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Kapitalmarkt Blog
Mittelstand

Digitalisierung im Mittelstand: Technologie-Schub für KMU durch Corona

von Holger Clemens Hinz 04/05/2021

Die Pandemie hat bei vielen KMU zum Umdenken geführt: Deutlich mehr Unternehmen setzen auf digitale Kanäle und kommen so besser durch die Krise. Investitionen sind auch bitter nötig: Im internationalen Digitalisierungs-Vergleich hinken deutsche KMU deutlich hinterher. Vor allem kleinere Unternehmen sollten den Anschluss nicht verpassen, große Mittelständler investieren deutlich mehr in Technologien wie 5G und IoT. Die Kluft im Mittelstand wird dadurch größer.

Viele Mittelständler mussten in der Corona-Krise komplett umdenken. Home-Office statt Präsenzarbeit im Büro, digitale Meetings statt Direktkontakt und deutlich mehr Investitionen in digitale Sicherheitstechnik. Digitalisierungsmaßnahmen haben den Mittelstand seit nun über einem Jahr stark gefordert. Zwar hat die Pandemie der Digitalisierung im Mittelstand einen ordentlichen Schub gegeben. Doch in vielen Bereichen hinken KMU in Deutschland noch immer hinterher. Vor allem in den Bereichen der Industrie 4.0 müssen kleinere Mittelständler aktiver werden. Nach der Krise könnten sich mangelnde Investitionen in diesem Bereich rächen. Denn größere Konzerne und die Konkurrenz im Ausland steigen längst auf vernetzte Fabriken, Robotik und Künstliche Intelligenz um.

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04/05/2021 0 Kommentare
KonjunkturMittelstand

Insolvenzreform: Welche neuen Regeln für angeschlagene Unternehmen gelten

von Philipp Rose 26/04/2021

In der Corona-Krise sind zahlreiche Firmen in Schieflage geraten.  Ein neues Sanierungsrecht soll nun gegen die drohende Pleitewelle helfen. So wurde der Zeitraum, in dem eine Insolvenzantragspflicht gestellt werden kann auf sechs Wochen erweitert. Zudem können Unternehmen unter bestimmten Bedingungen nun ein Restrukturierungsprogramm einleiten.

Auf der Wirtschaft in Deutschland lastet weiterhin der Druck der Corona-Pandemie. Die Gastronomie sowie der Tourismus- und Handelssektor sind seit Monaten heruntergefahren: Hotelzimmer und Restaurant-Küchen sind leer, der Einzelhandel darf nur unter hohen Auflagen öffnen. Die Umsatzeinbrüche lasten nachhaltig auf den Betrieben, vielen Unternehmen droht die Insolvenz. Vor allem Mittelständler, die aufgrund ihrer Unternehmensgröße weniger finanzielle Ressourcen haben als große Konzerne, sind vergleichsweise stark von Insolvenzen bedroht. Die seit geraumer Zeit befürchtete Pleite-Welle bleibt derzeit nur aus, weil viele Betriebe von ihren finanziellen Rücklagen zehren konnten, der Staat sich mit Hilfskrediten an Schadensbegrenzung versucht und die Antragspflicht zur Insolvenzmeldung zeitlich immer weiter ausdehnt. Die zum Jahresanfang erlassenen Reform des Sanierungs- und Insolvenzrechts soll angeschlagenen Unternehmen noch mehr Spielraum geben.

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26/04/2021 0 Kommentare
GastbeiträgeKonjunkturMittelstand

Die 4 häufigsten Fehler, die Mittelständler bei ihrem ersten ESG-Bericht machen

von Philipp Rose 19/04/2021

Nicht nur aller Anfang ist schwer: Der„Global ESG Monitor“ zeigt, dass sogar bei den weltweit größten Unternehmen noch erheblicher Nachholbedarf in puncto Transparenz beim ESG-Reporting herrscht. Den ersten Bericht zu sogenannten ESG-Themen (Environment, Social und Governance) zu erstellen, ist allerdings eine ganz besondere Herausforderung. Strukturen fehlen häufig noch, Nachhaltigkeitsdaten müssen erst erhoben werden – und wo soll man überhaupt beginnen?

