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Kapitalmarkt Blog
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KMU-News

Warum immer mehr Unternehmen in Deutschland schließen

von Lieselotte Hasselhoff 26/05/2025

In Deutschland schließen derzeit so viele Unternehmen wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Allein im Jahr 2024 haben rund 196.100 Betriebe dauerhaft geschlossen – ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders betroffen sind das verarbeitende Gewerbe, technologieintensive Dienstleistungen sowie mittelgroße Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig: Neben weltpolitischen Unsicherheiten belasten vor allem strukturelle Probleme, wie der demografisch bedingte Fachkräftemangel, fehlende Nachfolgelösungen, hohe Energiekosten, steigende Lohn- und Sozialabgaben, sowie eine wachsende Bürokratielast für die Unternehmen. Dabei schließt nur jedes zehnte Unternehmen aufgrund einer Insolvenz – die meisten geben freiwillig auf, oft still und ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Trotzdem steigen auch die Insolvenzen deutlich: 2024 verzeichnete Deutschland 24 Prozent mehr Unternehmenspleiten als im Vorjahr. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach zuletzt von einer „Insolvenzwelle“ und forderte strukturelle Reformen. Experten wie ZEW-Ökonomin Sandra Gottschalk warnen im Handelsblatt vor dem Verlust wirtschaftlicher Substanz und betonen die Notwendigkeit, innovationsstarke und wachstumsorientierte Unternehmen zu entlasten.

26/05/2025 0 Kommentare
KMU-News

Transformationsdruck im Mittelstand steigt deutlich

von Philipp Rose 23/05/2025

Zunehmender Transformations- und Anpassungsdruck setzt den deutschen Mittelstand branchenübergreifend unter Stress. Besonders betroffen sind Automobilzulieferer, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Immobilienentwicklung. Auslöser sind laut einer aktuellen Analyse vor allem strukturelle Ursachen wie ein schwächerer Nachfrageverlauf, strategische Managementdefizite und veraltete Geschäftsmodelle.

Die Studie sieht insbesondere im ersten Quartal 2025 einen deutlichen Anstieg restrukturierungsbedürftiger KMUs. Als Gegenmaßnahmen empfehlen die Studienautoren eine konsequente Neuausrichtung: Frühwarnsysteme zur Risikofrüherkennung, Transparenz über Ertrags- und Verlustbringer, verschlankte Organisationsstrukturen und eine klare strategische Priorisierung von Wachstumsmärkten – etwa in China – gelten als zentrale Stellhebel.
Die Zahl der Restrukturierungsfälle dürfte laut Einschätzung weiter steigen – ebenso wie die Insolvenzen. Das geht aus dem aktuellen W&P Sanierungs- und Restrukturierungsbarometer hervor, wie der Beck-Verlag berichtet.

23/05/2025 0 Kommentare
Bitte Tür öffnen: Mittelständler benötigen einen einfachen Kapitalmarktzugang
FinanzierungMittelstand

Vergesst die kapitalmarktorientierten Mittelständler nicht!

von Lieselotte Hasselhoff 22/05/2025

Die neue Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz will die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen. Klingt gut – doch wer zwischen den Zeilen liest, merkt schnell: Der Mittelstand und insbesondere die kapitalmarktorientierten KMU kommen kaum vor. Im Koalitionsvertrag taucht das Wort „Börse“ genau einmal auf – und das nur im Zusammenhang mit Tierbörsen. Dabei wäre ein verbesserter Kapitalmarktzugang für KMU ein wichtiger Schlüssel zu mehr Wachstum.

Von Holger Clemens Hinz

Zwar gibt es erste gute Ansätze: Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) sprach im Bundestag von dringend nötiger Unterstützung für den Mittelstand. Sie kündigte Entlastungen bei Energie und Steuern sowie mehr Förderprogramme an. Doch was fehlt, sind konkrete Maßnahmen – vor allem für jene Mittelständler, die sich über den Kapitalmarkt finanzieren wollen.

