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Die deutsche Wirtschaft steckt in der längsten pessimistischen Phase seit zwei Jahrzehnten. Fast 30 Prozent der Unternehmen planen für 2026 Stellenstreichungen, rund 40 Prozent wollen weniger investieren.
Der Strukturbruch trifft besonders die Industrie hart. In der Automobilregion rund um Stuttgart fallen Zehntausende Arbeitsplätze weg und im Bauhauptgewerbe liegt das Geschäftsklima bei minus 23,1 Punkten. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten fürchtet den Jobverlust. Dazu bremsen langsame Genehmigungsprozesse und Entscheidungen fallen in Deutschland oft erst bei 150 Prozent Reifegrad. Das kostet Zeit und Wettbewerbsfähigkeit. Pandemie, Energieschock und Kriege haben kollektive Investitionsbremsen in den Köpfen der Entscheider hinterlassen.
Dabei zeigt der Holzbau, dass Wachstum trotz schwieriger Lage möglich ist. Die Holzbauquote erreichte 2024 Höchststände und die Genehmigungsrückgänge fielen dort deutlich geringer aus als im übrigen Baugewerbe. Eine Fertigungstiefe von 90 Prozent ermöglicht Flexibilität und Lieferfähigkeit, die international kaum zu erreichen ist. Technisches Know-how ist vorhanden und Automatisierung schafft Antworten auf Kostendruck sowie Ressourcenmangel. Wie das Handelsblatt berichtet, liefert jede Investition, die entgegen der Stimmungslage getätigt wird und funktioniert, einen konkreten Datenpunkt gegen die kollektive Risikoaversion und ermutigt damit andere, es dem Investor gleichzutun.
