Der Aufbau funktionierender E-Commerce-Konzepte ist eine der drängendsten Herausforderungen des mittelständischen Einzelhandels. Dabei kommt es nicht nur auf die technische Unterstützung stationärer Händler bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse an. Vielmehr gilt es, ihre Unabhängigkeit auch im Online-Handel nachhaltig zu sichern. Ein kritischer Blick auf die gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen ist dafür unabdingbar. Ein Gastbeitrag von Marius Müller-Böge, Referent für Mittelstandspolitik beim Mittelstandsverbund – ZGV e.V.
Mittelstand
Sylt und der Schwarzwald sind Magneten für Urlauber aus ganz Deutschland. Doch auch abseits der altbekannten Pfade gibt es viel zu erleben. Wenig bekannte Orte wie das Thüringer Meer, Monschau oder das Pfälzer Bergland locken mit ihrem ganz eigenen Charme und bieten Urlaubern neue Landschaften und viel Erholung.
Die Wahl des Urlaubsortes fällt vielen schwer. Soll es schon wieder für den Strandurlaub nach Rügen, zum Wanden in den Schwarzwald oder Oberstdorf gehen? Keine Frage, sind dies alles schöne Orte. Doch für Reiselustige lohnt sich auch ein Blick über den Tellerrand. Das Lausitzer Seenland, Donautal und das Pfälzer Bergland sind nur wenigen Urlaubern ein Begriff, stehen den bekanntesten und schönsten Orten Deutschlands aber in nichts nach. Häufig sind unentdeckte Orte wie etwa das Thüringer Meer nicht von Touristen überlaufen und man erhält Einblick in neue Landschaften.
Kaum ein Sektor ist für den Mittelstand so wichtig wie die Automobilbranche. Als Zulieferer haben KMU einen grundlegenden Anteil an der Wertschöpfungskette. Doch die Branche befindet sich im Umbruch: Der Verbrenner steht vor dem Aus, alternative Antriebsmöglichkeiten sind stattdessen gefragt. Mittelständler müssen daher jetzt schauen, dass sie den Anschluss an die neuen Technologien nicht verpassen.
Die Automobilindustrie ist eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. In den vergangenen zehn Jahren rollten rund 52,6 Millionen Autos aus deutschen Fabriken auf die Straße. Tausende Zulieferer und rund 613.000 Arbeitsplätze hängen an der Automotive-Branche in Deutschland. Doch diese befindet sich in einem gewaltigen Umbruch: Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell, stattdessen bestimmen E-Autos den Markt. Die Zulassungen für die elektrifizierten Fahrzeuge steigen rasant an, im April 2021 wurden erstmals mehr elektrifizierte Fahrzeuge zugelassen als Diesel. Der zunehmende Wechsel vom Verbrenner auf Elektroautos hat nicht nur alteingesessene Hersteller wie Daimler, Audi, VW & Co ins Schwitzen gebracht. Auch zahlreiche Mittelständler, die als Zulieferer fest in der Branche verwurzelt sind, machen sich Sorgen um ihre Zukunft.
Sie helfen bei der Datenanalyse, unterstützen Manager bei Entscheidungen und wissen, was Kunden als Nächstes kaufen wollen – Künstliche Intelligenz ist die Superwaffe der Digitalisierung. Fast zehn Prozent der mittelständischen Unternehmen setzen bereits auf KI-Lösungen, ein großer Teil will in die Technik investieren und erwartet sich dadurch Wettbewerbsvorteile.
Es spielt mittlerweile kaum noch eine Rolle, in welchem Wirtschaftsbereich man als Unternehmen tätig ist: Die Menge an Daten, die täglich erhoben und verarbeitet wird, nimmt kontinuierlich zu. Das Problem daran ist jedoch nicht die Zunahme an Datenflüssen, sondern dass diese Daten bei der Erfassung häufig nur wenig strukturiert sind. Datenanalyse wird zwar zunehmend wichtig, aber auch ungemein komplexer. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Künstliche Intelligenz (KI), die die Datenanalyse automatisieren. Datenbanken lassen sich so schneller aufsetzen und verwalten, zudem liefert Künstliche Intelligenz wertvolle Informationen zur Entwicklung von Kunden- und Produktsegmenten.
