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Kapitalmarkt Blog
KMU-News

Bürokratie und Unsicherheit bremsen Mittelstand

von Philipp Rose 14/11/2025

Die wirtschaftliche Stimmung im Mittelstand bleibt angespannt. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet ihre aktuelle Lage nur als befriedigend, mehr als jeder Fünfte sieht diese bereits als schlecht. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland – insbesondere wegen ausufernder Regulierung, hoher Standortkosten und fehlender Planungssicherheit.

Umsätze und Erträge stagnieren oder gehen zurück, Investitionen werden verschoben und nur vereinzelt ausgeweitet. Zwar zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil, doch die Investitionsbereitschaft bleibt verhalten. Als größte Wachstumsbremsen gelten Nachfrageunsicherheit, Bürokratie und Fachkräftemangel. Viele Betriebe fühlen sich zudem durch zusätzliche Berichtspflichten spürbar belastet.
Wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des MITTELSTANDSVERBUNDES hervorgeht, fordern mittelständische Unternehmen daher vor allem einen konsequenten Abbau bürokratischer Hürden sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

14/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Mittelstand beklagt Wettbewerbsnachteile bei CO₂-Bepreisung

von Lieselotte Hasselhoff 12/11/2025

Die europaweite Einführung des CO₂-Preises für Gebäude und Verkehr wird um ein Jahr auf 2028 verschoben. Dieser Beschluss der EU-Umweltminister schadet vor allem dem industriellen Mittelstand in Deutschland.

Unternehmen, die bereits seit Jahren den nationalen CO₂-Preis zahlen, hatten gehofft, dass mit dem Emissionshandelssystem 2 der EU, kurz ETS 2, bald gleiche Wettbewerbsbedingungen in der gesamten EU geschaffen würden. Deutschland war im CO₂-Emissionshandel Vorreiter und hat ihn deutlich vor der EU eingeführt. Eigentlich sollten mit ETS 2 Mittelständler weiterer Branchen in den EU-Nachbarstaaten einbezogen werden. Nun müssen deutsche Unternehmen weiterhin höhere Kosten tragen als viele ihrer europäischen Konkurrenten. Politiker wie Andreas Lenz (CDU) warnen vor einem anhaltenden Wettbewerbsnachteil und fordern Entlastungen oder eine Rücknahme des nationalen CO₂-Preises, bis das ETS 2 tatsächlich umgesetzt wird. Zwar gibt es Kompensationszahlungen, doch diese decken laut betroffenen Unternehmen nur einen Bruchteil der tatsächlichen Belastungen ab. Fachleute befürchten laut Handelsblatt, dass der Mittelstand dadurch weiter unter Druck gerät und notwendige Transformationsprojekte kaum umsetzen kann. Ob das ETS 2 wirklich 2028 startet, bleibt zudem offen – viele Unternehmen sehen sich bis dahin mit ungleichen Wettbewerbsbedingungen in Europa konfrontiert. Zumindest in Teilaspekten ist der deutsche CO₂-Emissionshandel auch ein Vorteil, wie kürzlich berichtet.  

12/11/2025 0 Kommentare
Krisenfest gründen: Was Start-ups aus der Restrukturierung lernen können
Gastbeiträge

Krisenfest gründen: Was Start-ups aus der Restrukturierung lernen können

von Lieselotte Hasselhoff 11/11/2025

Die deutsche Start-up-Landschaft hat sich rasant entwickelt, insbesondere Berlin gilt als Hotspot für Innovationen. Rund 20  Prozent aller deutschen Start-ups sind hier ansässig. Die hohe Gründerdichte, vielfältige Geschäftsmodelle und die Nähe zu internationalen Investoren machen die Hauptstadt zu einem attraktiven Umfeld für junge Wachstumsunternehmen.

Ein Gastbeitrag von Dr. Fabian Meißner, LL.M.

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11/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Mittelstand entdeckt die CO₂-Bilanz als Wettbewerbsvorteil

von Lieselotte Hasselhoff 10/11/2025

Immer mehr mittelständische Unternehmen in Deutschland erkennen, dass die CO₂-Bilanzierung nicht nur eine bürokratische Pflicht, sondern eine strategische Chance ist.

Geschäftspartner, Banken und Großkunden fordern zunehmend detaillierte Daten zu Emissionen, weshalb Betriebe ihren CO₂-Ausstoß erfassen, bewerten und reduzieren müssen. „Die CO₂-Bilanzierung wurde durch die regulatorische Diskussion leider stark in die Bürokratieecke geschoben und weniger als etwas bewertet, das für Unternehmen Positives bewirken kann“, sagt Andreas Bauer-Niermann, Berater bei der Effizienz-Agentur NRW, gegenüber dem Handelsblatt. Auch wenn viele Firmen die neuen Anforderungen zunächst als Belastung empfinden, zeigt sich, dass der Aufwand lohnend sein kann: Eine gute CO₂-Bilanz kann die Wettbewerbsfähigkeit stärken, neue Aufträge sichern und die Position bei Kreditanträgen verbessern. Während Konzerne bereits zur Berichterstattung verpflichtet sind, trifft die Regelung in den kommenden Jahren zunehmend auch den Mittelstand. Doch wer frühzeitig handelt, kann seine Nachhaltigkeitsstrategie gezielt ausbauen und langfristig profitieren – nicht nur durch niedrigere Emissionen, sondern auch durch effizientere Prozesse und innovative Produkte.

10/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Flexibilität hilft Mittelstand gegen hohe Strompreise

von Philipp Rose 07/11/2025

Stark schwankende Strompreise werden für den Mittelstand zunehmend zur Herausforderung – zugleich eröffnen sie neue Chancen. Unternehmen, die ihren Energieverbrauch flexibel an Börsenpreise anpassen, können ihre Stromkosten deutlich senken und in Phasen negativer Preise sogar Einnahmen erzielen.

