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KMU-News

Umsatzrückgänge im Mittelstand setzen sich fort

von Lieselotte Hasselhoff 21/07/2025

Der aktuelle Datev-Mittelstandsindex zeigt: Die Umsätze im deutschen Mittelstand sinken weiterhin.

Nach einer kurzen Stabilisierung im Mai rutscht der DATEV Mittelstandsindex Umsatz im Juni saison- und kalenderbereinigt um 3,0 Punkte auf nur noch 90,3 Punkte ab. Das bedeutet ein Minus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders betroffen sind mittlere Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von 5,2 Prozent. Diese negative Entwicklung zieht sich durch nahezu alle Branchen, Bundesländer und Unternehmensgrößen. Im Bauhauptgewerbe fällt der Rückgang mit 7,0 Prozent am stärksten aus. Die Ursachen sind vielfältig: rückläufige Exporte, ein verhaltener privater Konsum sowie steigende Kosten durch Energiepreise, Sozialabgaben und zunehmende Bürokratie setzen dem Mittelstand zu. Eine wirtschaftliche Erholung für den deutschen Mittelstand ist weiterhin nicht in Sicht. Auch bei den kleineren Betrieben zeigt sich eine angespannte Lage: Kleinstunternehmen melden mit 5,9 Prozent das deutlichste Umsatzminus, gefolgt von mittleren und kleinen Unternehmen. Trotz sinkender Umsätze steigen die Kosten: Der Lohnindex klettert im Juni auf 115,0 Punkte, was einer nominalen Lohnsteigerung von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Personalkosten bleiben damit ein erheblicher Belastungsfaktor für die Betriebe. Der Beschäftigungsindex stagniert bei 101,5 Punkten – eine minimale Veränderung im Vergleich zum Vormonat, aber ein Rückgang um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während mittlere Unternehmen ihre Beschäftigtenzahlen leicht erhöhen konnten, setzen kleinere Betriebe den Personalabbau fort. „Der erneute Umsatzrückgang zeigt deutlich, wie offensichtlich die Dringlichkeit politischen Handelns ist. Ohne gezielte Entlastungen und Anreize ist der Mittelstand, das Fundament unserer Wirtschaft, zunehmend gefährdet“ so Prof. Dr. Rober Mayer, CEO von Datev. Ohne gezielte Reformen in der Wirtschafts- und Energiepolitik droht dem deutschen Mittelstand ein längerfristiger Abschwung.

21/07/2025 0 Kommentare
KMU-News

Demografischer Wandel bremst Investitionen im Mittelstand

von Lieselotte Hasselhoff 18/07/2025

Das steigende Alter mittelständischer Unternehmer in Deutschland bremst laut einer aktuellen Analyse von KfW Research die Investitionstätigkeit im Mittelstand deutlich.

Der Bericht zeigt, dass das Durchschnittsalter der Unternehmer mittlerweile bei über 54 Jahren liegt. Zu Beginn des Millenniums lag dieses noch bei 45 Jahren. Besonders auffällig dabei: Über die Hälfte der Geschäftsinhaber sind inzwischen 55 Jahre oder älter. Während jüngere Inhaber unter 40 Jahren in fast 60 Prozent der Fälle investieren, liegt die Investitionsquote bei Unternehmern über 60 Jahren nur noch bei 38 Prozent. Die Zurückhaltung betrifft vor allem das Baugewerbe und wissensintensive Dienstleistungsbetriebe wie Steuerberatungen oder Anwaltskanzleien. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der demografische Wandel in Kombination mit ungelösten Nachfolgefragen. Ältere Unternehmer verschieben Investitionen, wenn unklar ist, wer das Unternehmen in Zukunft weiterführt. Laut KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher „fahren viele Unternehmen bereits auf Verschleiß“, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands gefährden könnte. Die Analyse zeigt jedoch auch: Wird eine klare Nachfolgeregelung getroffen, steigt die Investitionsbereitschaft der Unternehmer wieder deutlich. Die KfW empfiehlt daher, frühzeitig Nachfolgelösungen anzustreben, um den Investitionsstau aufzubrechen.

