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Der Umsatz im Mittelstand erholt sich langsam

von Lieselotte Hasselhoff

Der DATEV Mittelstandsindex verzeichnet im August 2026 einen Umsatzanstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erstmals seit längerer Zeit liegt der Mittelstand damit wieder oberhalb des Vorjahresniveaus. Gleichzeitig klettern die Lohnkosten um 5,6 Prozent, während die Beschäftigung nahezu stagniert.

Laut DATEV Mittelstandsindex erreicht der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex im August 97,9 Punkte und legt gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent zu. Stärkster Wachstumstreiber ist das Gastgewerbe mit einem Plus von 10,2 Prozent. Auch kleine Unternehmen erzielen mit 2,2 Prozent ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum. Der Handel hingegen bleibt mit einem Rückgang von 1,3 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück. Deutlich angespannter bleibt die Lage bei den Personalkosten. Der Lohnindex steigt im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent auf 126,7 Punkte, ein branchenübergreifendes Phänomen, das im Gastgewerbe mit 6,3 Prozent am stärksten ausgeprägt ist. Mittlere Unternehmen verzeichnen den stärksten Lohnanstieg ihrer Größenklasse mit 6,0 Prozent. Die Beschäftigung bewegt sich dagegen mit minus 0,1 Prozent nahezu seitwärts. Zuwächse gibt es lediglich bei den Sonstigen Dienstleistungen (+0,9 Prozent) und bei Kleinstunternehmen (+0,7 Prozent). Im Verarbeitenden Gewerbe geht die Beschäftigung um 1,3 Prozent zurück. „Das starke Gastgewerbe und die kleinen Unternehmen setzen wichtige Akzente und führen den Mittelstand wieder über das Vorjahresniveau. Die Beschäftigung zieht jedoch nicht mit und die weiterhin hohen Lohnkosten halten den Druck auf die Unternehmen hoch“ so Datev-CEO Prof. Dr. Robert Mayr. Für den Mittelstand bedeutet das eine anhaltende Kostenschere: steigende Löhne bei gleichzeitig stagnierender Personalkapazität.

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