Was gibt es Schöneres als über eine romantische Schlosskulisse zu spazieren? – Einen Weihnachtsmarkt mit romantischer Schlosskulisse! Gerade zur kalten Jahreszeit erstrahlen die alten Gemäuer dank festlicher Dekoration in einem bezaubernden Licht.
Die Diskussion um eine Verschärfung der Erbschaftsteuer sorgt im Mittelstand für wachsende Unruhe. Während die Mehrheit des Sachverständigenrats höhere Belastungen für große Vermögen fordert, warnt Ökonomin Veronika Grimm in einem Minderheitsvotum vor gravierenden Folgen für familiengeführte Betriebe.
Im Zentrum der Kritik steht die geplante Einschränkung steuerlicher Ausnahmen für Betriebsvermögen. In der Praxis würde dies vor allem Unternehmen treffen, die in den kommenden Jahren vor einer anstehenden Nachfolge stehen – insbesondere in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Dort sind Investitionen in Forschung, Ausbildung und Standortbindung essenziell, während Liquidität knapp bleibt und Finanzierungskosten steigen.
In einem Gastkommentar in der FAZ wird deutlich: Eine höhere Besteuerung von Betriebsvermögen würde Kapital binden, das Unternehmen dringend für Innovation, Fachkräfte und Modernisierung benötigen. Nachfolgen würden erschwert, Investitionen verzögert und Beschäftigung gefährdet. Statt neuer steuerlicher Belastungen brauche es stabile Rahmenbedingungen, die substanzstarke Familienbetriebe und ihre Verantwortung für Standorte, Regionen und Versorgungssicherheit sichern.
Im ersten Halbjahr 2025 fanden kaum Aktienplatzierungen in Deutschland statt, vor allem große Unternehmen hielten sich mit Kapitalerhöhungen zurück. KMUs wussten den Kapitalmarkt zur Finanzierung dennoch zu nutzen. Das geht aus dem Finanzierungsmonitor Kapitalmarkt der Quirin Privatbank für das erste Halbjahr 2025 hervor.
Das Marktumfeld für Kapitalerhöhungen blieb auch im ersten Halbjahr 2025 herausfordernd. Makroökonomische und geopolitische Themen sorgten weiterhin für Unsicherheit und erhöhte Volatilität an den Märkten. Das erschwerte die Kapitalaufnahmen am Sekundär- und auch am Primärmarkt. Doch insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nutzten den Kapitalmarkt zur Eigenkapitalaufnahme – allen Widrigkeiten zum Trotz. Das geht aus der aktuellen Studie „Deutschland im Fokus – Finanzierungsmonitor Kapitalmarkt 2025“ der Quirin Privatbank für das erste Halbjahr hervor. Es ist bereits die vierte Ausgabe der Kapitalmarktstudie.
Durch daas „Digital Omnibus”-Paket der EU-Kommission soll der Meldewahnsinn bei Cyberangriffen aufhören, unter dem besonders der Mittelstand mit seinen begrenzten Ressourcen leidet. Die Vereinfachung kommt zur rechten Zeit, da derzeit insbesondere Hackerattacken auf KMU zunehmen.
Der Abbau von Bürokratie und überbordender Regelwut kommt langsam voran, vor allem im Bereich IT-Sicherheit. Gleich drei Reformen hat die Politik auf den Weg gebracht. Die Europäische Kommission hat ihren Digital-Omnibus-Vorschlag vorgelegt. Außerdem wurde die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA mit erweiterten Befugnissen ausgestattet und der Bundestag verabschiedete das NIS2-Umsetzungsgesetz, das einen großen Teil des Mittstands erstmals unter die Aufsicht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt, wie Ad hoc-News berichtet.
Der Vorschlag der EU-Kommission will vor allem die Meldepflichten der Unternehmen bei Cyberangriffen eindämmen. Bislang müssen betroffene Unternehmen drei unterschiedliche Meldeverfahren bedienen, konkret nach NIS2 (2. Netzwerk- und Informationssicherheitsrichtlinie), der Datschschutzverordnung DSGVO und nach branchenspezifischen Regeln, beispielsweise DORA für den Finanzsektor. Und für jedes Meldeverfahren gelten dabei unterschiedlichen Fristen, Formulare und Berichtswege. Das Digital Omnibus-Paket sieht nun künftig nur einen zentralen Meldekanal vor. Anschließend soll ENISA die eingegangenen Meldungen automatisch auf die anderen Meldewege verteilen.
Die bürokratischen Erleichterungen kommen gerade rechtzeitig vor dem NIS2-Gesetz der Bundesregierung, das Anfang 2026 ohne Übergangsfrist gelten soll und den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen deutlich erweitert. Gleichzeitig nimmt NIS2 Unternehmensgeschäftsführer unter Androhung von Bußgeldern in die Pflicht, Vorkehrungen gegen Cyberangriffe zu treffen, vor allem, wenn sie in den Branchen Energie, Transport und digitale Infrastruktur tätig sind. So müssen zwar immer mehr Unternehmen Hackerattacken melden, dafür werden die Meldeverfahren deutlich vereinfacht und vereinheitlicht.