18/07/2025 0 Kommentare
KMU-News

Wie der deutsche Mittelstand von Amazon profitiert

von Lieselotte Hasselhoff 16/07/2025

Laut dem aktuellen Amazon KMU-Report 2025 nutzen rund 47.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Deutschland die Amazon-Plattform, um ihre Produkte auch international zu verkaufen.

Im Jahr 2024 erzielten circa 47.000 KMU, welche über Amazon ihre Produkte verkaufen, einen Exportumsatz von insgesamt 5,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von etwa 200 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen über 750 Millionen Produkte über Amazon. Besonders profitierten dabei Unternehmen, welche ländlicher gelegen sind: 20.000 dieser KMU nutzen die Infrastruktur von Amazon, um Wettbewerbsnachteile auf dem Land auszugleichen. Neben der Infrastruktur des Marktplatzes greifen viele KMU inzwischen auf digitale Werkzeuge wie Künstliche Intelligenz zurück, etwa zur Erstellung von Produktbeschreibungen oder Werbematerialien. Der Report zeigt zudem, dass die Nutzung der Amazon-Plattform für viele kleinere Unternehmen eine Möglichkeit darstellt, auch ohne eigene Infrastruktur neue Märkte zu erreichen und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.

16/07/2025 0 Kommentare
Der Weg zur Börsengang: Ein Übernahmevertrag ist essentiell
FinanzierungGastbeiträgeMittelstand

Übernahmevertrag – Die entscheidende Vereinbarung für den Börsengang

von Lieselotte Hasselhoff 15/07/2025

Ein Börsengang (Initial Public Offering, IPO) ist der Schritt für jedes Unternehmen, das Geld vom Kapitalmarkt aufnehmen möchte. Er öffnet die Türen zu neuen Kapitalquellen und erhöht die öffentliche Sichtbarkeit. Doch bevor ein Unternehmen diesen Schritt wagt, müssen zahlreiche rechtliche Herausforderungen gemeistert werden. Eines der zentralen Dokumente in diesem Prozess ist der Übernahmevertrag, auch Underwriting Agreement genannt.

Ein Gastbeitrag von Dr. Andreas Zanner

Was ist ein Übernahmevertrag?

Ein Übernahmevertrag ist ein Vertrag zwischen dem Emittenten und den Konsortialbanken, die den Börsengang begleiten und die Aktien bei Investoren platzieren. Der Übernahmevertrag regelt die Bedingungen dieser Platzierung.

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15/07/2025 0 Kommentare
KMU-News

KMU wachsen langsamer, viel Bewegung im Mittelstandsranking

von Lieselotte Hasselhoff 14/07/2025

Im Ranking der 10.000 wichtigsten mittelständischen Unternehmen in Deutschland, das der Interessenverband DDW alle drei Monate erhebt, hat es ungewöhnlich viel Bewegung gegeben. Die Wachstumsdynamik hat etwas nachgelassen.

Die Untersuchung des DDW hat Mittelständler nach Umsatz, Mitarbeiterzahl sowie 37 weiteren Kriterien gerankt – und viele Unternehmen haben ihren Platz in der Rangliste getauscht. 248 Unternehmen schafften den Sprung unter die Top-10.000 und damit so viele wie nie. 15 mittelständische Unternehmen schafften es erstmals in die Top-100.  Die 10.000 Unternehmen im Ranking stehen für 948 Milliarden Euro Umsatz und fünf Millionen Arbeitsplätze weltweit. Insgesamt konnten diese Unternehmen ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um lediglich 3,4 Prozent erhöhen. In den Jahren zuvor war das Umsatzwachstum höher ausgefallen. Der Analyse zufolge lief es für 61 Prozent besser, allerdings lag der Anteil der Umsatzgewinner ebenfalls in den Vorjahren höher.  Handels- und Dienstleistungsunternehmen wuchsen seit 2021 um mehr als zehn Prozent, für Industriebetriebe bekamen das Multi-Krisen-Umfeld mit einem Wachstum von nur 6,1 Prozent am stärksten zu spüren. 

14/07/2025 0 Kommentare
KMU-News

Trotz Komplexität: Nachhaltigkeitsberichte gewinnen an Bedeutung

von Lieselotte Hasselhoff 11/07/2025

62 Prozent des deutschen Mittelstands sprechen sich laut einer aktuellen Studie von Grant Thornton Deutschland und YouGov für eine freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung aus – auch wenn sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind.