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22/05/2025 0 Kommentare
KMU-News

Kapitalmarkt bietet Chancen für den Mittelstand

von Lieselotte Hasselhoff 21/05/2025

Im Handelsblatt berichtet der schwäbische Mittelständler Pfisterer über seinen gelungenen Handelsstart an der Börse und zeigt damit, dass auch Familienunternehmen den Kapitalmarkt erfolgreich nutzen können.

Das schwäbische Familienunternehmen Pfisterer hat kürzlich erfolgreich den Sprung an die Börse geschafft, um dringend benötigtes Kapital für Investitionen in Produktion und Technologie zu erhalten. Der Börsengang, bei dem ein Minderheitsanteil verkauft wurde, brachte rund 200 Millionen Euro in den freien Handel und bewertete das Unternehmen mit über 500 Millionen Euro. Trotz des Erfolgs gilt ein solch vergleichsweise kleines Börsenvolumen unter Experten als kritisch, da es die Liquidität und das Interesse internationaler Investoren einschränken kann. Üblicherweise sollte das platzierte Volumen mindestens 250 bis 500 Millionen Euro betragen. Der Fall Pfisterer zeigt, dass auch mittelständische Unternehmen vom Kapitalmarkt profitieren können, wenn sie sich gut vorbereiten und ein klares Wachstumskonzept vorlegen. Gleichzeitig macht der Rückzug anderer Mittelständler wie der Deutschen Familienversicherung (DFV) oder der Raumfahrtfirma OHB deutlich, dass die Börse nicht für jedes Unternehmen der richtige Weg ist. In vielen Fällen bieten Private-Equity-Investoren eine Alternative: Sie finanzieren Wachstum und bereiten Firmen auf eine spätere Börsennotierung vor. Dabei bleibt die Gründerfamilie häufig zunächst beteiligt und plant einen schrittweisen Ausstieg. Insgesamt zeigt sich, dass der Kapitalmarkt für den Mittelstand durchaus Chancen bietet – vorausgesetzt, Volumen und Strategie stimmen.

21/05/2025 0 Kommentare
KMU-News

Immer mehr KMU verzichten auf Bankkredit bei Investitionen

von Lieselotte Hasselhoff 19/05/2025

Laut einer aktuellen KfW-Studie verzichten rund drei Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland bei Investitionen auf Bankkredite.

Die Untersuchung, die sich auf das Jahr 2023 bezieht, zeigt, dass KMU zunehmend auf Eigenmittel oder alternative Finanzierungsformen setzen. Zu den Hauptgründen zählen verschärfte regulatorische Anforderungen, die die Kreditvergabe besonders für kleine mittelständische Unternehmen erschweren. Viele Unternehmen greifen daher auf Leasing, Factoring oder Crowdfunding zurück. Die Studienautoren kommen zu folgendem Fazit: „Daher ist es auch nach wie vor von hoher Bedeutung für den oftmals lokal verankerten Mittelstand, einen funktionsfähigen Zugang zur Bankfinanzierung offen zu halten. Gerade mittelständische Unternehmen sind auf Fachwissen und Erfahrungen ihrer Finanzierungspartner vor Ort angewiesen, vor allem bei beratungsintensiven Finanzierungsanlässen. Vielfach langjährig gewachsene und stabile Geschäftsbeziehungen zu Kreditinstituten sind ein entscheidendes Kriterium für die Qualität und Quantität der Kreditversorgung des Mittelstands in Deutschland.“ 

19/05/2025 0 Kommentare
KMU-News

Wirtschaftsministerin plant Neuausrichtung der Mittelstandspolitik

von Philipp Rose 16/05/2025

Die neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will mit einem umfassenden Maßnahmenpaket dem angeschlagenen Mittelstand neuen Schwung verleihen.

