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Fachkräftemangel trifft ländliche KMU besonders hart

von Philipp Rose

Kleine und mittlere Unternehmen in ländlichen Regionen stehen beim Wettbewerb um Fachkräfte vor besonderen Herausforderungen. Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft konnten nahezu 60 Prozent der offenen Stellen in peripheren Regionen nicht mit passend qualifizierten Arbeitskräften besetzt werden. In besonders dünn besiedelten Gebieten liegt der Anteil sogar noch höher. Gleichzeitig berichten 58 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Deutschland von Problemen bei der Stellenbesetzung.

Viele Mittelständler reagieren darauf mit neuen Ansätzen bei Recruiting und Mitarbeiterbindung. Dazu gehören zusätzliche Arbeitsstandorte in urbanen Zentren, flexible Arbeitsmodelle, frühe Kontaktpflege mit neuen Beschäftigten sowie Maßnahmen, um lange Kündigungsfristen und mögliche Absprünge im Bewerbungsprozess besser abzufedern. Außerdem gewinnen Ausbildungs-, Praktikums- und Traineeprogramme an Bedeutung – insbesondere in Bereichen mit hohem Fachkräftebedarf wie der IT. Unternehmen setzen verstärkt auf interne Weiterentwicklung, Jobrotationen und die gezielte Förderung vorhandener Talente, um offene Stellen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Wie das Handelsblatt berichtet, sehen Personalexpertendarüber hinaus Offenheit gegenüber internationalen Bewerbern, untypischen Lebensläufen und veränderten Erwartungen an Arbeitszeit und Vereinbarkeit mit familiären Verpflichtungen als wichtigen Erfolgsfaktor. Für Mittelständler außerhalb großer Ballungsräume wird damit zunehmend entscheidend, regionale Standortvorteile mit modernen Arbeitsbedingungen und langfristigen Entwicklungsperspektiven zu verbinden.

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