Beispiele aus der Industrie zeigen, wie das gelingt: Lebensmittelhersteller kühlen ihre Lager bei günstigen Strompreisen stärker herunter, Logistiker laden Elektroflotten gezielt in Zeiten niedriger Tarife und Betriebe mit eigenen Speichern verdienen zusätzlich Geld, indem sie Energie ins Netz zurückspeisen. Auch der Aufbau gemeinsamer Einkaufsinitiativen wie bei der Mittelstandsinitiative EE-Industrie hilft, bessere Konditionen zu sichern.
Wie das Handelsblatt berichtet, bleibt der Schlüssel zur Kostenkontrolle die Flexibilität, sei es durch eigene Erzeugung, Speicherkapazitäten oder Kooperationen. So können Mittelständler trotz volatiler Märkte ihre Energieausgaben stabilisieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

07/11/2025 0 Kommentare
Börse München (m:access) mit Bulle und Bär
FinanzierungGastbeiträgeMittelstand

m:access – die Börse mit dem Blick für die Bedürfnisse des Mittelstands

von Lieselotte Hasselhoff 06/11/2025

Das Mittelstandssegment m:access der Börse München wurde am 1. Juli 2005 gegründet. Die Idee: Dem Mittelstand eine verlässliche Plattform mit klaren Regeln, echter Nähe zu Investoren und ohne unnötige Hürden am Kapitalmarkt zu bieten. Die vergangenen 20 Jahre sind eine Erfolgsgeschichte für die Kapitalmarktfinanzierung im Mittelstand.

Ein Gastbeitrag von Dr. Marc Feiler und Dr. Rainer Wienke

Mit aktuell 60 Unternehmen und einer Marktkapitalisierung von insgesamt über 10 Mrd. Euro (10/25) hat sich m:access zum führenden Mittelstandssegment im DACH-Raum entwickelt. Historisch betrachtet sind über 120 Unternehmen in m:access notiert gewesen. Einige davon wurden übernommen, sind in andere Segmente gewechselt oder haben sich anschließend für Private Equity entschieden. Die Zahl der neu gelisteten Unternehmen steigt über die Jahre kontinuierlich. Das Börsensegment reagiert auf die Bedürfnisse von kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) und beweist dadurch seine Attraktivität für den deutschen Mittelstand.

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06/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Jeder vierte Familienbetrieb plant Stellenabbau

von Lieselotte Hasselhoff 05/11/2025

Rund 23 Prozent der deutschen Familienunternehmen planen laut einer aktuellen Umfrage der Verbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ im laufenden Quartal den Abbau von Arbeitsplätzen. Im vierten Quartal 2024 waren es noch 19 Prozent.

Damit trifft der anhaltende wirtschaftliche Abschwung nun auch jene Betriebe, die bislang als besonders widerstandsfähig galten. Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann warnte, dass die Wirtschaftskrise und die strukturellen Schwächen des Landes die Fundamente vieler Familienunternehmen zunehmend gefährden. Zwar wollen 61 Prozent der befragten Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl bis Jahresende konstant halten, doch die Zahl derer, die Stellen streichen müssen, steigt. Als Hauptgründe nennen die Unternehmer hohe Abgaben, wachsende Bürokratie und eine schwache Investitionsbereitschaft. Nur noch jeder fünfte Betrieb plant laut Umfrage, im kommenden Quartal zu investieren, während 46 Prozent gar keine neuen Projekte angehen wollen. Das Bundeskabinett will am Mittwoch Maßnahmen zum Bürokratieabbau beschließen – ein Schritt, den viele Familienunternehmer als überfällig ansehen.

05/11/2025 0 Kommentare
KMU-News

Babyboomer gehen in Rente – Nachfolger fehlen

von Lieselotte Hasselhoff 03/11/2025

Immer mehr mittelständische Unternehmen in Deutschland stehen vor einem ernsthaften Problem: Sie finden keine Nachfolgerinnen oder Nachfolger, die bereit sind, den Betrieb weiterzuführen. Wirtschaftswissenschaftler Stefan Bieler von der Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover erklärt, warum der Generationenwechsel zunehmend scheitert und welche Folgen das haben kann.

Ein zentraler Grund ist der demografische Wandel. Viele Unternehmensgründer der sogenannten Babyboomer-Generation erreichen das Rentenalter, doch geeignete Nachfolger fehlen. Während es den älteren Inhabern oft schwerfällt, ihr „Lebenswerk“ loszulassen, wollen jüngere Menschen die mit Unternehmertum verbundene hohe Arbeitslast und Verantwortung häufig nicht tragen. Der klassische Mittelständler arbeitet sechs Tage die Woche, Urlaub ist selten – ein Lebensstil, der sich kaum mit den heutigen Vorstellungen von Work-Life-Balance vereinbaren lässt. Auch wirtschaftliche Faktoren verschärfen die Situation. Vor allem im stationären Handel und in der Gastronomie machen Online-Angebote und Lieferdienste den Unternehmen zu schaffen. Nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer hat sich die Lücke bei der Unternehmensnachfolge seit 2019 nahezu verdoppelt. Rund 25 bis 30 Prozent der betroffenen Betriebe könnten in den nächsten Jahren keine Nachfolger finden – mit der Folge, dass sie verkauft oder geschlossen werden müssen.

Bieler sieht dennoch Chancen: Familien könnten das Eigentum behalten, aber die Geschäftsführung an externe Fachleute übergeben. Alternativ seien Verkäufe, Familienstiftungen oder andere Nachfolgemodelle denkbar.

03/11/2025 0 Kommentare
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Direktor Kapitalmarktgeschäft

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