Eine neue Auswertung des Datev-Mittelstandsindex zeigt, dass seit 2022 die Löhne im deutschen Mittelstand deutlich schneller gestiegen sind als die Gehälter der Geschäftsführer.
Untersucht wurden anonymisierte Abrechnungsdaten von über acht Millionen Beschäftigten aus dem Zeitraum 2002 bis Ende September 2025. Demnach erhöhten sich die Bruttostundenlöhne insgesamt um 21 Prozent, während die Einkommen der Geschäftsführer nur um zwölf Prozent zulegten. Besonders stark fiel der Anstieg in mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern aus, auch wegen des kräftigen Mindestlohnplus von 9,82 Euro Anfang 2022 auf 12,82 Euro im Jahr 2025. Gründe für die schwächere Entwicklung der Chefgehälter sind laut Datev unter anderem die wirtschaftlich schwierigen Jahre, geringere Erfolgsprämien sowie der Fachkräftemangel, der die Löhne in vielen Bereichen zusätzlich anhebt. „Der Zuwachs in den unteren Lohngruppen war am höchsten. Die Gehälter der unternehmerisch Verantwortlichen – der Geschäftsführer – bleiben hinter der allgemeinen Lohnentwicklung zurück“, sagte Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft. Rechnet man die gestiegenen Lebenshaltungskosten ein, zeigt sich ein deutliches Bild: Während Beschäftigte real rund fünf Prozent mehr verdienen, bleibt Geschäftsführern heute weniger übrig als vor 2022.
Ohne Comfort Letter ist eine Kapitalmarkttransaktion meist nicht möglich. Dieses Schreiben des Wirtschaftsprüfers gilt als wichtigster Bestandteil der Due Diligence und ist inzwischen für Emissionsbanken international unverzichtbar geworden. Doch nicht immer darf der Abschlussprüfer einen Comfort Letter erstellen, was die gesamte Kapitalmarkttransaktion gefährdet. Aber es gibt eine Lösung.
Die Finanzierung über die Kapitalmärkte erfordert in der Regel die Erstellung eines Wertpapierprospekts, der sämtliche für die Anlageentscheidung relevanten Informationen über den Emittenten sowie die angebotenen Wertpapiere enthält. In Deutschland setzt ein öffentliches Angebot von Wertpapieren oder deren Zulassung zum Handel an einem regulierten Markt einen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Wertpapierprospekt voraus. Selbst bei nicht registrierungspflichtigen Privatplatzierungen an institutionelle Investoren wird üblicherweise ein dem Prospekt vergleichbares Angebotsdokument erstellt, das als Offering Memorandum oder Offering Circular bezeichnet wird.
Jedes Jahr gelten rund 140.000 KMU als übergabereif, doch nur ein Bruchteil findet tatsächlich einen geeigneten Nachfolger. Immer mehr mittelständische Unternehmen in Deutschland erkennen, dass neue Modelle der Unternehmensnachfolge nicht nur eine organisatorische Notwendigkeit, sondern eine strategische Chance darstellen. Und es gibt finanzkräftige Unterstützung für künftige Chefs.
Eine moderne Lösung bieten Search Funds, ein in den USA seit den 1980er-Jahren bewährtes Modell, das sich laut einer 2024 veröffentlichten Stanford-Studie als äußerst erfolgreich erwiesen hat. Dabei finanzieren private Investoren die ein- bis zweijährige Suche junger, unternehmerisch ambitionierter Führungskräfte nach einem passenden Mittelstandsunternehmen. Nach einer Übernahme führen diese das Unternehmen langfristig weiter, unterstützt von erfahrenen Kapitalgebern und deren Netzwerken. Die Erfolgsquote ist hoch: Rund 85 Prozent der US-Übernahmen entwickelten sich positiv, bei gut zehn Prozent wurde sogar eine Verzehnfachung des eingesetzten Kapitals erreicht. In Europa, besonders in Spanien und Frankreich, hat sich das Modell bereits stärker etabliert als in Deutschland, wo bislang nur zehn Search-Fund-Nachfolgen realisiert wurden.
Die wirtschaftliche Stimmung im Mittelstand bleibt angespannt. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet ihre aktuelle Lage nur als befriedigend, mehr als jeder Fünfte sieht diese bereits als schlecht. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland – insbesondere wegen ausufernder Regulierung, hoher Standortkosten und fehlender Planungssicherheit.
Umsätze und Erträge stagnieren oder gehen zurück, Investitionen werden verschoben und nur vereinzelt ausgeweitet. Zwar zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil, doch die Investitionsbereitschaft bleibt verhalten. Als größte Wachstumsbremsen gelten Nachfrageunsicherheit, Bürokratie und Fachkräftemangel. Viele Betriebe fühlen sich zudem durch zusätzliche Berichtspflichten spürbar belastet.
Wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des MITTELSTANDSVERBUNDES hervorgeht, fordern mittelständische Unternehmen daher vor allem einen konsequenten Abbau bürokratischer Hürden sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
