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Geschäftserwartungen treiben Stimmung im Mittelstand

von Philipp Rose

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland hat sich im Juli deutlich verbessert. Der KfW-ifo-Index stieg um vier Zähler auf minus 17,3 Punkte, bleibt damit jedoch klar unter seinem langfristigen Durchschnitt.

Ausschlaggebend waren vor allem optimistischere Geschäftserwartungen. Auch die Lageurteile entwickelten sich positiv. Die Stimmung hellte sich in sämtlichen Wirtschaftsbereichen auf. Besonders kräftig fiel der Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe aus, wo das Geschäftsklima um 9,7 Zähler zulegte. Einzel- und Großhandel meldeten ebenfalls deutliche Verbesserungen. Im Bauhauptgewerbe und bei den Dienstleistungen blieb die Erholung moderater. Mit den besseren Aussichten stiegen auch die Beschäftigungserwartungen mittelständischer Unternehmen um 4,1 Zähler auf minus 7,4 Punkte. Das Geschäftsklima der Großunternehmen veränderte sich dagegen kaum und sank um 0,1 Zähler. Die Absatzpreiserwartungen gingen im Mittelstand erneut zurück. Nach einem Minus von 1,8 Zählern liegen sie nach drei Rückgängen in Folge nicht mehr deutlich über dem Niveau vor dem Iran-Krieg. Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer führt die Entwicklung unter anderem auf das Reformprogramm der Regierungskoalition und eine zeitweise Entspannung im Iran-Krieg zurück. Für den Mittelstand bleibt das Umfeld jedoch fragil. Bei anhaltenden Störungen der Ausfuhr aus der Golfregion besteht weiterhin ein erhebliches Rückschlagrisiko.

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