Von Michael Diegelmann & Justus Fischer

Unser erster Tipp: Tief durchatmen. Zwar ist der ESG-Bericht die wichtigste Quelle für nichtfinanzielle Informationen für eine ganze Reihe von Stakeholdern mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen, aber wenn Sie die folgenden vier typischen Fehler vermeiden, den andere Unternehmen bei ihrem ersten (und manche auch noch bei ihrem nächsten) ESG-Bericht machen, sind Sie schon einmal auf einem guten Weg.

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19/04/2021 0 Kommentare
FinanzierungGastbeiträgeKonjunkturMittelstand

„Für KMU bietet ein Reverse-IPO eine attraktive Möglichkeit für den Eintritt in den börslichen Kapitalmarkt“

von Philipp Rose 13/04/2021

Im Interview spricht Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf, über derzeitige Trends an der Börse, Finanzierungsmöglichkeiten für Mittelständler und warum ein Reverse-IPO für viele KMU sinnvoller als ein SPAC sein kann. 

Die Zinsen sind niedrig – und werden es womöglich auch noch eine ganze Weile bleiben. Weshalb kann sich für KMU dennoch ein IPO lohnen?

Thomas Dierkes: Die Zinsen werden auch in Zukunft niedrig bleiben, denn steigende Zinsen könnten viele Staaten derzeit kaum tragen. Das wirkt sich natürlich auch auf die Kapitalmärkte aus. KMU kommen nach etwaigen Finanzierungsrunden durch Business Angels und Venture Capital häufig nicht mehr so leicht wie früher an eine Kreditfinanzierung durch Banken. Dementsprechend braucht es oftmals andere Finanzierungsformen. Aktien sind daher in der vergangenen Zeit als Finanzierungsalternative für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver geworden. An der Börse Düsseldorf stellen wir fest, dass die Zahl der KMU, die an die Börse wollen, zugenommen hat. Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmen bei Interesse einen direkten Anspruch auf ein Börsenlisting haben. Natürlich müssen Geschäftsmodell und -grundlage stimmen und die Unternehmen schon im Vorfeld Transparenzanforderungen erfüllen.

Wobei man beim Börsengang auch unterscheiden muss: Die wenigsten KMU gehen mit einem IPO im eigentlichen Sinn an die Börse. Im vergangenen Jahr haben an der Düsseldorfer Börse elf Unternehmen ein Erst-Listing im Freiverkehr durchgeführt. Eine Notierung ist für viele institutionelle Investoren essentiell und Voraussetzung für ein Engagement. Daher erfolgt nach der Notierungsaufnahme an der Börse nicht selten eine Privatplatzierung, mit der sich institutionelle Investoren am Unternehmen beteiligen. Ein IPO im Sinne einer direkten öffentlichen Platzierung findet bei KMU eher selten statt.

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13/04/2021 0 Kommentare
FinanzierungKonjunktur

SPAC: Teil 1 – Mit der Mantelgesellschaft erfolgreich an die Börse?

von Holger Clemens Hinz 07/04/2021

Über ein SPAC werden Gelder gesammelt, um mit einer Firmenhülle dann Start-Ups und andere kleinere Unternehmen an die Börse zu bringen. In den USA erfreut sich die Alternative zum klassischen IPO großer Beliebtheit, auch in Deutschland gehen erste Mantelfirmen an den Start. Doch was ist dran an dem Börsenhype? Lesen Sie im ersten Teil unserer SPAC-Serie, was die Mantelgesellschaften können und warum Anleger vorsichtig bleiben sollten.

Immer mehr Anleger investieren Millionen in Unternehmen, die weder ein Produkt auf dem Markt, geschweige denn ein konkretes Geschäftsmodell haben. Klingt erstmal eigenartig, doch hinter den Investments steckt ein Prinzip. Gemeint sind so genannte SPAC (Special Purpose Acquisition Company). Hinter dem neuesten Trend aus den USA verbergen sich Mantelfirmen, die andere Firmen übernehmen und dann erfolgreich an der Börse platzieren sollen. In den Vereinigten Staaten werden immer mehr SPAC angemeldet, Promis werben für die neue Investmentform und Anleger wittern bereits das nächste große Geschäftsmodell.

