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Digital fördern, aber wie? Mittelstand zwischen Anspruch und Antrag

von Philipp Rose

Der Staat stellt Unternehmen zahlreiche Programme zur Förderung der Digitalisierung zur Verfügung. Zuschüsse, Kredite und Beratungsangebote sollen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen, IT-Infrastruktur, Cybersicherheit und digitale Prozesse auszubauen. In der Praxis scheitern viele KMUs jedoch weniger am fehlenden Förderangebot als an komplexen Antragsverfahren und hohem bürokratischem Aufwand.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist häufig externe Unterstützung. Spezialisierte IT-Dienstleister oder Fördermittelberater helfen Unternehmen nicht nur bei der technischen Ausgestaltung von Digitalisierungsprojekten, sondern auch bei der Erstellung förderfähiger Konzepte und Anträge. Ohne diese Expertise verzichten viele Betriebe ganz auf einen Antrag oder brechen den Prozess frühzeitig ab.

Zusätzlich erschwert die unübersichtliche Förderlandschaft den Zugang. Allein die Förderdatenbank des Bundes listet mehrere hundert Programme zum Thema Digitalisierung. Viele Unternehmen fühlen sich von dieser Vielfalt überfordert. Hoher bürokratischer Aufwand, komplexe Nachweispflichten und lange Bearbeitungszeiten zählen zu den häufigsten Gründen, warum Fördermittel nicht oder nur teilweise genutzt werden. Erschwerend hinzu kommt: Wer bereits schlechte Erfahrungen mit abgelehnten Anträgen oder Rückfragen gemacht hat, meidet Förderprogramme oft dauerhaft. Experten fordern daher im Handelsblatt einfachere Verfahren und langfristig eine stärkere Bündelung der Programme in zentralen Portalen.

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