Möglichkeit mehr, hier und da Effizienzen zu heben oder Produktionsprozesse zu optimieren. Digitalisierung ist eine Notwendigkeit für alle Unternehmen, ganz gleich aus welcher Branche sie stammen und wie groß sie sind. Doch bei der Umsetzung gibt es noch Nachholbedarf.
Der deutsche Mittelstand hat mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Der Azubi-Mangel gehört zweifelsfrei dazu. Schließlich blieben 2019 in der deutschen Wirtschaft 53.000 Lehrstellen unbesetzt. Grund zur Panik besteht nun aber nicht.
Dass KMU Probleme haben, ausreichend viele und gut qualifizierte Auszubildende an ihr Unternehmen zu binden, kommt nicht von ungefähr: Zum einen ist der Weg der dualen Ausbildung offenbar für junge Menschen nicht sonderlich attraktiv – auch finanziell. Zum anderen sorgt der demografische Wandel dafür, dass es weniger junge Bewerber gibt. Um zumindest das erste Problem in den Griff zu bekommen, hat die Bundesregierung mit der Änderung des Berufsbildungsgesetzes zum 01. Januar 2020 diverse Maßnahmen auf den Weg gebracht.
