Der Ukrainekrieg trifft den deutschen Mittelstand ins Mark. Höhere Beschaffungspreise und Lieferengpässe bei Energierohstoffen belasten kleine und mittelständische Unternehmen stärker als die Corona-Pandemie. Bereits im Zuge der Pandemie hatten Engpässe in internationalen Lieferketten dazu geführt, dass deutsche Mittelständler die meist vollen Auftragsbücher nur verzögert abarbeiten konnten. Die zusätzlich erhöhten Energiekosten gefährden nun ganze Geschäftsmodelle. Es drohen Drosselungen der Produktion, Abschaltungen von Großanlagen und Insolvenzen. Ein Gastbeitrag von Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN).
Finanzierung
In der Beitrags-Serie erklären die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank Schritt für Schritt, wie ein Initial Public Offering (IPO) abläuft. Von den Vorbereitungen bis hin zum Start auf dem Börsenparkett erfahren am Kapitalmarkt interessierte Unternehmen, worauf es bei einem IPO ankommt. Im dritten Teil erklärt Klaus Soer, ehemaliger Leiter Institutionelles Research bei der Quirin Privatbank, welche Aufgaben und Analysen der Research-Bereich übernimmt, und worauf Mittelständler achten sollten.
Der deutsche Mittelstand gilt als zurückhaltend bei Investitionen. Die Corona-Krise hat den Trend verstärkt. Doch Probleme in der deutschen Wirtschaft reichen nicht, um die Investitionsschwäche des Mittelstandes gänzlich zu erklären. Denn häufig spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Maßgeblich ist laut einer aktuellen Studie etwa das Alter der Entscheidungsträger.
Deutsche Unternehmer investieren zu wenig in die Zukunft. Konkret heißt das, sie investieren zu wenig in neue Technologien, neue Arbeitsweisen und die Entwicklung neuer Produkte. Kurz: in Innovationen, die die Firmen langfristig wettbewerbsfähig machen würden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind mit größeren Zukunftsinvestitionen zurückhaltend. Laut einer im November veröffentlichten Studie war zuletzt sogar ein Rückgang der Investitionen zu verzeichnen. Corona spielt dabei sicherlich eine Rolle: Für 54 Prozent der Befragten ist das vorhandene finanzielle Polster bei der Entscheidung für oder gegen Investitionen maßgeblich.
Anleihen sind für mittelständische Unternehmen eine gute Möglichkeit, frisches Kapital aufzunehmen. KMU können die Anleihen flexibel und gemäß ihrer eigenen Finanzierungsbedürfnisse gestalten. Aktuelle Zahlen belegen: Auch auf Investorenseite sind Anleihen nach wie vor stark nachgefragt.
Der Mittelstand nimmt mehr Geld am Anleihenmarkt auf. 2021 ist das Emissionsvolumen für Anleihen in Deutschland deutlich gestiegen. Laut einer Analyse haben im vergangenen Jahr 26 KMU ein IBO (Initial Bond Offering) gewagt. Insgesamt haben sie 30 neue Anleihen auf den Kapitalmarkt gebracht. Somit sinkt die Zahl der neuen Anleihen zwar gegenüber dem Vorjahr (38), dafür ist jedoch das Emissionsvolumen um 19 Prozent auf 1,137 Milliarden Euro gestiegen. Mittelständische Unternehmen beleihen also zunehmend größere Summen am Kapitalmarkt: Auch 2020 war das Emissionsvolumen im Vergleich zu 2021 mehr als doppelt so hoch.
Kapitalmarkt-Serie Teil 2: „Unternehmen müssen in der Lage sein, ihr Geschäftsmodell zu verkaufen“
In der Beitrags-Serie erklären die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank Schritt für Schritt wie ein Börsengang (Initial Public Offering – IPO) abläuft. Von den Vorbereitungen bis hin zum Start auf dem Börsenparkett erfahren am Kapitalmarkt interessierte Unternehmer und Unternehmen, worauf es bei einem IPO ankommt. Im zweiten Teil erklärt Carsten Peter, Direktor Corporate Finance bei der Quirin Privatbank, die Etappen nach dem Start: die Erstellung des Wertpapierprospekts und die Entwicklung der Equity Story sowie die Due Diligence.
Die EU-Kommission arbeitet an der Entwicklung neuer Richtlinien, die dem Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor eine gewichtigere Rolle geben sollen. Anhand von ESG-Richtlinien soll die Nachhaltigkeit von Unternehmen gemessen werden. Seit März 2021 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die die Anbieter von Finanzprodukten zur Offenlegung der ESG-Klassifizierung ihrer Produkte verpflichtet. Eine weitere Richtlinie soll künftig die ESG-Berichterstattung der Unternehmen neu regeln – das könnte zum Problem für Mittelständler werden.
„Grüne Kredite“, nachhaltige Geldanlage, umweltbewusster Konsum: Klimaschutz war nie so relevant bei Kauf- und Anlageentscheidungen wie heute. Für Unternehmen steigt damit der Druck, die Nachhaltigkeit ihrer eigenen Produktionsweise nachzuweisen. Als Messlatte dienen sogenannte „ESG-Kriterien“.
Kapitalmarkt-Serie Teil 1: „Ein IPO ist ein komplexer Prozess, der im Vorfeld viel Vorbereitung erfordert“
In einer neuen Beitrags-Serie erklären die Kapitalmarkt-Experten von der Quirin Privatbank Schritt für Schritt wie ein Initial Public Offering (IPO) abläuft. Von den Vorbereitungen bis hin zum Start auf dem Börsenparkett erfahren Kapitalmarktinteressierte Unternehmen, worauf es bei einem IPO ankommt. Im ersten Beitrag erklärt Carsten Peter, Direktor Corporate Finance bei der Quirin Privatbank, warum sich ein IPO für Mittelständler lohnt und welche Aufgaben und Herausforderungen auf Unternehmen am Anfang zukommen.
Zahlreiche Mittelständler haben trotz Hilfsgeldern kaum noch Rücklagen. Finanzielle Engpässe hindern Unternehmen daran, nach der Krise schnell wieder auf die Beine zu kommen. KMU-Anleihen oder ein IPO sind geeignete Alternativen, um nach der Krise mit Investitionen schnell loslegen zu können.
Der Mittelstand bereitet sich darauf vor, nach der Corona-Krise endlich wieder durchzustarten. Laut einer ifo-Umfrage haben im vierten Quartal 2021 erstmals wieder mehr KMU Kreditverhandlungen mit Banken und Sparkassen geführt. Rohstoffe, Vorprodukte und Investitionsprojekte werden teurer. Durch die Inflation steigt der Finanzierungsbedarf vieler Unternehmen. Hinzu kommen anhaltende Liquiditätslücken. Entsprechend stieg der Anteil der Mittelständler, die ein Bankdarlehen aufnehmen wollten, gegenüber dem Vorquartal. Nach fünf Rückgängen in Folge stieg der Anteil jetzt um 1,6 Prozentpunkte auf 19,3 Prozent. Doch es zeigt sich auch: Im Vergleich zu Vorkrisenzeiten bleiben Unternehmer zögerlich.