Befragt wurden im Juni 2025 rund 580 Entscheider aus mittelständischen Unternehmen. Hauptgründe für diese Offenheit gegenüber ESG-Berichten sind Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen (65  Prozent), aber auch Kundenerwartungen und Imagepflege (jeweils 54  Prozent). Trotz dieser positiven Haltung gibt es laut der Umfrage auch klare Herausforderungen: 44  Prozent der Unternehmen empfinden die ESG-Anforderungen als zu komplex, 39  Prozent kritisieren unklare Vorgaben. Dennoch entwickelt sich das Thema zunehmend zur Chefsache – in fast jedem zweiten Unternehmen verantwortet die Geschäftsführung das Thema Nachhaltigkeit direkt. Die Studienautoren prognostizieren, dass der Trend zur freiwilligen ESG-Berichterstattung weiter anhalten wird. Für viele Mittelständler gilt Transparenz in Sachen Nachhaltigkeit inzwischen als Wettbewerbsvorteil und Ausdruck langfristiger Glaubwürdigkeit.

11/07/2025 0 Kommentare
Der Analystenbericht zum IPO ist ein wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Börsengang
FinanzierungGastbeiträgeMittelstand

Die Rolle des Aktienanalysten im Rahmen eines IPO-Prozesses

von Lieselotte Hasselhoff 09/07/2025

Ein Börsengang (Initial Public Offering, IPO) zählt zu den strategisch wichtigsten Meilensteinen für ein Unternehmen. Neben der Kapitalaufnahme steht dabei auch der Schritt in die Öffentlichkeit, die Positionierung gegenüber Investoren sowie die Schaffung von Transparenz im Vordergrund. Hier nimmt der Aktienanalyst eine zentrale Rolle im IPO-Prozess ein.

Ein Gastbeitrag von Sebastian Droste

Ein IPO verändert nicht nur die Kapitalstruktur des Unternehmens, sondern auch seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, den Zugang zu institutionellem Kapital und die Governance-Strukturen. Für viele Unternehmen bedeutet der Börsengang zudem einen Kulturwandel: weg vom rein unternehmerischen Denken hin zu einer investorenorientierten Unternehmensführung mit Quartalskommunikation, Disclosure-Pflichten und erhöhtem medialen Interesse. Hinzu kommt die Kommunikation mit den Aktionären und die damit verbundene Kommunikation mit den Analysten der Banken. Doch wie läuft dieser Prozess, welche Rolle spielt der Analyst des Reports und wie unterscheidet sich der Prozess beim Börsengang?

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09/07/2025 0 Kommentare
KMU-News

Mittelstand setzt bei Klimaschutzprojekten auf Fördermittel

von Lieselotte Hasselhoff 09/07/2025

Immer mehr mittelständische Unternehmen in Deutschland finanzieren ihre Klimaschutzprojekte mit staatlicher Unterstützung.

Laut einer aktuellen Sonderauswertung des KfW-Klimabarometers für das Jahr 2023 stammten im Durchschnitt 22 Prozent der Investitionskosten aus Fördermitteln. Besonders deutlich wird die Relevanz der Förderung bei Investitionsvorhaben über 80.000 Euro: In diesem Segment finanzieren Unternehmen 24 Prozent des Projektvolumens über Förderprogramme, 30 Prozent über klassische Bankkredite und 44 Prozent mit Eigenkapital. Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, betont: „Der Markt bildet die realen Kosten und Risiken des Klimawandels noch unzureichend ab. Deshalb erscheinen viele Klimaprojekte für private Investoren als unrentabel.“ Die staatliche Förderung macht Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftlich attraktiver und erleichtert ihre Umsetzung. Damit trägt der Mittelstand maßgeblich zur Erreichung der Klimaziele bei.

09/07/2025 0 Kommentare
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Über uns

Hier schreiben die Kapitalmarkt-Experten der Quirin Privatbank über die deutsche Wirtschaft, den heimischen Mittelstand und die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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Holger Clemens Hinz
Leiter Kapitalmarktgeschäft

Thomas Kaufmann
Stv. Leiter Kapitalmarktgeschäft

Carsten Peter
Direktor Kapitalmarktgeschäft

Daniel Kukalj
Leiter Institutionelles Research

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