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Firmenübernahmen im Mittelstand werden deutlich teurer

von Philipp Rose

Die Kaufpreisvorstellungen mittelständischer Unternehmer bei der Nachfolgeregelung sind seit 2019 real um 9,5 Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als die Inflation. Im Durchschnitt wollen Verkäufer nun 499.000 Euro erzielen, gegenüber 372.000 Euro vor sechs Jahren.

Wer einen mittelständischen Betrieb übernehmen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als je zuvor. Im Median haben sich die Preisvorstellungen der Verkäufer von 175.000 auf 375.000 Euro mehr als verdoppelt. Das heißt, die Hälfte der Unternehmer liegt mit ihren Erwartungen jeweils darunter oder darüber. Durchschnittlich verlangen Verkäufer das 1,2-Fache ihres Jahresumsatzes. Besonders deutlich zeigt sich die Verschiebung an den Rändern: Wollten 2019 noch 18 Prozent der Mittelständler weniger als 50.000 Euro für ihr Unternehmen, sind es heute nur noch fünf Prozent. Gleichzeitig streben 27 Prozent einen Kaufpreis von über einer Million Euro an. Vor sechs Jahren waren es 18 Prozent. Wie Markt und Mittelstand unter Berufung auf Daten von KfW Research berichtet, verschärft diese Entwicklung die Lage für potenzielle Nachfolger erheblich. In einem Umfeld, in dem Tausende Betriebe altersbedingt zur Übergabe anstehen, steigen die finanziellen Einstiegshürden spürbar. Damit wächst das Risiko, dass Nachfolgen scheitern oder ganz ausbleiben.

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