Datendiebstahl und zunehmend auch Cyberkriminalität sind weiter auf dem Vormarsch. Nicht nur Großunternehmen und staatliche Stellen sind betroffen. Auch im Mittelstand wittern Konkurrenten, Wirtschaftsspione oder ehemalige Mitarbeiter fette Beute. Nahezu jedes KMU ist bereits Ziel solcher Angriffe geworden – oder vermutet es zumindest. Das zeigt: Der Mittelstand muss aufgrund der steigenden Cyberkriminalität schleunigst seine IT-Sicherheitsstrukturen auf Vordermann bringen.
Mittelstand
Anders als die Großunternehmen kommt der Mittelstand unbeschadet durch die Herbststürme des Oktobers. Das Geschäftsklima bleibt gut, doch der Fachkräftemangel wird immer mehr zum Bremsklotz. Darauf, dass die Politik das Problem beseitigt, sollten KMU nicht setzen.
Der Mittelstand brummt. Wie das jüngst veröffentliche KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt, haben die KMU einen goldenen Oktober hinter sich. Die ohnehin schon exzellente Geschäftslage verbesserte sich noch einmal, die Geschäftserwartungen trübten sich nur leicht ein. Insgesamt bleibt das Geschäftsklima mittelständischer Unternehmen auf hohem Niveau stabil.
Jüngste KfW-Daten stellen der Verfassung im Mittelstand ein gutes Zeugnis aus. Vereinzelte Zahlen legen aber nahe, dass deutsche KMU in so mancher Hinsicht noch einige Hausaufgaben zu erledigen haben.
Dass der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft darstellt, ist bekannt und wird immer wieder gerne erzählt. Dass dahinter mehr steckt als nur Industrieromantik, verraten jüngste Zahlen, die einmal mehr unterstreichen, dass die Bedeutung des Mittelstands über Symbolik weit hinausgeht. So haben gemäß dem vor wenigen Tagen veröffentlichten KfW-Mittelstandspanel 2018 mittelständische Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 4,7 Prozent den größten Anstieg seit sechs Jahren verzeichnet.
In seinem ersten Interview als Bundeswirtschaftsminister hatte sich Peter Altmaier im März als „Minister für den Mittelstand“ bezeichnet. Bisher aber konnte der Unionspolitiker diesen Titel nicht ausfüllen.
Wie sehr der Unionspolitiker seinem eigenen Anspruch bisher gerecht werden konnte, darüber gibt schon der vielsagende Titel des jüngsten BDI-Papiers Auskunft: „Enttäuschung über ausbleibende Mittelstandsstrategie.“
Hackerangriffe nehmen zu. Auch KMU sollten die Cyberkriminalität nicht auf die leichte Schultern nehmen, sind doch auch Mittelständler immer öfter das Ziel der Kriminellen. Abhilfe ließe sich schaffen. Diese hat aber ihren Preis.
Wenn schon der UN-Generalsekretär vor etwas warnt, dann ist damit mit Sicherheit nicht zu spaßen. Und spaßen wollte António Guterres am Dienstag ganz sicher nicht, als er vor der UN-Generalversammlung über die Gefahren von Cyber-Kriminalität referierte.
Unternehmen, die Mitarbeiter und Kunden langfristig an sich binden möchten, sollten sich mit dem Gedanken anfreunden, dass nachhaltiges Handeln dabei eine Grundvoraussetzung ist. Auch im Mittelstand gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung.
Kein Begriff wurde in den vergangenen Jahren so stark strapaziert wie die „Nachhaltigkeit“. Doch wer die Floskel mit Leben füllt, dem winken nicht nur ein gutes Gewissen, sondern handfeste Vorteile. Am Kapitalmarkt wächst die Bedeutung nachhaltig konzipierter Investments von Jahr zu Jahr. Neben den Anlagerichtlinien vieler Stiftungen oder auch Kirchen zählen sich heute auch immer mehr Versicherer und andere institutionelle Investoren zur Gilde der nachhaltigen Investoren. Warum ist das so?
Kaputte Straßen, Funklöcher und lahmes Internet – gerade der Mittelstand leidet unter Defiziten bei der Gewährleistung einer funktionierenden Infrastruktur.
Wachstum ist auf der einen Seite eine schöne Sache. Für die Wirtschaft ist es auf der anderen Seite eine Notwendigkeit – und mitunter eine sehr fragile Angelegenheit. Umso schlimmer, wenn das Wachstum von selbstgemachten Problemen behindert wird.
Danach sieht es zumindest derzeit aus, wenn es nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter gut 2.700 Unternehmen geht.
Für den Mittelstand ist ein IPO eine attraktive Finanzierungsalternative – Unberechenbarkeiten, Handelskonflikten und geopolitischen Krisen zum Trotz.
Dass die Welt zurzeit besonders ruhig ist, und damit das Umfeld für den Kapitalmarkt grundsätzlich ein gutes, lässt sich eigentlich nicht ernsthaft behaupten. Konflikte und Turbulenzen allenthalben, sowohl geopolitischer als auch wirtschaftlicher Natur, machen die Anleger nervös und halten die Aktienbörsen in Bewegung – im Wochentakt geht es mal rauf und mal runter. Die Unberechenbarkeit einiger der einflussreichsten Politiker unserer Zeit lässt kaum Atempausen zu. Handelsstreitigkeiten und Strafzölle sind dabei nur zwei der Themen, die das Potenzial haben, nachhaltig auf den Märkten zu lasten.
