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Kapitalmarkt Blog
FinanzierungGastbeiträgeMittelstand

Solide Entwicklung trotz schwacher Wirtschaftslage: KMU-Anleihemarkt bleibt 2025 widerstandsfähig

von Lieselotte Hasselhoff 27/01/2026

Der deutsche Markt für KMU-Anleihen hat im Jahr 2025 erneut bewiesen, dass er auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten als Instrument für mittelständische Finanzierungen seine Funktionsfähigkeit gewährleistet. Konkret offenbart die aktuelle Analyse der iron AG zum deutschen KMU-Anleihemarkt: Trotz geopolitischer Spannungen, konjunktureller Unsicherheit und volatiler Finanzmärkte blieb der Markt stabil und aufnahmefähig für neue Emissionen.

Ein Gastbeitrag von Frederic Hilke

Leichter Rückgang auf solidem Niveau

Mit 27 Emissionen von 24 Unternehmen lag die Emissionstätigkeit 2025 zwar unter dem Vorjahreswert von 33 Emissionen, bewegt sich im Langzeitvergleich jedoch weiterhin auf einem robusten Niveau. Das tatsächlich platzierte Volumen belief sich auf 1,00 Mrd. Euro und unterschritt damit das Vorjahresniveau (1,10 Mrd. Euro) nur geringfügig um rund neun Prozent.

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27/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

KMU sehen verkaufsoffene Sonntage als Chance gegen Online-Handel

von Lieselotte Hasselhoff 26/01/2026

Kleine und mittlere Einzelhandelsunternehmen fordern in Deutschland mehr Rechtssicherheit und Flexibilität bei verkaufsoffenen Sonntagen.

Der stationäre Handel verlangt, den bislang geltenden Anlass-Bezug zu lockern oder abzuschaffen, der Sonntagsöffnungen an besondere Veranstaltungen wie etwa Stadtfeste oder Messen koppelt. Ziel ist es, im Wettbewerb mit dem wachsenden Online-Handel bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Unterstützt werden die Forderungen vom Handelsverband Deutschland, während Gewerkschaften und Kirchen am verfassungsrechtlich geschützten Sonntagsschutz festhalten und Nachteile für Beschäftigte befürchten. Die Debatte wird bundesweit geführt und erhält zusätzliche Brisanz durch eine Verfassungsklage in Bayern gegen neue Ladenöffnungsgesetze zu personallosen Kleinstsupermärkten, deren Ausgang Signalwirkung für die weitere Regulierung haben könnte.

26/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

Digital fördern, aber wie? Mittelstand zwischen Anspruch und Antrag

von Philipp Rose 23/01/2026

Der Staat stellt Unternehmen zahlreiche Programme zur Förderung der Digitalisierung zur Verfügung. Zuschüsse, Kredite und Beratungsangebote sollen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen, IT-Infrastruktur, Cybersicherheit und digitale Prozesse auszubauen. In der Praxis scheitern viele KMUs jedoch weniger am fehlenden Förderangebot als an komplexen Antragsverfahren und hohem bürokratischem Aufwand.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist häufig externe Unterstützung. Spezialisierte IT-Dienstleister oder Fördermittelberater helfen Unternehmen nicht nur bei der technischen Ausgestaltung von Digitalisierungsprojekten, sondern auch bei der Erstellung förderfähiger Konzepte und Anträge. Ohne diese Expertise verzichten viele Betriebe ganz auf einen Antrag oder brechen den Prozess frühzeitig ab.

Zusätzlich erschwert die unübersichtliche Förderlandschaft den Zugang. Allein die Förderdatenbank des Bundes listet mehrere hundert Programme zum Thema Digitalisierung. Viele Unternehmen fühlen sich von dieser Vielfalt überfordert. Hoher bürokratischer Aufwand, komplexe Nachweispflichten und lange Bearbeitungszeiten zählen zu den häufigsten Gründen, warum Fördermittel nicht oder nur teilweise genutzt werden. Erschwerend hinzu kommt: Wer bereits schlechte Erfahrungen mit abgelehnten Anträgen oder Rückfragen gemacht hat, meidet Förderprogramme oft dauerhaft. Experten fordern daher im Handelsblatt einfachere Verfahren und langfristig eine stärkere Bündelung der Programme in zentralen Portalen.

