Die aktuelle Herbstumfrage von DZ Bank und BVR zeigt, dass die Stimmung im deutschen Mittelstand weiter sinkt. Nur 62,8 Prozent der befragten Unternehmen planen in den kommenden sechs Monaten zu investieren.
Das liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 73 Prozent und ist der niedrigste Wert seit der Finanzkrise 2009. Die verhaltene Investitionsbereitschaft spiegelt die zunehmende Unsicherheit wider, denn immer weniger Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Belastend wirken vor allem Bürokratie, hohe Lohnkosten und der anhaltende Fachkräftemangel, die laut Studie weite Teile des Mittelstands ausbremsen. Während Lieferengpässe aktuell weniger relevant sind, sorgen internationale Handelskonflikte erneut für Risiken bei wichtigen Rohstoffen. Die Autoren der Studie betonen, dass staatliche Investitionspakete zwar positive Impulse setzen könnten, jedoch angesichts des niedrigen Ausgangsniveaus nicht ausreichen, um die Hemmnisse zu kompensieren. Viele Unternehmen rechnen deshalb mit Personalabbau und höheren Preisen – ein weiteres Zeichen für die angespannte Lage, die unmittelbar auf die Investitionsbereitschaft durchschlägt.
