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Dienstreisen nehmen trotz Wirtschaftsflaute zu

von Philipp Rose

Die Zahl der Dienstreisen in Deutschland ist 2025 trotz der Wirtschaftsflaute um 8,3 Prozent auf 116,1 Millionen gestiegen. Digitale Buchungs- und Abrechnungssysteme sollen KMU helfen, Kosten zu kontrollieren und Geschäftsreisen effizienter zu organisieren.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen verzichten trotz des Sparzwangs offenbar nicht auf persönliche Kontakte. Mehr als drei Viertel der Geschäftsreisen entfielen 2025 auf Beschäftigte von Unternehmen mit zehn bis 500 Mitarbeitenden. Gleichzeitig verlagerte sich der Schwerpunkt ins europäische Ausland. Der Anteil entsprechender Reisen stieg von 24 auf 30 Prozent, während innerdeutsche Fahrten zurückgingen. Hintergrund sind unter anderem robustere Lieferketten und eine stärkere Ausrichtung auf europäische Standorte. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das einen höheren Bedarf an integrierten Lösungen. Plattformen bündeln Hotels, Flüge, Bahn- und Fährverbindungen sowie Abrechnung auf einer Oberfläche. Digitale Reisekostenrichtlinien, Sammelrechnungen und KI-gestützte Prüfungen können zudem Freigaben beschleunigen und Auffälligkeiten sichtbar machen. Laut Handelsblatt sanken die durchschnittlichen Kosten pro Buchung 2025 um knapp fünf Prozent. Auch Workation gewinnt an Bedeutung. Sie kann die Arbeitgeberattraktivität erhöhen, erfordert jedoch klare Vorgaben. Schon kurze Aufenthalte im Ausland können eine A1-Bescheinigung oder steuerliche Prüfungen auslösen. Digitale Prozesse sollen Unternehmen dabei unterstützen, Länder, Aufenthaltsdauer und Tätigkeiten vorab zu kontrollieren.

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