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Mittelstand braucht Hilfe bei Cyberresilienz

von Philipp Rose

Knapp ein Drittel der deutschen Unternehmen registriert Cybervorfälle mit spürbaren Folgen wie Betriebsunterbrechungen oder Datenabflüssen. Bei 42 Prozent der Betriebe haben relevante Sicherheitsvorfälle gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Befragt wurden 100 IT-Sicherheitsexpert:innen zwischen September und Dezember 2025. 28 Prozent der Teilnehmenden beobachten neuartige Angriffsmuster, 29 Prozent registrieren bekannte Angriffsarten in deutlich höherem Volumen. Gleichzeitig sehen drei Viertel der Befragten eigene Fortschritte im Umgang mit Vorfällen. Als wirksam gelten Schulungen, technische Modernisierung und klar geregelte Zuständigkeiten. Als größte Bedrohung nennen die Befragten weiterhin cyberkriminelle Akteure.
Für mittelständische Unternehmen bedeutet das wachsenden Handlungsdruck. Regulatorische Vorgaben wie NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz verlangen Nachweispflichten, Audits und Meldeprozesse. Gerade kleinere Betriebe sind damit personell und finanziell oft überfordert. Fast die Hälfte der Befragten hält die NIS2-Umsetzung im Mittelstand nur mit externer Unterstützung für realisierbar. Entscheidend ist zudem, wie schnell Unternehmen den Ausfall geschäftskritischer Systeme überwinden können, denn Cyberversicherungen ersetzen keine Notfallplanung.

Das zeigt die IT-Sicherheitsumfrage 2026 des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V., die passend zum European Cybersecurity Month veröffentlicht wurde. eco-Vorstand Norbert Pohlmann verweist zusätzlich auf staatliche Unterstützung. Unternehmen erwarten demnach vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor allem praxistaugliche Standards und verlässliche Austauschformate statt zusätzlicher Komplexität.

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