Die EU-Kommission fördert Bankdarlehen, deren Konditionen von der ESG-Entwicklung des jeweiligen Unternehmens abhängen. Langfristig soll die europäische Wirtschaft dadurch nachhaltiger werden. Sollte sich der Trend der „grünen Kredite“ durchsetzen, wird es für Mittelständler zukünftig wichtiger, ESG-Daten zu erheben. Zudem könnten für KMU mittelfristig Kredithürden entstehen. Mittelständler sollten daher Finanzierungsalternativen auf dem Schirm haben.
So genannte ESG-Linked-Loans sollen nachhaltiges Wirtschaften fördern. Henkel, Rewe und Siemens nutzen sie bereits und nach dem Willen der EU-Kommission soll ihnen künftig eine größere Rolle im Finanzierungsbereich zugeteilt werden. Hinter den „grünen Krediten“ verbergen sich Bankdarlehen, über deren Mittel Unternehmen zwar frei verfügen, doch sind die Finanzierungskonditionen an die ESG-Performance des jeweiligen Unternehmens geknüpft. Ist ein Unternehmen besonders nachhaltig, verbessern sich die Konditionen. Sinkt die Nachhaltigkeitsleistung hingegen, so werden auch die Kreditbedingungen teurer. Die Darlehen sollen Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit motivieren und so der EU dabei helfen, bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaftszone zu werden. Zwar bieten die Nachhaltigkeits-Kredite für Unternehmen auch Vorteile, für viele KMU bedeuten sie anfangs jedoch unter Umständen einen Mehraufwand.
