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Mittelstand setzt stärker auf Heimatmarkt

von Lieselotte Hasselhoff

Wie eine Sonderumfrage der DZ BANK unter mehr als 1.000 mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern zeigt, wollen viele Firmen künftig stärker auf den Heimatmarkt setzen und ihre Lieferketten verändern.

Hintergrund sind vor allem geopolitische Unsicherheiten, etwa durch Handelskonflikte in den USA und Abhängigkeiten von einzelnen Ländern wie China. Zwar spüren die meisten Unternehmen derzeit nur geringe direkte Auswirkungen, dennoch reagieren sie vorsorglich. So planen über die Hälfte der Befragten, ihren Absatz und ihre Beschaffung stärker in Deutschland oder Europa zu konzentrieren, während rund 41 Prozent ihre Lieferketten breiter aufstellen wollen. Neben Europa gewinnen auch alternative Märkte wie Indien an Bedeutung. DZ-BANK-Firmenkundenvorstand Stefan Beismann kommentiert: „Die Notwendigkeit, wirtschaftliche und geopolitische Abhängigkeiten zu reduzieren, ist der wesentliche Treiber dafür, bestehende Liefer-, Produktions- und Absatznetzwerke neu auszurichten – jüngere Entwicklungen wie die US-Zölle wirken hier allenfalls als Katalysator für einen ohnehin notwendigen Wandel.“ Die Umfrage zeigt, dass viele Mittelständler nicht auf politische Lösungen warten, sondern aktiv Maßnahmen ergreifen, um widerstandsfähiger und unabhängiger zu werden.

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