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KI treibt bei Mittelständlern Investitionen in Rechenkapazitäten an

von Lieselotte Hasselhoff

Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in eigene Rechenkapazitäten – angetrieben durch den wachsenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Laut einer Befragung von CIO und COMPUTERWOCHE unter 106 Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus der DACH-Region planen gut 40 Prozent den Aufbau entsprechender Infrastruktur innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Hintergrund ist die Verlagerung von KI-Anwendungen weg von externen Rechenzentren hin zu eigenen, lokal betriebenen Systemen. Viele KMUs wollen ihre Daten und die darauf aufsetzenden KI-Prozesse aus Datenschutz- und Kostengründen im eigenen Haus halten. Die Studie, die Anfang Juli 2026 in Kooperation mit Dell entstanden ist, zeigt dabei deutliche Lücken: In knapp 44 Prozent der befragten Unternehmen übernehmen gewöhnliche Arbeitsplatzrechner zusätzlich Aufgaben als Unternehmensserver, eine Konstruktion, die modernen Anforderungen kaum noch genügt. Nur jedes vierte Unternehmen betreibt dafür dedizierte Systeme, die in einem Drittel der Fälle zudem älter als fünf Jahre sind. Als größte Hürde bei der Modernisierung nennen knapp die Hälfte der Befragten zu hohe Anschaffungskosten, 41 Prozent verweisen auf Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen, und mehr als jedem vierten Unternehmen fehlt eigenes technisches Personal. Immerhin haben bereits 20 Prozent der KMUs mit dem Aufbau neuer Systeme für KI-Anwendungen begonnen. Für fast 60 Prozent der Befragten werden lokale Rechenkapazitäten künftig eine große bis sehr große Rolle spielen.

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