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Deutsche Familienunternehmen gehen zunehmend Partnerschaften mit Finanzinvestoren ein, die Zahl entsprechender Transaktionen hat sich binnen sechs Jahren mehr als verdoppelt.
Die Analyse des Handelsblatts zeigt, dass in Deutschland es zuletzt mehr als 600 sogenannte Primary-Buy-out-Transaktionen pro Jahr gab, bei denen gründer- oder familiengeführte Unternehmen erstmals den Eigentümer wechseln. Der Anteil von Finanzinvestoren an diesen Deals stieg von unter zehn Prozent im Jahr 2018 auf über 20 Prozent im Jahr 2024, wie Stefan Jaecker, Deutschland-Chef der Investmentbank DC Advisory, berichtet. Drei Faktoren treiben die Entwicklung: der Investitionsdruck durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, wachsender Nachfolgedruck in der dritten Generation sowie geopolitische Unsicherheiten, die Lieferketten und Wachstumsstrategien belasten. Laut einer KPMG-Analyse könnten allein in Deutschland in den kommenden zehn Jahren bis zu 295 Unternehmen mit einem Ebitda von mehr als zehn Millionen Euro im Zuge einer Nachfolge an externe Investoren verkauft werden. Familienunternehmen mit Private-Equity-Beteiligung wuchsen laut derselben Untersuchung zwischen 2019 und 2024 mit durchschnittlich 12,2 Prozent Umsatzwachstum fast doppelt so schnell wie vergleichbare Unternehmen ohne Finanzinvestor. Im Mittelstand gewinnen dabei Minderheitsbeteiligungen an Bedeutung, sie bieten Kapitalzugang und externe Expertise, ohne die Eigentümerkontrolle aufzugeben.
