Home Stichworte Beiträge mit den Stichworten "Liquidität"
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Strategiewechsel: Krisenfester statt maximal effizient

von Philipp Rose

Pandemie, geopolitische Spannungen, volatile Märkte und technologische Umbrüche verändern die Prioritäten vieler KMUs. Statt maximaler Effizienz rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie widerstandsfähig Geschäftsmodelle gegenüber Krisen und Unsicherheiten aufgestellt sind. Resilienz entwickelt sich damit zu einer zentralen Managementaufgabe im Mittelstand.

Lange galten schlanke Lieferketten, minimale Lagerbestände und hohe Spezialisierung als entscheidende Erfolgsfaktoren. Doch hochoptimierte Strukturen haben sich in den vergangenen Jahren vielfach als anfällig erwiesen. Unternehmen setzen deshalb verstärkt auf Szenarioanalysen, finanzielle Puffer und flexiblere Organisationsstrukturen. Ziel ist es, schneller auf Nachfrageeinbrüche, Lieferkettenstörungen oder Preisschocks reagieren zu können. Insbesondere Liquidität gewinnt als strategisches Instrument an Bedeutung. Rücklagen schaffen Handlungsspielräume in unsicheren Zeiten und ermöglichen Investitionen, während andere Unternehmen unter Druck geraten. Gleichzeitig versuchen viele Mittelständler, Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Märkten oder Lieferanten zu reduzieren. Auch Lieferketten werden neu bewertet: Versorgungssicherheit und regionale Alternativen gewinnen gegenüber dem niedrigsten Preis an Gewicht. Wie Markt & Mittelstand berichtet, setzen resiliente Unternehmen verstärkt auf breiter qualifizierte Mitarbeiter, interdisziplinäre Teams und kleinere Pilotprojekte statt langfristiger Großplanungen. Offenheit, Eigenverantwortung und eine konstruktive Fehlerkultur gelten dabei zunehmend als entscheidende Voraussetzungen, um sich schneller an veränderte Rahmenbedingungen anpassen zu können.

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Krisenbonus stößt bei KMUs auf Widerstand

von Philipp Rose

Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte trifft im Mittelstand auf deutliche Zurückhaltung. Eine Blitzumfrage unter rund 2.000 Unternehmen zeigt, dass etwa die Hälfte der Betriebe eine Auszahlung „auf keinen Fall“ plant. Lediglich rund 20 Prozent können sich eine Prämie vorstellen, während sich 30 Prozent unentschlossen zeigen.

Noch klarer fällt das Urteil bei der grundsätzlichen Bewertung aus: Über 90 Prozent der befragten Unternehmen halten die Maßnahme für eine schlechte Idee. Aus Sicht des Mittelstands verfehlt die Prämie damit offenbar die wirtschaftliche Realität vieler Betriebe. Verbandsvertreter sprechen von einer Maßnahme, die an den Bedürfnissen der Unternehmen vorbeigehe. Auch aus dem Handwerk kommen kritische Signale. Viele Betriebe sehen sich angesichts angespannter Ertrags- und Liquiditätslagen derzeit nicht in der Lage, zusätzliche Zahlungen zu leisten. Entsprechend bleibt offen, in welchem Umfang die freiwillige Prämie tatsächlich umgesetzt wird. Wie die aktuelle Umfrage zeigt, über die zdf heute exklusiv berichtete, spiegelt die Debatte vor allem die wirtschaftlichen Zwänge wider, unter denen viele KMUs aktuell stehen.

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Digitales Cash-Management als Schlüssel zur Investitionskraft

von Lieselotte Hasselhoff

Der deutsche Mittelstand sitzt auf Milliardenbeträgen ungenutzter Liquidität. Einem Medienbericht zufolge parken viele kleine und mittlere Unternehmen erhebliche Geldsummen unkoordiniert auf verschiedenen Konten – sogenanntes „Lazy Cash“.

Das Problem: Es fehlt an Transparenz über verfügbare Mittel, durch veralterte Strukturen in der Finanzabteilung. Dadurch wird das Kapital weder strategisch investiert noch zur Optimierung des Working Capitals eingesetzt wird. Gerade in Zeiten hoher Zinsen und schwierigerer Finanzierungsbedingungen wiegt diese Ineffizienz schwer. Laut einer Analyse könnten Unternehmen im DACH-Raum bis zu 75 Milliarden Euro freisetzen, wenn sie ihr Liquiditätsmanagement professionalisieren würden – ein Betrag, der einen Großteil ihres Investitionsbedarfs decken könnte. Abhilfe schaffen könnten moderne Treasury-Management-Systeme mit Echtzeit-Übersicht, Automatisierung und KI-gestützten Prognosen. Wie das Wirtschaftsmagazin FinanceFWD berichtet, ermöglicht verborgene Liquidität es Unternehmen, in Zeiten volatiler Märkte widerstandsfähig zu bleiben und zugleich die Transformation hin zu Digitalisierung und Dekarbonisierung aus eigener finanzieller Kraft voranzutreiben.

