Der Anteil der Gründerinnen von Start-ups liegt hierzulande derzeit bei lediglich 17,7 Prozent, die Gründerinnenquote allgemein ist mit 38 Prozent weiterhin rückläufig. Ein Grund dafür ist der Zugang zu Kapital für frauengeführte Unternehmen und Start-ups. Ein Gastbeitrag von Jasmin Arbabian-Vogel, Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) und Geschäftsführerin der Interkultureller Sozialdienst GmbH.
Gastbeiträge
Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die soziale Marktwirtschaft zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft weiterzuentwickeln. Unabhängig von dieser geplanten Transformation stehen die Unternehmen aber auch weiterhin vor der Herausforderung, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und sich an den beschleunigten Strukturwandel anzupassen. Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (kurz „FISG“) haben sich die Anforderungen an Unternehmen von öffentlichem Interesse, insbesondere bei der Umsetzung und Überwachung der Governance-Funktionen, verschärft. Für die Verschärfung war unter anderem der Wirecard-Skandal ausschlaggebend. Die Änderungen gehen dabei mit veränderten Pflichten für den Vorstand, aber vor allem für den Aufsichtsrat einher. Ein Gastbeitrag von Dr. Christoph Schmidt, Inhaber Audit Solutions
Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Die Pandemie hat schmerzvoll gezeigt, in welchen Bereichen in den letzten Jahrzehnten Fortschritt verschlafen wurde. Chancen wurden besonders vertan bei Digitalisierung, Energiewende und Bekämpfung des Fachkräftemangels. Im Eiltempo muss jetzt nachgebessert werden. Ein Gastbeitrag von Benjamin Schöfer, Referent für Wirtschaft & Politik beim Deutschen Mittelstands-Bund e.V. (DMB).
Von Benjamin Schöfer
Selten zuvor war es so zutreffend, bei einer Bundestagswahl von einer Richtungswahl zu sprechen. Für eine erfolgreiche Bewältigung unserer ökonomischen, sozialen und ökologischen Aufgaben muss die Perspektive von kleinen und mittleren Unternehmen miteinbezogen werden. Denn sie stellen mit über 99 Prozent den größten Anteil der Betriebe in Deutschland dar. Sie erwirtschaften mehr als 36 Prozent aller steuerpflichtigen Umsätze und stellen rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze.
Der Aufbau funktionierender E-Commerce-Konzepte ist eine der drängendsten Herausforderungen des mittelständischen Einzelhandels. Dabei kommt es nicht nur auf die technische Unterstützung stationärer Händler bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse an. Vielmehr gilt es, ihre Unabhängigkeit auch im Online-Handel nachhaltig zu sichern. Ein kritischer Blick auf die gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen ist dafür unabdingbar. Ein Gastbeitrag von Marius Müller-Böge, Referent für Mittelstandspolitik beim Mittelstandsverbund – ZGV e.V.
Umfragen zeigen: die Verbraucher/innen haben wieder Lust auf Shopping im stationären Handel. Das echte Erlebnis, Riechen, Ausprobieren, der persönliche Austausch – all das kann nur der Einzelhandel auf der Fläche. Marilyn Repp, Handelsexpertin und Projektleiterin beim Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel sagt, was Händler gerade jetzt tun müssen.
Zeitwertkonten sind staatlich geförderte Instrumente zur langfristigen Arbeitszeit-Flexibilisierung. Sie ergänzen sinnvoll und attraktiv bestehende Vergütungsmodelle und schaffen durch Finanzierung des vorzeitigen Ruhestandes die Verbindung zur betrieblichen Altersversorgung.
Von Thorsten Kircheis
Mit dem Wandel zur „Arbeit 4.0“ steigen die Anforderungen an die zeitliche Flexibilität der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Zeitwertkonten sind seit 1998 unter dem Begriff „Wertguthaben“ im SGB IV beziehungsweise durch das „Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen“ geregelt („Flexi I-Gesetz“; reformiert im Flexi-II-Gesetz 2008). Sie sind ein hervorragendes Instrument, einen Interessenausgleich zwischen den Arbeitszeitwünschen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu schaffen.
Pensionszusagen waren in den 70er, 80er und 90er Jahren ein probates Mittel, um die Altersversorgung für Geschäftsführer aufzubauen, die keine gesetzliche Rente erhalten. Zudem waren sie begleitet von hohen steuerlichen Vorteilen und damit einhergehend einer Stärkung des Eigenkapitals im Unternehmen. Doch die damals positiven Rahmenbedingungen haben sich seit Jahren deutlich verschlechtert, so dass sich heute die Einrichtung einer Pensionszusage mit wenigen Ausnahmen verbietet. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den ständig sinkenden Zins und die zunehmend längere Lebenserwartung der Menschen.
Von Thorsten Kircheis
Durch diese veränderten Bedingungen stehen nunmehr in den Handelsbilanzen deutscher Unternehmen mehr als 700 Milliarden Euro Pensionsverpflichtungen – mit steigender Tendenz. Über ein Drittel, meist die Hälfte an Finanzmitteln gegenüber den gebildeten Pensionsrückstellungen auf der Passivseite der Bilanz fehlen. Pensionszusagen werden daher heute zunehmend kritisch gesehen.
