Pensionszusagen waren in den 70er, 80er und 90er Jahren ein probates Mittel, um die Altersversorgung für Geschäftsführer aufzubauen, die keine gesetzliche Rente erhalten. Zudem waren sie begleitet von hohen steuerlichen Vorteilen und damit einhergehend einer Stärkung des Eigenkapitals im Unternehmen. Doch die damals positiven Rahmenbedingungen haben sich seit Jahren deutlich verschlechtert, so dass sich heute die Einrichtung einer Pensionszusage mit wenigen Ausnahmen verbietet. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den ständig sinkenden Zins und die zunehmend längere Lebenserwartung der Menschen.
Von Thorsten Kircheis
Durch diese veränderten Bedingungen stehen nunmehr in den Handelsbilanzen deutscher Unternehmen mehr als 700 Milliarden Euro Pensionsverpflichtungen – mit steigender Tendenz. Über ein Drittel, meist die Hälfte an Finanzmitteln gegenüber den gebildeten Pensionsrückstellungen auf der Passivseite der Bilanz fehlen. Pensionszusagen werden daher heute zunehmend kritisch gesehen.