23/01/2026 0 Kommentare
IPOs 2025 - So lief das Jahr für Börsengänge
FinanzierungMittelstand

So war das internationale IPO-Jahr 2025 im Vergleich

von Holger Clemens Hinz 22/01/2026

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der Börsengänge weltweit leicht gestiegen. Vor allem die Emissionsvolumina der IPOs fielen 2025 deutlich höher aus. Davon ist in Deutschland und Europa allerdings wenig zu spüren und noch weniger angekommen.

Von Holger Clemens Hinz

Insgesamt 1259-mal wagten Unternehmen 2025 weltweit den Sprung an die Börse. Im Vergleich zu 2024 ist das ein Anstieg um 19 Unternehmen, und ein Plus von zwei Prozent. Das geht aus dem aktuellen IPO-Barometer der Unternehmensberatung EY hervor, dessen Ergebnisse am 10. Dezember 2025 erschienen sind.

Die leichte Verbesserung bei der Zahl der Börsengänge geht allerdings mit einem deutlichen Zuwachs beim Emissionsvolumen einher. Im Vergleich zu 2024 stieg es um 32 Prozent auf 163,3 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum am IPO-Markt ist international allerdings ungleich verteilt. Beispielsweise profitierte Chinas Aktienmarkt (inklusive der Hongkong Stock Exchange) von 214 Neuemissionen und damit 35 Börsengängen mehr als im Vorjahr.

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22/01/2026 0 Kommentare
KMU-NewsKonjunktur

Mittelstand leidet stärker unter Fachkräfteengpässen

von Lieselotte Hasselhoff 21/01/2026

Der Fachkräftemangel trifft kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland besonders stark. Das zeigt eine aktuellen Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA), die vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt wurde.

Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 fehlten KMU rund 281.500 Fachkräfte, was etwa 71,7 Prozent der gesamten Fachkräftelücke entspricht. 177.347 der fehlenden Fachkräfte entfielen dabei auf Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Besonders groß sind die Engpässe in medizinischen, pflegenden und baurelevanten Berufen, in denen KMU einen Großteil der offenen Stellen anbieten. Gleichzeitig stehen sie in Bereichen wie Kinderbetreuung, Sozialarbeit und Bauplanung in einem intensiven Wettbewerb mit Großunternehmen. Ursache dafür ist auch die unterschiedliche Berufsstruktur: Während in KMU vor allem Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung beschäftigt sind, arbeiten in Großunternehmen häufiger akademisch Qualifizierte. Die Studie zeigt, dass KMU gefordert sind, ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken, etwa durch gezieltes Employer Branding, schnelle Entscheidungsprozesse im Recruiting, individuelle Arbeitsmodelle sowie durch den Ausbau der dualen Ausbildung und die Nachqualifizierung von Beschäftigten.

21/01/2026 1 Kommentar
KMU-News

KfW meldet Rekordwert bei Kredithürden im Mittelstand

von Lieselotte Hasselhoff 20/01/2026

Im vierten Quartal 2025 sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland nach Angaben der KfW Research zunehmend mit erschwerten Kreditvergabebedingungen konfrontiert.