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07/04/2021 0 Kommentare
Gemeinschaft Natur
Mittelstand

Tarifverträge im Mittelstand: Lohnt sich die Tarifbindung für KMU?

von Holger Clemens Hinz 02/04/2021

Immer weniger Arbeitnehmer stehen in Deutschland unter Tarifvertrag. Vor allem kleinere Betriebe wollen ihre Autonomie nicht abgeben. Das hat seine Gründe. Doch der Mittelstand sollte auch die Vorteile des Tarifvertrags im Blick haben.

Tarifverträge galten in der Vergangenheit als Errungenschaft des Sozialstaats. Die Idee: Der Vertrag soll die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgeber regeln und so in der jeweiligen Branche Standards in Bereichen des Lohns, der Wochenarbeitszeit und der Urlaubsdauer setzen. Seit Jahren nehmen die Abschlüsse von solchen Verträgen jedoch ab, gerade KMU setzen kaum auf Tarifverträge. Denn die Tarifbindung ist für viele Mittelständler auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv. Gerade für kleinere Unternehmen gibt es jedoch auch Vorteile.

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02/04/2021 0 Kommentare
KonjunkturMittelstand

Familienunternehmen: Warum Deutschland als Standort nicht mehr zieht

von Holger Clemens Hinz 29/03/2021

Familienunternehmen dominieren die Wirtschaft und bilden den Kern des Mittelstands. Doch im internationalen Wettbewerb um Familienbetriebe gerät Deutschland immer mehr ins Hintertreffen. Reformen der Unternehmenssteuer und des Erbrechts sind notwendig, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Der Mittelstand könnte so deutlich schneller aus dem derzeitigen Krisenmodus kommen.

Familien führen rund 90 bis 95 Prozent aller Firmen in Deutschland. Darunter fallen Betriebe, bei denen die Eigentums- und Leitungsrechte in einer Person beziehungsweise deren Familie vereint sind. Doch wer von Familienbetrieben spricht, muss auch vom Mittelstand sprechen. Denn es sind Familien, die den überwiegenden Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen leiten. Obwohl diese Unternehmen die Wirtschaft dominieren, wird es für sie immer schwieriger, sich am globalen Markt zu behaupten. Denn trotz seiner wirtschaftlich starken Stellung ist Deutschland im internationalen Wettbewerb um Familienunternehmen von Jahr zu Jahr schlechter aufgestellt.

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29/03/2021 0 Kommentare
FinanzierungMittelstand

Mittelstandsfinanzierung: KMU brauchen nach der Krise dringen und schnell Liquidität

von Holger Clemens Hinz 23/03/2021

Zahlreiche Mittelständler haben trotz Hilfsgeldern kaum noch Rücklagen. Finanzielle Engpässe hindern Unternehmen daran, nach der Krise schnell wieder auf die Beine zu kommen. Doch mit einem einfachen Kredit ist es womöglich nicht getan: Denn viele Geldhäuser werden nach der Krise ihre Konditionen verschärfen. Mittelständler sollten sich daher finanzielle Alternativen offenhalten.

Leere Kassen und keine Aufträge in Sicht – so ergeht es der überwiegenden Mehrheit mittelständischer Unternehmen seit langer Zeit in der Corona-Krise. Hinzu kommen langsame finanzielle Unterstützung von der Regierung und ein Berg an Bürokratie. Vielen KMU geht die Puste aus: Die Rücklagen vieler Unternehmen sind aufgebraucht, die Liquidität fehlt. Die neuerliche Überbrückungshilfe III sollte Mittelständlern zwar über finanzielle Engpässe hinweghelfen, allerdings läuft die Auszahlung der Gelder auch nach mehreren Monaten immer noch schleppend. 71 Prozent der Unternehmen gibt an, dass die Wirtschaftshilfen zu bürokratisch und kompliziert seien. Knapp die Hälfte der Unternehmen wartet länger als vier Wochen, bis eine beantragte Hilfszahlung ankommt. Mangelnde Liquidität hat jedoch nicht nur kurzfristig, sondern vor allem langfristig Folgen. KMU sollten daher Alternativen zur Mittelstandsfinanzierung im Blick haben, um nach der Krise schnell wieder auf die Beine zu kommen.

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23/03/2021 0 Kommentare
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Direktor Kapitalmarktgeschäft

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