Umfragen zeigen: die Verbraucher/innen haben wieder Lust auf Shopping im stationären Handel. Das echte Erlebnis, Riechen, Ausprobieren, der persönliche Austausch – all das kann nur der Einzelhandel auf der Fläche. Marilyn Repp, Handelsexpertin und Projektleiterin beim Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel sagt, was Händler gerade jetzt tun müssen.
Bei der Zahl der Neuemissionen an der deutschen Börse sah es in den vergangenen zwei Jahren eher verhalten aus. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass der Abwärtstrend durchbrochen sein könnte. So wagten sich im ersten Halbjahr 2021 bereits acht Unternehmen auf das Börsenparkett. Weitere Neuzugänge und ein SPAC könnten im zweiten Halbjahr folgen.
Die Zahl der IPOs war in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren durchwachsen. Gingen 2019 nur vier Unternehmen an die Börse, trauten sich 2020 trotz Corona-Krise immerhin sechs Firmen mit einem IPO auf das Börsenparkett. Ein Blick auf die IPOs des ersten Halbjahrs 2021 zeigt, dass das Tal der Tränen durchschritten ist. So sind bis Ende Juni bereits acht Unternehmen an der Börse gestartet. Weitere bereiten sich derzeit auf ein Listing vor. Und: Nach langer Zeit könnte in diesem Jahr erstmals auch ein Unternehmen über ein SPAC an die Börse kommen. Ob die Zahl der IPOs in Deutschland dieses Jahr im zweistellig wird, muss sich aber erst noch zeigen. Doch schon jetzt steht fest: Der Markt für Neuzugänge nimmt deutlich an Fahrt auf.
Zeitwertkonten sind staatlich geförderte Instrumente zur langfristigen Arbeitszeit-Flexibilisierung. Sie ergänzen sinnvoll und attraktiv bestehende Vergütungsmodelle und schaffen durch Finanzierung des vorzeitigen Ruhestandes die Verbindung zur betrieblichen Altersversorgung.
Von Thorsten Kircheis
Mit dem Wandel zur „Arbeit 4.0“ steigen die Anforderungen an die zeitliche Flexibilität der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. Zeitwertkonten sind seit 1998 unter dem Begriff „Wertguthaben“ im SGB IV beziehungsweise durch das „Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen“ geregelt („Flexi I-Gesetz“; reformiert im Flexi-II-Gesetz 2008). Sie sind ein hervorragendes Instrument, einen Interessenausgleich zwischen den Arbeitszeitwünschen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu schaffen.
China lockt mit starken Wachstumszahlen und einem Markt mit potenziell 1,4 Milliarden Kunden. Viele deutsche Mittelständler wollen daher nicht nur nach China exportieren, sondern auch vor Ort präsent sein. Doch die überbordende Bürokratie und die zunehmende Komplexität neuer Gesetze können Mittelständlern in China schnell einen Strich durch die Rechnung machen.
Chinas rasantes Wachstum ist auch während der Corona-Krise ungebrochen. Im ersten Quartal 2021 ist das Land im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 18,3 Prozent gestiegen. Vor Corona wies das „Reich der Mitte“ ebenfalls beachtliche Wachstumszahlen auf: 2019 betrug das Bruttoinlandsprodukt 14,34 Billionen Dollar. Deutschland ist mit einem bilateralen Handelsvolumen von 206 Milliarden Euro einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Chinas. Längst haben deutsche Mittelständler den asiatischen Markt für sich entdeckt. Doch für viele KMU ist nicht nur der Export nach China attraktiv, immer mehr mittelständische Unternehmen wollen mit ihrem Unternehmen direkt vor Ort präsent sein.
