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DIHK warnt vor Abwanderung von deutschen Unternehmen

von Lieselotte Hasselhoff

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt vor einer zunehmenden Abwanderung deutscher Unternehmen ins Ausland und sieht deutliche Anzeichen einer De-Industrialisierung.

Mittelständische Betriebe verlagern, laut DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov, ihre Produktion oder schließen ganz. Seit 2019 seien bereits rund 400.000 Industriearbeitsplätze verloren gegangen, allein 2025 habe es mehr als 1.600 Insolvenzen in der Industrie gegeben, so viele wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Ursache seien vor allem hohe Arbeits- und Energiekosten, steigende Unternehmenssteuern und eine weiterhin große Bürokratielast. Sollte die Politik nicht entschieden gegensteuern, drohten erhebliche Verluste bei Wertschöpfung und Beschäftigung. Vor dem Hintergrund schwacher Konjunkturaussichten rechnet die DIHK für 2026 lediglich mit einem Wachstum von 0,7 Prozent. Eine aktuelle Umfrage unter rund 23.000 Unternehmen zeigt zudem eine pessimistische Stimmung: Nur 15 Prozent erwarten eine bessere Lage, viele planen Investitionskürzungen und Stellenabbau. Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank allein reichten laut DIHK nicht aus, um einen Aufschwung auszulösen.

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