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Mittelstand unterschätzt Cyberattacken noch immer

von Philipp Rose

Mittelständische Unternehmen sind bei Hackern beliebte Ziele, da sie meist schlechter geschützt sind als große Konzerne. Und wie sich zeigt, wird die Bedrohung von einem Großteil der Unternehmen immer noch nicht angemessen behandelt.

1200 Cyberangriffe gibt es wöchentlich pro Unternehmen in Deutschland. Vor allem produzierende Betriebe geraten ins Fadenkreuz von Hackern. Und da die Erfolgsaussichten eines solchen Angriffs bei einem kleinen Zulieferbetrieb mit geringerem Budget für IT-Sicherheit bedeutend größer sind als bspw. beim großen Autokonzern selber, sind KMUs inzwischen bei 50 Prozent der Attacken das Ziel. Hinzu kommt, dass Schadsoftware für Kriminelle mittlerweile im Darknet sozusagen von der Stange verfügbar ist, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Ist ein Cyberangriff erstmal erfolgreich, dauert es aktuell im Schnitt 21 Tage, bis der Betrieb das operative Geschäft wieder vollständig ans Laufen gebracht hat. So entstand der deutschen Wirtschaft zwischen August 2023 und August 2024 ein Schaden von knapp 270 Milliarden Euro.

Eine Umfrage des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab, dass bei zwei Drittel der Unternehmen die IT-Sicherheit schleifen gelassen wird und die Hälfte der Betriebe überhaupt nicht für den Ernstfall gewappnet ist. Eine Zahl, die das Problem untermauert: Laut KfW Mittelstandspanel gaben kleine Unternehmen 2023 lediglich 8000 Euro für Sicherheitssoftware aus.

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