37,8 Prozent dieser Mittelständler berichteten von strengeren Hürden bei der Kreditaufnahme – ein Anstieg um 3,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal und ein neuer Rekordwert in der Erhebung. Auch Großunternehmen spüren stärkere Restriktionen, dort stieg der Anteil der berichtenden Unternehmen auf 29,4 Prozent. Grundlage der Auswertung ist die KfW-ifo-Kredithürde, die Daten aus den Konjunkturumfragen des ifo-Instituts quartalsweise auswertet. Besonders hoch sind die Hürden laut KfW im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor. „Banken scheinen wegen der vielfältigen wirtschaftlichen Herausforderungen von einer Verschlechterung der Fundamentaldaten der Unternehmen auszugehen und agieren daher vorsichtig“, so Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. Gleichzeitig bleibt das Finanzierungsinteresse der Mittelständler gering: Nur rund jedes fünfte Unternehmen führte Kreditverhandlungen und liegt damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher schlussfolgert „Die bislang ausbleibende Wirtschaftsbeschleunigung wirkt wie ein Hemmschuh auf das Kreditinteresse der Unternehmen. Die gesunkenen Kreditzinsen zeigen nur begrenzte Wirkung. Zeitgleich erhöhen sich aufgrund konjunktureller und struktureller Herausforderungen die Anforderungen für Unternehmen, überhaupt einen Kredit zu erhalten. Um diesen Trend umzukehren, ist für 2026 eine positive wirtschaftliche Entwicklung unerlässlich.“

20/01/2026 0 Kommentare
KMU-News

Nachhaltigkeit beeinflusst Kreditbedingungen im Mittelstand

von Philipp Rose 16/01/2026

ESG-Aspekte spielen in Kreditverhandlungen des Mittelstands bislang nur eine untergeordnete Rolle, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Zwar wird das Thema weiterhin nur bei rund jedem siebten Kreditgespräch kleiner und mittlerer Unternehmen angesprochen, doch insbesondere größere KMU sowie Unternehmen aus Industrie, Bau und Handel rücken stärker in den Fokus der Banken. Hintergrund sind steigende Anforderungen an Transparenz und Risikobewertung im Zuge der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft.

Während Nachhaltigkeit bei sehr kleinen Unternehmen nur selten Teil von Kreditverhandlungen ist, zeigt sich bei größeren KMU ein klarer Trend: In Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten wurde das Thema zuletzt in mehr als jedem dritten Kreditgespräch adressiert. Auch in Branchen mit höherer Klimarelevanz nahm die Häufigkeit entsprechender Nachfragen deutlich zu. Banken verlangen dort zunehmend Informationen zu Nachhaltigkeitsprofilen und ESG-Aspekten.

Zugleich beeinflussen Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend die Kreditbedingungen. Banken berichten, dass klimabedingte Risiken restriktiv auf die Kreditvergabe an Unternehmen mit hohen Emissionen wirken, während nachhaltiger aufgestellte Betriebe eher von günstigeren Konditionen profitieren. Auch wenn mögliche Vereinfachungen der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung den bürokratischen Aufwand senken sollen, bleibt der Informationsbedarf der Banken bestehen und somit relevant für die Unternehmensfinanzierung. Darauf weisen aktuelle Auswertungen des KfW-Mittelstandspanels hin. Für KMU wird es damit wichtiger, sich systematisch mit dem eigenen Nachhaltigkeitsprofil auseinanderzusetzen und relevante Daten bereitzuhalten, auch ohne formale Berichtspflicht.

16/01/2026 0 Kommentare
Restrukturierung nach StaRUG: Vorrang vor Insolvenzverfahren
Gastbeiträge

StaRUG 2025: Ein Update zur präventiven Restrukturierung in Deutschland

von Lieselotte Hasselhoff 15/01/2026

Mit der Einführung am 1. Januar 2021 hat das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) die deutsche Restrukturierungslandschaft verändert. Heute wird das StaRUG akzeptiert, aber nicht ohne Kritik und Reformforderungen. Welche Änderungen derzeit diskutiert werden.

Ein Gastbeitrag von Dr. Fabian Meißner, LL.M.

Im Jahr 2025 veröffentlichte das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) den Entwurf des neuen Standards IDW ES 16, der die Pflichten zur Krisenfrüherkennung nach § 1 StaRUG konkretisiert.

Dieser Beitrag befasst sich mit der praktischen Anwendung und den aktuellen Neuerungen, die laut StaRUG und IDW ES 16 in Zukunft bewältigt werden müssen.

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15/01/2026 0 Kommentare
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Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

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