Gitta Connemann (CDU) behält das Amt der Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, auch nachdem sie vom Wirtschaftsministerium ins Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung gewechselt ist. Das Amt folgt ihr auf ausdrücklichen Wunsch von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Connemann, die zugleich Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist, übernimmt im Digitalministerium die Nachfolge von Philipp Amthor, der als Staatsminister für Bund-Länder-Beziehungen ins Kanzleramt wechselt. Die Ansiedlung des Mittelstandsamts im Digitalressort von Minister Karsten Wildberger begründet Connemann damit, dass dort die entscheidenden Hebel für Bürokratierückbau und Staatsmodernisierung lägen. „Der Mittelstand braucht einen Staat, der ermöglicht statt aufhält“, erklärte sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Für kleine und mittlere Unternehmen ist der Schritt inhaltlich folgerichtig: Bürokratieabbau bleibt seit Jahren branchenübergreifend eine der drängendsten Forderungen des Mittelstands . Die Entscheidung, über die unter anderem die WirtschaftsWoche berichtete, das Amt mit dem Digitalministerium zu verknüpfen signalisiert, dass die Bundesregierung Verwaltungsmodernisierung und Entlastung der Wirtschaft stärker zusammendenken will. Nachfolger Connemanns im Wirtschaftsministerium wird Johannes Steiniger, bisher agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz.