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KMU investieren weiter über Leasing

von Lieselotte Hasselhoff

Leasing bleibt für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland ein wichtiges Investitionsinstrument.

Wie eine Sonderasuwertung des KfW-Mittelstandpanels zeigt, nutzten im Jahr 2024 rund 18 Prozent der KMU Leasing zur Anschaffung von Anlagegütern, etwa genauso viele wie 2021. Insgesamt finanzierten die Betriebe mit Hilfe von Leasing Investitionen im Umfang von rund 61 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber drei Jahren zuvor entspricht und rund ein Viertel aller Investitionen ausmacht. Vor allem größere Mittelständler greifen mit einem Anteil von 55 Prozent deutlich häufiger auf Leasing zurück als kleinere Unternehmen, während die Nutzung im Baugewerbe rückläufig ist. Besonders verbreitet ist Fahrzeugleasing, das fast die Hälfte aller neuen Leasingverträge ausmacht, gefolgt von Nutzfahrzeugen und IT-Ausstattung. Leasing ermöglicht es Unternehmen, ihre Liquidität zu schonen und Investitionen besser zu planen, was gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sowie bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Elektromobilität eine wichtige Rolle spielt.

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Zahlungsverzug setzt Mittelstand unter Druck

von Philipp Rose

Immer mehr Unternehmen begleichen ihre Rechnungen verspätet. Knapp zwölf Prozent der Firmen zahlten im ersten Halbjahr 2025 nicht pünktlich – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von acht Prozent. Besonders betroffen sind das Gastgewerbe, der Maschinenbau, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie das Baugewerbe.

Die Gründe liegen in drei Jahren ohne Wachstum, gestiegenen Kosten und einer schwachen Nachfrage. Gerade KMUs geraten dadurch in Liquiditätsengpässe, während große Unternehmen ihre Marktmacht häufig nutzen und überdurchschnittlich spät zahlen. Für viele Mittelständler bedeutet das ein wachsendes Risiko, in den Strudel von Zahlungsausfällen zu geraten.

Wie das Handelsblatt berichtet, gilt eine schlechte Zahlungsmoral als Frühindikator für Insolvenzen – zuletzt stiegen die Unternehmenspleiten in Deutschland spürbar an. Damit wird Zahlungsverzug zunehmend zu einem zentralen Problem für den Mittelstand.

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Liquidität als Wachstumsmotor: Was KMU jetzt verstehen müssen

von Lieselotte Hasselhoff

Eine aktuelle Visa-Studie zeigt, dass Liquidität für den deutschen Mittelstand längst nicht mehr nur ein Sicherheitsnetz ist, sondern ein entscheidender Wachstumstreiber.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor Herausforderungen wie steigenden Finanzierungskosten, Fachkräftemangel sowie der Notwendigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Wer seinen Cashflow aktiv steuert, kann schneller reagieren, günstiger wirtschaften und Wettbewerbsvorteile sichern. Laut dem “Middle-Market Growth Corporates Working Capital Index 2024-2025” setzen mittlerweile rund 80 Prozent der CFOs und Treasurer auf Working-Capital-Lösungen. Dabei spielen drei Säulen eine zentrale Rolle: Kreditkarten für schnellen Kapitalzugriff, Embedded-Finance-Lösungen, die Finanzdienste direkt in Geschäftsprozesse integrieren, sowie klassische Bankpartnerschaften für Stabilität. Der Artikel auf Payment & Banking betont, dass Unternehmen Liquidität nicht erst im Krisenfall, sondern als strategisches Werkzeug begreifen müssen, um langfristig erfolgreich zu wachsen.

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Neue Abschreibungsregeln schaffen Spielraum für Investitionen

von Lieselotte Hasselhoff

Im Juli hat der Bundesrat dem Investitionssofortprogramm zugestimmt und damit den Weg für eine neue Super-Abschreibung freigemacht.

Unternehmen und Handwerksbetriebe in Deutschland können künftig Investitionen in Maschinen, Büroausstattung, Fahrzeuge und Geräte bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten im ersten Jahr mit ihren Gewinnen verrechnen. Im zweiten und dritten Jahr sollen sie erneut 30 Prozent auf den restlichen Wert geltend abschreiben können. Die Regelung gilt für Anschaffungen, die bis Ende 2027 getätigt werden, und soll Betrieben schnellere steuerliche Entlastung sowie zusätzliche Liquidität verschaffen. Ziel ist es, Investitionen zu beschleunigen, Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze zu sichern. Ergänzend wird auch die Forschungszulage ab 2026 ausgeweitet, um Innovationen und Entwicklungen stärker zu unterstützn. Damit soll die Super-Abschreibung zu einem echten Investitionsbooster für den Mittelstand werden.

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