Geplant sind Steuer- und Energieentlastungen, ein Bürokratieabbau sowie gezielte Förderprogramme für Innovation und Forschung. Zudem sollen Berichtspflichten im Lieferkettengesetz gestrichen und ein Statistikmoratorium eingeführt werden. Reiche setzt auf den beschleunigten Bau neuer Gaskraftwerke zur Sicherung der Energieversorgung sowie auf CO₂-Nutzungstechnologien wie CCS und CCU – Technologien durch die weniger CO₂ in der At­mo­sphä­re landet.
Flankierend sollen verbesserte Abschreibungsbedingungen und eine schrittweise Senkung der Körperschaftssteuer ab 2028 für zusätzliche Investitionsimpulse sorgen. Die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet, dass mit dem Paket eine strukturelle Trendwende für KMUs eingeleitet werden soll – in einem wirtschaftspolitisch zunehmend anspruchsvollen Umfeld.

16/05/2025 0 Kommentare
Probevorführung zum IPO: Pre-Sounding und Targeting bestimmen den richtigen Investorenmix
FinanzierungMittelstand

IPO-Targeting: Licht aus, Spot an für die Probevorführung vor der Premiere

von Holger Clemens Hinz 14/05/2025

Der Prozess auf dem Weg zum IPO gleicht einer Filmproduktion. Bevor ein Film in die Kinos kommt, wird er stets einem Testpublikum vorgeführt. In diesen sogenannten Screenings prüft das Studio, wie bestimmte Szenen ankommen, ob der Spannungsbogen trägt – und ob das Zielpublikum erreicht wird. Im Rahmen eines Börsengangs spricht man von einem sogenannten Pilot Fishing, dem sich in Abhängigkeit vom Verlauf das breitere Market Sounding anschließt. Investmentbanken sprechen dabei mit ausgewählten Investoren, um einen ersten Eindruck dafür zu bekommen, ob das Unternehmen und die „Equity Story“, also das Drehbuch, marktfähig sind.

Von Holger Clemens Hinz

Es gilt wie bei einer klassischen Beziehungskomödie eine Anbahnung herbeizuführen. Es muss in einer sehr kurzen Zeitphase gelingen, den Investoren als Publikum über die Equity Story, die handelnden Personen und das Zahlenwerk des Unternehmens den Hof zu machen.  Im nächsten Schritt geht es darum, sich auf ein weiteres Date einzulassen und später die Aktie zu zeichnen.  Doch wie beim Film reicht es nicht, nur Feedback einzusammeln, sondern entscheidend ist, wer befragt wird. Das Publikum muss zur Zielgruppe passen – im Kapitalmarkt ist das der richtige Investoren-Mix. Wer später erfolgreich gelistet und potenziell in einen Index wie MDAX oder SDAX aufgenommen werden will, muss sich bewusst und strategisch aufstellen.

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14/05/2025 0 Kommentare
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Die Stimmungslage im deutschen Mittelstand bleibt angespannt

von Lieselotte Hasselhoff 14/05/2025

Die Stimmung im deutschen Mittelstand bleibt auch im Frühjahr 2025 äußerst angespannt. Laut aktuellem Creditreform-Geschäftsklimaindex (CGK) erreicht das Stimmungsbild mit einem Wert von minus 2,9 Punkten den tiefsten Stand seit zehn Jahren.

Der Index ist unterteilt in eine Bewertung zur aktuellen Geschäftslage und in die Geschäftserwartungen, wie sie die Unternehmen äußern. Besonders betroffen sind Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Bau und dem Handel. Hohe Kosten, eine schwache Nachfrage und anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten drücken die Erwartungen. Aufgrund dieser Unsicherheiten sinkt auch die Investitionsbereitschaft auf 40,4  Prozent und bleibt weiterhin unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Der einzige Hoffnungsschimmer zeigt sich im Dienstleistungssektor mit einer leichten Verbesserung des Indexes – insgesamt bleibt die wirtschaftliche Lage jedoch kritisch.

14/05/2025 0 Kommentare
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Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Leiter Kapitalmarktgeschäft

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Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

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Leiter Institutionelles Research

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