Das Umfeld für kleine und mittelgroße Unternehmen mit Finanzierungsbedarf lässt derzeit – vorsichtig formuliert – zu wünschen übrig. Vor allem die ausufernde Inflation macht den mittelständischen Unternehmen schwer zu schaffen. So sind die Verbraucherpreise in der Eurozone im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent gestiegen – und damit so kräftig wie niemals zuvor seit der Einführung des Euro.
Mittelstand
Gerade für den Mittelstand bietet das deutsche Steuersystem viele Sonderregelungen und Anlass für Verwirrung. Ein guter Steuerberater ist daher ratsam. Doch worauf müssen KMU bei der Entscheidung für den richtigen Berater achten?
Das Steuerrecht in Deutschland steht in dem Ruf, besonders kompliziert zu sein – und zwar zu Recht. Jüngstes Beispiel: Die Grundsteuerreform, die in diesem Jahr zu einigen Verwerfungen führt und auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) betrifft. Laut einer Studie von SWI Finance im Auftrag des Handelsblatts rechneten 72 Prozent der befragten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in diesem Jahr mit einer starken bis sehr starken Zunahme der Belastung durch die Reform. Aber auch beim europäischen Umsatzsteuerrecht ändere sich die Rechtswirklichkeit ständig, etwa bei Fragen des internationalen Handels oder beim Thema Kryptowährungen.
Content Marketing spielt bei der Pflege der Kundenbeziehungen eine immer größere Rolle – auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Nach Expertenmeinung ist gegenwärtig jedes Unternehmen ein Medienunternehmen. Aber was bedeutet das genau? Und wie können gerade Mittelständler davon profitieren?
Klassische Werbung hat es zunehmend schwer. Denn Verbraucher sind einer solchen Überflutung an Inhalten ausgesetzt, dass es allzu plump anbiedernde Werbung kaum noch über die individuelle Aufmerksamkeitsschwelle schafft. Deswegen verfolgen erfolgreiche Werber heutzutage eine andere Strategie: Content Marketing. Dabei erreichen die Unternehmen potenzielle Kunden nicht über herkömmliche Werbe-Maßnahmen wie Plakate, Anzeigen oder TV-Spots.
Eine aktuelle Studie hat herausgefunden, dass KMU ihre Datensätze nicht vollumfänglich nutzen. Den deutschen Mittelständlern fehlen laut Studie nicht nur Know-How und Zeit, sondern auch die richtigen Technologien, um die gesammelten Daten richtig auszuwerten. Dabei haben diese Datensätze großes Potenzial.
Daten werden heutzutage permanent und überall gesammelt. Die digitale Welt ermöglicht es Unternehmen in jedem Geschäftsbereich, Datensätze zu generieren. Doch laut einer Studie, die Techconsult im Auftrag des Cloudanbieters Ionos erstellt hat, schöpfen nur 17 Prozent aller KMU die mit den Datensätzen verbundenen Nutzungspotenziale voll aus.
Die Plattformisierung ist in den vergangenen Jahren zu einem Buzzword des Finanzsektors geworden. Experten hatten vorausgesagt, dass digitale Plattformen im Finanzbereich die Rolle der Bank zukünftig verändern würden. Finanzierungsplattformen und digitale Finanzvermittlungen sollten dabei eine zentrale Rolle spielen. Doch wie real ist die Transformation für Banken wirklich?
Vor einigen Jahren galt unter Fachleuten im Bankenwesen die Plattformisierung als unumgänglich. Ähnlich wie die Plattform Airbnb den Übernachtungsmarkt maßgeblich verändert hat, so rechneten viele damit, dass auch das Bankwesen plattformisiert werden würde. Doch bislang hat es der vorausgesagte Trend nicht in die Wirklichkeit geschafft. Die große Disruption blieb aus.
Umgang mit Kostensteigerung: Wie lange sind die hohen Energiepreise für den Mittelstand noch tragbar?
Kaum sind die Pandemie und die mit ihr verbundenen Schwierigkeiten in den Hintergrund getreten, sieht sich der Mittelstand mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Hohe Energiepreise, Lieferkettenprobleme und eine hohe Inflation – die Liste der Probleme, die durch den Ukraine-Konflikt noch verschärft wurden, ist lang.
Vor allem der Blick auf die Entwicklung der Energiepreise sorgt für eine hohe Unsicherheit in mittelständischen Unternehmen. Laut einer Erhebung von KfW Research stellen die seit Kriegsbeginn stark gestiegenen Energiepreise derzeit für 62 Prozent aller mittelständischen Firmen eine Belastung dar. Gegenüber Mai 2022 hat sich dieser Anteil um rund sieben Prozentpunkte erhöht. Schon im ersten Quartal 2022 waren die Energiekosten bei über der Hälfte der mittelständischen Unternehmen gestiegen und lagen durchschnittlich 41 Prozent über dem Wert des Vorjahres.
Osterpaket: Das bedeuten die Energie-Maßnahmen der Bundesregierung für den Mittelstand
Ziel des Maßnahmenkatalogs aus dem Bundeswirtschaftsministerium ist der deutlich beschleunigte Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen und deren Nutzung. Doch was beinhaltet das Osterpaket im Detail und was hat der Mittelstand davon?
Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause haben Bundestag und Bundesrat mehrere Gesetzesvorlagen zum Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Anfang April hatte das Bundeskabinett das sogenannte Osterpaket beschlossen. Die Parlamentsabstimmungen stellten jetzt die Weichen zur Umsetzung ambitionierter Ziele. Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Bereits im Jahr 2035 sollen erneuerbare Energien komplett die Stromversorgung decken.
Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage halten sich KMU mit einem IBO (Initial Bond Offering) zurück. Doch sollten mittelständische Unternehmen auch die Finanzierung nach der Krisenzeit im Blick haben. Vor allem, da Kredite für Mittelständler weiterhin mitunter schwierig zu bekommen sind, und die Vorbereitung eines Börsengangs ihre Zeit braucht. Es kann sich daher trotz des derzeit schwierigen Marktumfeldes lohnen, bereits jetzt die Weichen für die erste Mittelstandsanleihe zu stellen.
Die angespannte Lage am Kapitalmarkt wirkt sich auch auf deutsche KMU-Anleihen aus. Ähnlich wie bei den IPOs (Initial Public Offering) ging auch die Zahl der Anleihe-Emissionen im ersten Halbjahr 2022 deutlich zurück. Laut einer Studie der Investor-Relations-Beratung IR.on AG hat sich die Zahl der IBOs mit neun Anleihen von neun Emittenten im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Das platzierte Volumen verringerte sich sogar um zwei Drittel von 727,7 Mio. auf 247,6 Mio. EUR.
